Sebastian 23
Eine Schreibszene für jede*n?
Ist Poetry Slam zum Einschlafen? Beim „Best of“-Event im Schauspielhaus fühlte sich ein Großteil des vollen Saals angesprochen. Bild: mafa

Poetry Slam. Im Ruhrgebiet hat sich über 25 Jahre eine große Poetry Slam-Szene etabliert. Aus ihrer Offenheit generieren sich nicht nur Schwächen, sondern vielleicht auch Chancen.

Guter Zweck
Stadtteilwerbung betreibt die Stadt Bochum mittels Wettbewerb: Vom 4. Mai bis zum 4. Juni beim Gewinner in Bärendorf. Bild:  Bearbeitung fufu

Festival. Im Rahmen des Stadtteilwettberwerbs findet Anfang Mai im Bochumer Bärendorf ein Poesiefestival mit vielen Aktionen  rund um die Sprache und die Besonderheit des Ortes statt.

Wieder erfolgreich veranstaltet der AStA den Campus Slam
Die ersten Drei bekommen ihren Preis: Moderator Sebastian 23 mit Felicitas Friedrichs, Luise Frentzel und Zwergriese (v.l.n.r.). Foto: sat

Poetry Slam. Am 9. Mai fand bereits zum 14. Mal der Dicht-Wettbewerb im KulturCafé statt. Ein großer Spaß mit bekannten Gesichtern. 

Zu Artikeln aus :bsz 1101 und 1102 zu Preispolitik im KulturCafé und NRW Slam
Kulturelle Vielfalt: Sind größere Slams an der RUB finanzierbar? (Im Bild: Tristan Kunkel beim Poetry Slam im KulturCafé). Foto: mar

In den letzten zwei Ausgaben haben wir mehrfach über die Preispolitik des AStA der RUB berichtet. Anlass war, dass eine Vorrunde des NRW-Slams teurer als üblich im KuCaf war. NRW-Slam-Mitorganisator Sebastian 23 zeigt seine Sicht der Dinge und sieht die Schuldigen woanders.

Poetry Slam im Riff: Nicht nur zum Lachen
Finalisten bei der Preisübergabe: Torben Schulte, Andreas Weber, Sven Hensel und Gewinner Micha-El Goehre. Foto: alx

Das Riff zog am 8. Februar acht SlammerInnen aus Nordrhein-Westfahlen auf seine Tanzfläche, die für das Publikum bestuhlt wurde. Micha-El Goehre, der vor kurzem den Dortmunder Bier-Slam für sich entscheiden konnte, schaffte es auch diesmal, das Publikum von seiner Darbietung zu überzeugen.

Große Worte: Im ausverkauften Audimax wurde geslamt, was das Zeug hält
„Du lerne lächeln, wenn das Laub / dem leichten Wind ein leichter Raub“, schrieb der Dichter Christian Morgenstern einst. Die herbstliche RUB lockte nicht nur heutige LyrikerInnen, sondern auch Hunderte BesucherInnen zum Campus-Slam. Foto: alx

2015 ist das Jahr der Jubiläen: Erst 50 Jahre RUB und letzte Woche der zehnte Geburtstag des Campus-Poetry-Slams. Im größten anzunehmenden Hörsaal der Uni kam es zu einem Massenandrang.

10. Jubiläum des Campus Slam mit 1.300 ZuschauerInnen und sieben PoetInnen
Ganz entspannt: Sebastian 23 lauscht Sulaiman Masomis „Untergang des Abendlandes“. Foto: alx

Das Audimax platzte aus allen Nähten: Mit rund 1.300 BesucherInnen kamen am 28. Oktober so viele ZuschauerInnen wie noch nie zum schon 10. Jubiläum des RUB-Campus-Slams  im größten und ausverkauften Hörsaal. Dort, wo normalerweise BWL-Vorlesungen stattfinden, gewann der amtierende NRW-Meister, Jason Bartsch, im Poetry Slam gegen Größen des Genres wie Andy Strauß oder Sulaiman Masomi.

Dopamin-Vorrat im KulturCafé: Herzrasen beim CampusSlam
Ein glücklicher Gewinner: Sebastian23 (links) gratuliert Hinnerk Köhn (rechts); Mittig: der Zweitplatzierte Sven Hensel. Foto: USch

Schon bei der Begrüßung geht der Battle los: „Ich bin heute schon um 4 Uhr 30 aufgestanden“, verrät mir Sebastian23 beim Handschlag. „Mit Mütze?“, frage ich nach. „Na klar – ich arbeite mit Mütze, schlafe mit Mütze, stehe mit Mütze auf!“, gibt der Mützenmann zurück. „Um 16 Uhr 30?“ „Ich bin doch kein Langzeitstudent“, ist sich der Poetoholic sicher. Am Vortag hatte er einen Auftritt in Göttingen und gleich am nächsten Morgen um acht einen Workshop in Unna. Am Abend dann moderiert der 35-jährige Slampoet und Comedian gewohnt wortwitzig und tiefenscharf den vom AStA-Kulturreferat organisierten CampusSlam im KulturCafé, das auch im siebten Semester der Veranstaltungsreihe wieder bis auf den letzten Platz gefüllt ist.

AStA begeistert mit Comedy und Slam
Halten den Kulturbetrieb auf dem Campus am Laufen: KulturCafé-Geschäftsführer Hüseyin Bali sowie die AStA-KulturreferentInnen Nur Demir und Mohamed-Ali Saidi. Foto: USch

Im Oktober 1997 öffnete das AStA-KulturCafé seine Pforten und wird seither in Eigenregie der Verfassten Studierendenschaft betrieben und von Geschäftsführer Hüseyin Bali geleitet. Viele kulturelle Highlights hat es dort in den letzten 15 Jahren gegeben, und seitdem die Fachschaftspartys nicht mehr in den übrigen Uni-Gebäuden stattfinden dürfen, ist das KulturCafé hierfür die einzige Location auf dem Campus. Seit 2011 findet dort auf Initiative des AStA-Kulturreferats zudem jedes Semester der von Slammer-Legende Sebastian23 moderierte CampusSlam statt, der das KulturCafé regelmäßig aus allen Nähten platzen lässt. Das kann höchstens ‚König Fußball‘ toppen! Kulturreferentin Nur Demir (Internationale Liste) will diese Erfolgsgeschichte auch 2014 fortschreiben.