Ruhr-Uni Bochum
Das LSI lud mit Minisprachkursen und kultureller Vielfalt zu einer kleinen Weltreise ein
Einmal in fremde Kulturen schlüpfen: Dieser Besucher kam im LSI zum ersten Mal mit koreanischer Tracht in Berührung. Foto: bk

„Der sprachliche Austausch ist ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz“ – mit diesen Worten eröffnete Klaus Waschik, der Leiter des Landesspracheninstituts (LSI) am vergangenen Samstag den Tag der offenen Tür. Nicht einmal 24 Stunden nach den Anschlägen von Paris bewies das LSI mit einem breit gefächerten Programm, dass Sprache dazu dient, den Menschen ein Stück anderer Kulturen zu vermitteln. Das fing bereits bei der musikalischen Eröffnung der Veranstaltung an.

Nicht mehr Kohle, sondern Köpfchen prägt unsere Region – sagt Vizekanzler Sigmar Gabriel
Hoher Besuch: Nach der Rede trug der Wirtschaftsminister sich ins Goldene Buch der RUB ein. Foto: RUB/Katja Marquard

„Die Fans des VfL Bochum haben ihren Verein früher als unabsteigbar bezeichnet. Ich denke, das kann man auf das Ruhrgebiet ganz gut übertragen.“ Eine obligatorische Fußballanspielung durfte bei der Rede von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an der RUB nicht fehlen. Nach einem Vortrag zum Strukturwandel im Ruhrgebiet musste sich der Vizekanzler allerdings auch Publikumsfragen zur Flüchtlingspolitik und dem umstrittenen Freihandelsabkommen mit den USA stellen.

Kommentar: Wirtschaftsminister Gabriel im Veranstaltungszentrum
Zwischen den Kameras: SPD-Chef Gabriel und RUB-Chef Schölmerich beim Stelldichein.  Foto: RUB/Katja Marquard

Er polterte erst am Ende und läutete insgeheim den nächsten Bundestagswahlkampf ein. Sigmar Gabriel besuchte das schicke Veranstaltungszentrum der RUB und musste sich nicht durch die engen Katakomben des HGC 10 durchquälen, wie er es in den vergangenen Jahren getan hat. Sein überzeugender Vortrag zum immer aktuellen Thema „Wissenschaft, Innovation und Ruhrgebiet“ konnte auch nicht durch kritische Nachfragen zum Thema Syrien und TTIP negativ beeinflusst werden.

Kunstgeschichte-Prof Hoppe-Sailer: RUB ist „einzigartiges Beispiel der europäischen Architektur der Nachkriegszeit“
Nicht nur im Großen „einzigartig“, sondern voller kleiner Details: Wer weiß, wo auf dem RUB-Campus dieses X-Men-Logo zu finden ist? Foto: mar

Erst haben sie ein Monster erschaffen und jetzt wollen sie es hegen und pflegen: Seit dem 16. Oktober steht der Baukomplex der Ruhr-Universität unter Denkmalschutz. Bestrebungen, der Universität diesen Status zuzuerkennen, gibt es mindestens schon seit 2006. Nun stehen, nach Auskunft von Hans Hanke vom Landesverband Westfalen-Lippe (LWL), die Gesamtanlage inklusive der Dr.-Gerhard-Petschelt-Brücke (oder meistens einfach Unibrücke genannt) sowie dem Botanischen Garten unter Denkmalschutz.

Zeitzeug_ Festival eroberte wieder urbanen Raum
Finde dein Kastenwesen: Beim Zeitzeug_ Festival durften BesucherInnen im Kreativraum „Brutkasten“ ihr eigenes Kubusgeschöpf erschaffen. Fotos: mar

„Zeit, was ist das für ein Zeug?“, fragte ein junger Künstler im „Brutkasten“, dem Raum, in dem die Kastenwesen entstehen. Indem er allerhand Zeug lyrisch in Kästen steckte, verknüpfte er den Mitmachkreativprozess der Kastenwesen mit dem studentischen Kunstfestival Zeitzeug_, das am vergangenen Wochenende Bochum wieder ein wenig hinguckenswerter machte.

Eine Schönheit im grauen Betongewand: Die gesamte RUB steht nun unter Denkmalschutz
Kack die Wand an, is dat schön hier! Aus dem architektonischen Mahnmal wurde ein offizielles Denkmal.         	    Foto/Illustration: mb

„Die RUB ist gar nicht so hässlich, die hässlichen Stellen haben sie doch alle mit Beton verdeckt.“ Was hat sich die Ruhr-Universität nicht schon alles an Spott über ihre Architektur anhören müssen! 

Eine Betonschönheit kann nichts entstellen – vor allem nicht unter Denkmalschutz
Eckig, grau, und baulich wertvoll: Die Ruhr-Universität Bochum. Fotos: mb

Die Nachricht verbreitete sich zunächst verhalten – von offizieller Seite folgte erst auf Nachfrage die Bestätigung: Unsere wunderschöne Uni hat nun den Denkmalstatus erlangt! Ob und wie sehr das der geplanten Campusmodernisierung im Weg steht, kann aber offenbar noch niemand abschätzen.

Studierendenparlament: Änderung der Wahlordnung beschlossen

Das Studierendenparlament hat entschieden: Mit einfacher Mehrheit wurde am Samstag, 7. November, die Wahlordnung geändert. Ab sofort können studentische Hilfskräfte (SHK) einen Rat als Interessenvertretung wählen. Der Rat soll aus vier studentischen Hilfskräften bestehen und wird von allen Studierenden wählbar sein. Die Wahl wird zeitgleich mit der des StuPas stattfinden.

AStA kippt erstmals Votum der FSVK komplett
Man kann zwar nicht nicht kommunizieren – aber durchaus aneinander vorbei: FSVK-Sprecherin Julia Janik und AStA-Vorsitzender David Schmidt wünschen sich bessere Kommunikation. Foto links: lux; Foto rechts: alx

Nachdem sich die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) sich im Juli gegen den Antrag eines Fachschaftsrates (FSR) auf Bezuschussung einer internen, religiösen Feier ausgesprochen hatte, genehmigte der AStA diese nun nachträglich. Es ist das erste Mal, dass der AStA eine Beschlussempfehlung der FSVK komplett nicht umgesetzt hat.

Alles außer Kellnern: Die :bsz-StudiJob-Reihe – Drogendealer
Nachgesteller Deal: :bsz-Models spielen eine Drogenübergabe nach.	             Foto: kac

In dieser Ausgabe beschäftigt sich die :bsz mit einem recht umstrittenen Nebenverdienst: dernVerkauf von Drogen. Max*, ein Studi aus dem Ruhrgebiet, hat von seiner Arbeit als Drogendealer berichtet.

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