Ruhr-Uni Bochum
Ruhr-Universität wählte Senat – Studentische Wahlbeteiligung erschreckend gering

Die Ruhr-Universität hat einen neuen Senat gewählt. Leon Schmitz, Viktoria Niebel, Julia Janik und Pascal Joswig werden neben den VertreterInnen der anderen drei Statusgruppen (ProfessorInnen, Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, MitarbeiterInnen aus Verwaltung und Technik) die studentischen Interessen vertreten.

Komparatistik-Kongress zu „Literatur und Sexualität“ stieß auf großes Interesse – OrganisatorInnen ziehen positives Fazit
Sieht aus wie ein gewöhnliches Referat, aber die Studierenden hören ausnahmsweise mal zu: Vortrag auf dem KomparatistInnenkongress. Foto: Emelyn Yabar

„Zwar gibt es keine Drachen mehr, dafür muss der Abwasch in Gummihandschuhen erledigt werden.“ So brachte Markus Schleich in einem launigen Vortrag auf den Punkt, dass auch Rocksongs wie Grindermans „No Pussy Blues“ noch Elemente der hohen Minne verwenden, auch wenn sich beim ritterlichen Umwerben holder Damen das Aufgabenprofil leicht gewandelt hat. Dies war nur eine der zahlreichen Vorträge zum Themenfeld „Literatur und Sexualität“, dem sich der 5. Studierendenkongress Komparatistik vom 27. bis 29. Juni an der Ruhr-Universität Bochum widmete.

Künstler-Konsortium: Reflexion von Kunstzerstörung durch ihre Zerstörung?
Kunst-Abriss in Bochum: Otto Herbert Hajeks Maßzeichen wurden im April 2011 beseitigt. Foto: Klaus Kuliga (artibeau)

Im Zuge der am 22. Juni eröffneten Ausstellung „temporärer Kunstwerke“ der Urbanen Künste Ruhr sowie des Netzwerks RuhrKunstMuseen ist im Rahmen des Projekts „Doom Void Hope“ der Künstlergruppe „KONSORTIUM“ ein 1979 entstandenes, vier Meter hohes und 25 Meter breites Wandbild an der RUB zwischen Audimax und NA-Gebäude grau übertüncht und durch den Schriftzug „HOPE“ ersetzt worden (siehe :bsz 1004). Das 100 Quadratmeter große Wandbild war am 24. Oktober 1979 unter Leitung des Bochumer Künstlers Bernd Figgemeier als studentisches Gemeinschaftsprojekt entstanden und hatte die letzten 35 Jahre unbeschadet überdauert. Im Dialog mit den beteiligten AkteurInnen lotet die :bsz nun aus, wie die Hoffnungen für einen dauerhaften Bestand von Campus-Kunst zurückgeholt werden können.

Studierendenkongress Komparatistik trifft sich in Bochum

An der Ruhr-Universität Bochum findet vom 27. bis 29. Juni 2014 der 5. Studierendenkongress Komparatistik (SKK) statt. Das diesjährige Thema lautet „Literatur und Sexualität“.

„Leistungsorientierung“ und „Drittmitteleinwerbung“ als Finanzierungsleitlinien der RUB
HEP III: Ein komplexes Thema an der RUB. Foto: ck

Im Sozialismus hatten Fünfjahrespläne Tradition – an der Ruhr-Universität ist mit dem dritten Hochschulentwicklungsplan (HEP III) erstmals eine universitäre Planung mit einer ähnlichen Laufzeit (2014-19) vorgelegt worden (die :bsz berichtete), welche jetzt in die Umsetzungsphase gelangt.

Trotz Studi-Protesten: Mindestnote im Sowi-Master wird erhöht
Turbulente Sitzung: Master-Mindestnote von 2,0 offiziell beschlossen. Foto: bk

Am Ende hat die Anwesenheit von rund 40 protestierenden Studierenden bei der Ratssitzung der Fakultät für Sozialwissenschaft nichts genutzt: Der Fakultätsrat stimmte mit acht Ja-Stimmen (von insgesamt 13) für die Erhöhung der Mindestnote als Zugangsberechtigung für den Master auf 2,0.

Sie sind grau, vermehren sich und koten alles voll – die Tauben an der RUB
Die Vögel: Ihr Kot könnte auch SIE treffen! Foto: alx

Füttern von Tauben ist und bleibt verboten. Das entschied vergangene Woche das Verwaltungsgericht für den Kreis Stuttgart, da eine Tierschützerin um dieses Recht kämpfte. Nicht nur in der Schwabenmetropole sind die Vögel ein Problem, sondern auch in Bochum.

Historie der Ruhr-Universität: Die Bildungsanstalt, die den Umschwung bringen sollte
Bau des Audimax im Jahr 1972. Quelle: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, Nr. 72.1086 (© Bau- und Liegen­schaftsbetrieb NRW)

Heftige Auseinandersetzungen waren der Landtagsentscheidung um Bochum als Standort für eine zweite technische Hochschule in Westfalen vorausgegangen, deren Name – Ruhr-Universität – sich schon damals abzeichnete. Dann, am 15. September 1961, traf sich ein von der Landesregierung berufener Gründungsausschuss zur konstituierenden Sitzung. Die Geschichte der Ruhr-Universität nahm ihren Lauf – als nach der Freien Uni Berlin zweiter Nachkriegsneugründung in der Bundesrepublik. Und das in Bochum, nicht in Dortmund, wie es ursprünglich zur Debatte stand.

Europawahl: Kandidaten verschiedener Parteien diskutieren auf dem Campus
EU-Podiumsdiskussion: Unter anderem Sascha Bednarz (CDU) und Fotios Amanatides (Piraten) diskutierten die Zukunft Europas. Foto: bk

Die Europawahl scheint ein Imageproblem zu haben: Während die Beteiligung bei der letzten Bundestagswahl im Vergleich zur letzten Wahl um einige Prozentpunkte nach einem historischen Tief im Jahr 2009 auf etwa 75 Prozent gestiegen ist, konnten sich bei der letzten Europawahl nur 42 Prozent aller stimmberechtigten BürgerInnen dazu aufraffen, ihr Kreuz auf den Wahlzettel zu setzen. Damit dies bei der nächsten Wahl am 25. Mai anders wird, organisierte das AStA-Referat für Politische Bildung eine Podiumsdiskussion mit Kandidaten einiger Parteien, um interessierten Studierenden die Möglichkeit zum Austausch über politische Themen zu geben.

Religionen, Frauenbilder und Frauenfeindlichkeit
Die Göttinnen haben gerufen: An einem hellen und warmen Abend auf dem Weg zum Vortrag in der Frauenbibliothek. Foto: Patrick Henkelmann

Betrachtet man Religionen kritisch, kann man auch die Stellung der Frau und ihre Gleichberechtigung in Augenschein nehmen. Selten aber wird das mythologische und theologische Frauenbild der Religionen an sich betrachtet. Dabei hat selbiges einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse in den jeweiligen Kulturräumen. Letzte Woche Montag fand in der Frauenbibliothek Lieselle (in GA) zu eben diesem – viel zu selten beleuchteten – Thema ein außergewöhnlich interessanter Vortrag statt. Die aus Tübingen angereiste Theologin, Mythenforscherin und Buchautorin Vera Zingsem referierte aus feministischer Perspektive über religiöse Frauenbilder, von den drei Frauen Adams über die von Zeus geborene Athene bis hin zur sumerischen Göttin Inanna.

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