Retro
Retro-Gaming an der RUB
Niklas D. auf der Suche nach würdigen Gegnern. Hier in Super Smash Bros auf dem Nintendo 64. Bild: gin

Daddelparty.  Am 18. Oktober fand das erste AStA-Retro-Gaming-Event statt. Neben alten Bekannten wie Mario und Ness konnte man sich mit Ryu und Co im „Street Fighter V“ (PS4) Turnier miteinander messen.

DIE :bsz-GLOSSE

Retro: Verwendbar als Adjektiv, Substantiv oder gar als Präfix. In jedem Fall am gängigsten als eine (bewusste) Nachahmung von Elementen früherer Stilrichtungen in Musik, Mode oder Ähnlichem. 

Wer zum Beispiel behauptet, Einstein sei voll retro(grad), weil alt, sollte sich auch damit auseinandersetzen, wie antero(grad) der Herr seinerzeit war. Schließlich war er dieser theoretisch 100 Jahre voraus.

Kommentar: Vergangenheit im neuen Gewand
Früher war einfach alles besser – so dünkt es einem zumindest manchmal angesichts Nostalgie und Retro-Trends. Wir gehen auf den historischen Jahrmarkt, schwelgen in 80er-Jahre-Musik und kleiden uns wie einst unsere Eltern. Jetzt nur noch schnell das Selfie dazu auf Instagram posten …
2. Steampunk-Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle: Erfindergeist und Extravaganz
Nicht nur die historischen Fahrgeschäfte waren ein Hingucker: Auch viele Steampunks wie hier Julia und Pierre Leszczyk waren ständig im Fokus der Kameras. Foto: kac

Korsetts und Zylinder, dazu Zahnräder und jede Menge Dampf – zum zweiten Mal lockte der Steampunk-Jahrmarkt vergangenen Samstag zahlreiche BesucherInnen in die Bochumer Jahrhunderthalle. Er bildete den Auftakt des 9. Historischen Jahrmarkts, der noch an den kommenden beiden Wochenenden weitergeht mit Veranstaltungen rund um die Kirmesattraktionen von einst. Nach der Premiere des Steampunk-Jahrmarkts im Vorjahr war das retrofuturistische Spektakel diesmal als ganztägiges Fest angelegt und begeisterte Neulinge ebenso wie eingefleischte Fans.

Von zurückgekaufter Kindheit, Musik auf dem Game Boy und Genderdebatten
„Die Game-Boy-Kamera ist das einzige offizielle Musikprogramm für den Game Boy, taugt aber nichts“: Retro-Computer-Musiker Tronimal erklärt, wie man auf dem Game Boy Musik machen kann – und wie besser nicht. Foto:  mar

HeldInnen aus 256 Bildpunkten statt aus 100.000 Polygonen, Musik auf vier Tonspuren statt vom London Philharmonic Orchestra: Retro-Computer- und Videospiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Eine melancholische Ode an die 70er Jahre: „Die wilde Zeit“
Christine (Lola Créton) auf dem Abstellgleis: Warten, dass etwas passiert.	 Foto: NFP Carole Bethuel

In seinem Film „Die wilde Zeit“ zeigt Olivier Assayas zwar keinen neuen Blick auf die 70er, beweist dafür aber sein Auge für Atmosphärisches. Das längst verklärte Jahrzehnt und seine politischen Utopien präsentieren sich als ein Lebensgefühl, dem seine ProtagonistInnen  traumwandlerisch zwischen Abitur, beginnendem Berufsleben und ein bisschen darüber hinaus nachhängen, bevor sie endgültig erwachsen werden.