Punk
NACH:GEHÖRT

Back to the roots: Mit der am 12. Januar erschienen Platte Underworld besinnen sich die Aussie-Exporte um Sängerin Jenna McDougall auf ihre rockigen Wurzeln.

The Adicts sind mit einem neuen Album zurück
And it was So! Eine Reise durch die Geschichte des Punk. Bild: Nuclear Blast / Arising Empire

Rezension. The Adicts sind zurück. Ihr neues Album „And it was So!“ ist die erste Neuveröffentlichung seit fünf Jahren. 

Rise Against

Mit Trump als amerikanischen Präsidenten haben die Punk-Veteranen der Chicagoer Band Rise Against vermeintlich genug Material, um in ihrer eigentlich lyrisch-brillanten Manier, garniert mit den Humbuckern ihrer Gibson-Klampfen die Verfehlungen von Gesellschaft und Politik anzuprangern. 

Konzerte neben dem Studium: Die Blumenkohlohren wollen im nächsten Jahr durchstarten
Hymnen über fleißigen Bierkonsum und musikalische Ansagen an die AfD: Die RUB-Studenten Maurice und Tobi geben im nächsten Jahr als Singer-Songwriter-Duo Blumenkohlohren ihr erstes Album heraus. Foto: Blumenkohlohren

Ist das nun Akustik-Punk oder doch Punk-Pop? So ganz können die RUB-Studenten Maurice Boiting und Tobias Aarns ihren Stil  nicht definieren. Wir sprachen mit dem Singer-Songwriter-Duo über Schreibblockaden, den aktuellen Rechtsruck und ihren ersten Song ohne Bier.

Online-Fanzine Bierschinken schenkt sich zum 15. Geburtstag ein Festival
Aus Stockholm nach Dortmund: The Baboon Show heizten dem FZW beim Bierschinken-Festival ein. Foto: Joop

Auf den Liegestühlen im Außenbereich des FZW sonnen sich Punks und machen keine Anstalten, hineinzugehen. Warum auch, schließlich trennt den Strandbereich und die Bühne in der Bar  nur eine Glastür. Und drinnen machen bereits am frühen Abend Bands wie Kannibal Krach ihrem Namen alle Ehre. Keins von deren Grindcore-Brettern dauert gefühlt länger als 40 Sekunden, was selbst für Punkverhältnisse kurz ist. Dass man vom Text so gut wie nichts versteht, liegt einerseits am Growlen des Sängers, andererseits am Sound der Anlage. Der wirkte bei den ersten Bands, die beim Bierschinken-Festival aufspielen, noch etwas zu laut und eine Spur zu breiig. Aber Kannibal Krach punkten beim Publikum eh am meisten mit ihren ironischen Ansagen, in denen sie auch die Alternativkultur auf die Schippe nahmen. So wird der Song „Plenum“ wie folgt anmoderiert: „Dieser Song ist für alle, die Auftrittsverbote erteilen, weil Leute ihre T-Shirts ausziehen.“

Kulturell-Alternatives Zentrum Herne veranstaltet zum siebten Mal Open-Air-Festival
Im Skatepark Hibernia findet auch in diesem Jahr ein Open Air mit Skatecontest statt. Quelle: KAZ-Herne

Musik, Sport und Politik – was fast nach klassischem Bildungskanon klingt, ist zugleich der Festival-Mix, mit dem das Kulturell-Alternative Zentrum (KAZ) e. V. Herne am Samstag in den Skatepark Hibernia an der Koniner Straße lädt. Das kostenlose KAZ Open Air, zu dem auch ein Skateboard-Wettbewerb und politische Infos gehören, findet bereits zum siebten Mal statt.

Bochumer Kumpels schreiben „Punk-Geschichte“
Stinkefinger Olé: Punk fürs Bücherregal. Umschlag/Cover: Henselowsky Buschmann Verlag

(dh) Vor dem Fiege und dem Hansa war die gemischte Tüte… So könnte in betongrauer Vorzeit die Kiosk-Karriere des einen oder anderen Ruhrpott-Punks begonnen haben. Ob das Konzept heute noch zieht? Nicht nur anne Bude, sondern vielleicht sogar in die nächste Buchhandlung? Was die Bochumer Musikfans Dennis Rebmann und Phillip Stratmann mit Schmackes zwischen zwei Hardcover-Deckel gepresst haben, lässt sich als gemischte Tüte jedenfalls gut beschreiben: Keine Klümpchen, dafür rund 30 Jahre Punk-Geschichte aus dem Pott, aufgearbeitet in einem bunten Mix aus Interviews, Gastbeiträgen, Songtexten, Fotos und Porträts sind Anfang des Monats im Ruhrgebiets-Verlag Henselowsky Boschmann erschienen.

Verfilmte Punk-Version vom künftigen Aufstand
To be or not to be? Punk not dead! Foto: www.dertagwirdkommen.de

2007 erschien der politische Essay „Der Aufstand, der kommen wird“ («L‘Insurrection qui vient»). Ein Jahr später begannen die Verwerfungen der Wirtschafts- und Währungskrise, das politisch wie ökonomisch auf Sand gebaute Potemkinsche Dorf Europa fast zum Einsturz zu bringen. Dennoch wird bis heute von denen, die noch können, fleißig weiter konsumiert, und die DissidentInnen harren dem Aufstand wie in Samuel Becketts berühmtestem Drama Estragon und Co. Godot. Damit ist nun Schluss: Seit dem 2. Mai ist im Programmkino-Hit „Der Tag wird kommen“ («Le grand soir») von den französischen Kult-Regisseuren Benoît Delépine und Gustave Kervern („Louise hires a contract killer“ [2008] und „Mammuth“ [2010]) zu sehen, wie praktizierter Punkismus den Aufstand antizipieren kann.