Prokrastination
Neue Forschung deckt auf: Prokrastination ist Hirnsache
Die Biopsychologen und Biospsychologinnen der RUB finden den Unterschied zwischen Macher*innen und Aufschieber*innen: Onur Güntürkün, Caroline Schlüter, Erhan Genç und Marlies Pinnow (von links nach rechts).   Bild: © RUB, Marquard

Neurowissenschaft. Biopsychologen und Biopsychologinnen der Ruhr-Universität haben den Unterschied zwischen Macher*innen und Aufschieber*innen herausgefunden.

… sagen alle faulen Leute.“ Wer immer alles auf die lange Bank schiebt, könnte womöglich zwei Gehirnareale dafür verantwortlich machen. Das ergab eine Studie von 264 Proband*innen im Alter von 18 bis 35 Jahren. Aufbauend auf vorherigen Untersuchungen, konnten die Forscher*innen einen „signifikanten Größenunterschied“ im Gehirn ausfindig machen. Doch das Gehirn alleinig für Prokrastination verantwortlich zu machen, gilt leider nicht als Rechtfertigung. Denn das Aufschieben kann auch Aufgaben-bezogene Ursachen haben. Welche Gehirnregionen betroffen sind und ob es Gegenmaßnahmen gibt, lest Ihr im ausführlichen Artikel.

:Die Redaktion

Aufschieber*in oder Macher*in – Neurowissenschaft klärt auf
Aufschieber*in oder Macher*in? Die Antwort liegt im Gehirn. Symbolbild

Neurowissenschaft. Neurowissenschaftler*innen finden erste Hinweise auf die neuronalen Unterschiede zwischen „Macher*innen“ und „Aufschieber*innen“.  Hierbei scheint besonders eine bestimmte Region im Gehirn wichtig zu sein.

Schreibnacht an der RUB
Kaffee, Stift und Zettel: Mehr braucht es neben einiger Motivation nicht. Diese bekommt ihr beim Schreibzentrum gratis dazu! Bild: Symbolbild

Prokrastination. Die vorlesungsfreie Zeit ist schon einige Wochen alt, aber auf all den Seiten, die irgendwann eine Hausarbeit werden sollen, herrscht gähnende Leere? Das Schreibzentrum schafft Abhilfe bei der Schreibnacht. 

Erlebnisbericht: Die Höhen und Tiefen der fünften Schreibnacht
Fragen und Probleme? Die SchreibtutorInnen helfen Euch gerne weiter! Foto: lux

5. März 2015. Schreibnacht. Circa 170 Studierende treffen sich im Universitätsforum um den Kampf gegen die aufgeschobenen Hausarbeiten aufzunehmen. Elf Stunden Zeit. Wer wird gewinnen?

Gedicht: Statt zu lernen schreibt Redakteurin Kasia Gedichte

Hey schwubb, hey schwubb,
ich hasse den Verzug.
Nun ist der Uni-Kurs vorbei seit zwei Wochen,
und die Deadline bringt mein Hirn zum Kochen.
Die Vorlesungsfreie Zeit, die ist so doof
Ob Natur- oder Geisteswissenschaften
Alle sitzen wir in einem Boot.

DIE :bsz-GLOSSE

Prokrastination: Das Wort kennen wenige, doch das Problem haben viele. Prokrastination bezeichnet ein krankhaftes Aufschieben von zu erledigenden Aufgaben. Zum Beispiel das ständige Hinausschieben vom Lernen und von Hausarbeiten. Oder bei solchen Tätigkeiten immer wieder zu unterbrechen, blockiert oder abgelenkt zu sein. Prokrastination ist ein ernstes Problem der Selbststeuerung und kann viel Leid verursachen – so beim Scheitern eines Studiums.

Wenn Faulheit zur Krankheit wird, kann geholfen werden
An diese Stelle kommt ein Bild. Morgen.

In zwei Tagen ist die Hausarbeit fällig und das Blatt noch gähnend leer? Morgen steht die Klausur an und die Unterlagen sind noch unangetastet? Wer Fristen nur schwer einhalten kann, leidet möglicherweise weder an einem Mangel an Selbstdisziplin noch an Faulheit, sondern an chronischem Aufschiebeverhalten, der sogenannten Prokrastination.