Opel
A city like the phoenix from the ashes
Partially beautiful: The ever returning message of the Campus “Beton brennt doch!” („concrete does burn“).

A sudden increase in rent, cost of living and people immigrating. A sole question arises: Bochum has suddenly become popular – is it hip to live here now?

Rund 1.000 ehemalige Opel-Beschäftigte immer noch nicht untergebracht
Erst Opel, dann Arbeitslosigkeit? Die Transfergesellschaft TÜV Nord hat Probleme bei der Unterbringung ehemaliger Opel-MitarbeiterInnen. Foto: tom

Zwei Jahre ist es her, dass das Bochumer Opelwerk seine Pforten endgültig schloss. 2.600 MitarbeiterInnen waren im Zuge dessen ihre Jobs los und sollten über die Transfergesellschaft TÜV Nord wieder neu vermittelt werden. In der Bilanz ist dieser Plan nicht ganz aufgegangen, rund 1.000 ehemalige Beschäftigte sind immer noch auf der Suche nach einer Neuanstellung.

Umbau: Die RUB verändert mit Neubauten ihr Gesicht
Vorlesungsfreie Zeit und dann das: Könnten uns diese Veränderungen auf dem Campus erwarten? Illustration: mar

Während der vorlesungsfreien Zeit, als der Lehrbetrieb ruhte und einige von Euch sich erst noch mental auf  das neue Semester oder die Immatrikulation vorbereitet haben, wurden einige Veränderungen an der RUB bekannt gegeben. So expandiert die Uni auf das ehemalige Opelgelände (genannt Mark 51°7) und auf den Gesundheitscampus. Und dann gibt es noch die vielen Baustellen auf dem Campus und die Visionen vom Umbau der Zentralachse. Ist dies das Ende des Campuskonzepts? Inwieweit profitieren die Studierenden von den Neuerungen? Wir geben einen Überblick über die RUB der Zukunft.

:Die Redaktion

Stadtplanung: Das Opel-Werk heißt jetzt Bochum Perspektive 2022
Vergangenheit: Mittlerweile fehlt der Opel-Schriftzug, der für 52 Jahre dieses Dach zierte; dafür steht das Gebäude inzwischen unter Denkmalschutz. Fotos: alx

Es ist über ein Jahr her, dass in Bochum der letzte Opel zusammengeschraubt wurde. Das Gelände in Laer wartet auf seinen Abriss. Bevor die Abbrucharbeiten allerdings beginnen können, müssen rechtliche Hindernisse geklärt werden, die so zuvor nicht bestanden haben. Dann aber weicht ein Stück städtischer Industriegeschichte einer Bochumer Perspektive 2022. Einige denkmalgeschützte Gebäude bleiben der lebendigen Stadtgeschichte allerdings erhalten. Es gibt als mehr als einen Grund, dem alten Opel-Gelände eine letzte Ehre zu ­erweisen.

Schritt für Schritt: Ehemalige OpelanerInnen werden nur langsam vermittelt
Geschlossener Gigant: Das ehemalige Opel-Gelände ist so groß wie die Fläche unserer Uni. Bildquelle: Google Earth

Bochum und Opel, eine Scheidung jährt sich. Das Gelände des ehemaligen Opel-Werks wird von der Gesellschaft „Bochum Perspektive 2022“ verwaltet und momentan für die Umstrukturierung vorbereitet. Dabei handelt es sich um ein Gelände, das so groß ist, wie unsere Ruhr-Universität. Wie aber sieht die Lage aus bei den OpelanerInnen die in eine Transfergesellschaft entlassen wurden?

Das war’s: Die letzte Schicht bei Opel ist gelaufen

Am 9. Dezember war für 3.000 Betroffene das lang angekündigte Ende gekommen: Es war der letzte Arbeitstag bei Opel. 150 Angestellte bleiben noch zum Aufräumen. Die Demontage der Fertigungsanlagen sollte schließlich schon diese Woche beginnen und innerhalb von drei Monaten abgefrühstückt sein. Die verbliebenen MitarbeiterInnen gehen in eine ungewisse berufliche Zukunft. Letzte symbolische Gesten wurden am 8. Dezember bei einer Demo vor dem Rathaus sowie auf der letzten Betriebsversammlung mit rund 2.500 Anwesenden gemacht.

Opel, VRR … das Ende der Mobilität in Bochum? Wir sagen: Batmobile für alle!
Die ultimative Lösung für Bochum: Um die Traurigkeit beim Abschied des letzten Opels zu überwinden, übernimmt der VRR das Werk und stellt dort erschwingliche Batmobile für alle und damit seine Beliebtheit wieder her.  Montage: mar

„Diese Stadt verdient ein anderes Kaliber von Verbrechern und ich werde es ihnen geben.“ Das sagt der Joker im Batman-Film „The Dark Knight“ über Gotham City. Oder meinte er doch Bochum?

Kommentar: Ihr Kinderlein kommet… Keine schöne Bescherung für MitarbeiterInnen

Das Opelwerk, ein Sorgenkind Bochums und ein Stück Ruhrgebietsgeschichte geht zu Ende. Seit Jahren gab es Überkapazitäten bei der Herstellung und nun schließen sich die Tore, doch ab 2016 soll der Konzern wieder schwarze Zahlen scheiben. Zeit, sich besinnlich zu stimmen?

Abschlusskonferenz des Detroit-Projekts im Schauspielhaus
Weg mit Wachstum. Dafür plädierte Niko Paech bei der Detroit-Abschlusskonferenz. Foto: bent

Sterbehilfe für Opel: Kluge Köpfe beschäftigten sich bei der Abschlusskonferenz des Detroit-Projekts im Schauspielhaus mit der Frage, wie es nach der Schließung des Opel-Werks in Bochum weitergehen kann. Alle waren sich einig: Es gibt eine Welt ohne Wachstum. Das zeigte vor allem der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech in seinem Vortrag.

Lange Opel-Nacht im Schauspielhaus: „Wir Kinder von Opel“ und Film-Feature
Gelebte Opel-Nostalgie: Hilmar erzählt von seinem eigenen Opel-Museum. Foto. bent

Heimat und Maloche: Die Arbeitsschichten werden allmählich ins Schauspielhaus verlegt: Denn mit dem Revue-Stück „Wir Kinder von Opel“ sowie den anschließenden Filmvorführungen „Ein Werk verschwindet“ und „Arbeit.Heimat.Opel“ lud man zur über dreistündigen Reflexionsarbeit darüber ein, was das Opel-Werk eigentlich für die Stadt bedeutet.

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