Nahostkonflikt
Orphaned Land: Band zwischen Terror und Annäherung
Folk-Metal: Orphaned Land sorgen für einen harmonischen Weihnachtsübergang im Turock. Fotos: alx

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass die Beziehung zwischen Israel und Palästina von aggressiven Aktionen belastet wird. Der sogenannte Nahostkonflikt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Arabern und Juden entstand, ebnete zahlreichen Kriegen seinen Boden.

Krieg und Frieden: Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg – heute erschüttern die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten
Krieg damals und heute: Am Sterben hat sich nichts geändert. Grafik: mar

Das globale Gemetzel des 1. Weltkriegs forderte Millionen Menschenleben. Mit einer einzigen Ausnahme stimmte auch die Sozialdemokratie am 4. August 1914 den Kriegskrediten zu. Vermeintlich linke und pazifistische Kräfte lassen auch heute noch ein klares Nein gegen Kriege vermissen.

:Kommentar: Israelkritik bedient sich auch antisemitischer Muster

Jede Kritik an Israels Militäreinsatz im Gazastreifen als Antisemitismus zu bezeichnen, ergibt keinen Sinn. Ebenso aber auch, sich reflexartig diesen Vorwurf der ach so berechtigten Israelkritik gegenüber zu verbitten. Es macht einen Unterschied, wer warum und wie Kritik äußert, denn Antisemitismus beginnt nicht erst mit Brandsätzen auf Synagogen.

:Kommentar: Primitive PazifistInnen: Friedensstimmen im Nahost-Konflikt

Pazifismus und Humanismus gehen nicht mit der Konjunktur. Deutschland ist wieder wer: die bestimmende Macht in Europa, Exporteur von Waffen und stationierten SoldatInnen um den ganzen Globus. Der mediale Diskurs marschiert im Gleichschritt: Von FAZ über WAZ bis hin zu den Ruhrbaronen – keine Kritik der israelischen Kriegspolitik, die nicht vom Vorwurf, antisemitische Hetze zu betreiben, verschont wird. Pünktlich zum 100. Jubiläum des massenhaften Gemetzels des 1. Weltkriegs wird die Verblendungsmaschinerie angekurbelt.

Ausweglos erscheinende Situation in Nahost macht klares Handeln unumgänglich
Jerusalem: ständiger Zankapfel im Zuge des Nahostkonflikts. Foto: rl

Das Votum der UN, Palästina den Status eines Beobachterstaates zu erteilen, war ein deutliches Zeichen der Weltgemeinschaft in Richtung Israel und zugunsten einer Zweistaatenlösung. Die Reaktion Israels, an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gerichtete Steuergelder einzufrieren sowie den Siedlungsblock um Ostjerusalem auszubauen, demonstriert nicht nur, wie weit die Netanyahu-Regierung Israel ins internationale Abseits gestellt hat, sondern wird – falls vollständig implementiert – das Schicksal einer Zweistaatenlösung besiegeln. Eine deutliche Richtungsentscheidung über eine Ein- oder Zweistaatenlösung erscheint jedoch notwendiger denn je.