Mexiko
Besuch aus Mexiko in Langendreer
Der kleine will nicht Scheuchen! Symbolbild: cc0

Ernährungssicherheit. Zwei Mexikaner*innen berichten im Bahnhof Langendreer gemeinsam mit der solidarischen Landwirtschaft (SoLawi) Dortmund über Ernährungssouveränität und die Agrarwende.

Mexiko – Massaker an Studierenden und paramilitärische Bürgerwehren: Der unendliche Drogenkrieg
Die Polizei ist in Mexiko allgegenwärtig: Für ein sicheres Gefühl bei der Bevölkerung sorgt sie jedoch nicht. Foto: flickr.com, Colby Stopa (CC BY  2.0)

Die vielen internationalen Krisen im letzten Jahr haben einen fast vergessenen Konflikt in den Hintergrund gerückt: Mexikos großer Drogenkrieg, der in den letzten zehn Jahren fast 100.000 Menschen das Leben gekostet hatte. Rivalisierende Kartelle, eine korrupte Polizei und eine machtlose Politik: Wie kann dieser Krieg gewonnen werden?

„Workers“ – das Spielfilmdebüt von José Luis Valle
Absurde Arbeitswelt: Lidia und der Fahrer fahren die Hündin ihrer Chefin aus - damit sie den Sonnenuntergang bestaunen kann. Foto: trigon-film

Trotz all der Sequels, Comicverfilmungen und TV-Recycle-Produkten, mit denen das Mainstreamkino den Markt überschwemmt, hat sich ein sozialkritischer Arthouse-Film eine Nische im Gegenwartskino erobert. Galionsfiguren des britischen Sozialdramas wie Ken Loach („Ladybird Ladybird“) oder Mike Leigh („Naked“) zeigten in ihren Filmen die Misere der britischen Unterschichten. Auch die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne („L‘enfant“) oder RegiseurInnen des jeune cinéma français (z. B. Mathieu Kassovitz’ „La Haine“) griffen diese gesellschaftskritischen Aspekte auf und initiierten eine Renaissance des sozialrealistischen AutorInnenfilms. Mit Wucht, nah am Lebensalltag, zuweilen kapitalismuskritisch, kommt nun das jüngste mexikanische Kino daher, so auch das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers José Luis Valle – ein kleines Kinojuwel.

Verspielter mexikanischer Roman führt in die Welt der Gespenster und nicht mehr zurück
Mexiko-Stadt: Einer von zwei zentralen Handlungsorten in  Luisellis Roman „Die Schwerelosen“. - Foto: Wikimedia Commons / Monica Xcaret

Valeria Luisellis Roman-Debüt „Die Schwerelosen“ ist Metaliteratur, Metafiktion und eine Begegnung mit dem unbekannten mexikanischen Dichter Gilberto Owen. Der wird Seite für Seite präsenter und ergreift schließlich als zweite Erzählstimme das Wort. So gerät nicht nur der Leser, sondern auch das Leben der eigentlichen Hauptfigur im Buch mächtig durcheinander.