Medizin
Erstes Drei-Eltern-Baby erblickt das Licht der Welt
Vater-Mutter-Mutter-Kind: Ist das das Familienkonstrukt der Zukunft? Illustration: tom

Ein kürzlich im „New Scientist“ erschienener Artikel und eine Konferenzankündigung von Dr. John Zhang, dem Direktor des New Hope Fertility Centre in New York City, sorgen für Furore – das erste Baby mit Erbgut von drei Elternteilen wurde geboren und lebt seit nunmehr fünf Monaten beschwerdefrei.

Medizinstudis demonstrierten für Lösung des Präp-Problems
Weiße Wand: Mit selbstgemachten Postern und schallender Musik protestierten die Medizin-Studis. Foto: lor

Ein weißes Kittelmeer, gespickt mit Postern, die „Sezieren statt Studieren“ fordern und klare Worte, die allen auf dem Audimax-Forum klarmachen, worum es geht: Die Studierenden der Medizin protestierten am 27. Juni für die schnellstmögliche Wiedereinführung der Präparationskurse (siehe auch :bsz 1089) – und das mit Erfolg.

Evenutell neue Möglichkeit, Alzheimer im Frühstadium zu diagnostizieren
Die Blut-Hirn-Schranke in niedlich: Nährstoffe rein, Schadstoffe raus.  Illustration: Allan Ajifo, Wikimedia Commons (CC BY 2.0) (Gehirn), ken (Blut), mar (Montage)

Maastricht in den Niederlanden: Das ForscherInnenteam um Walter H. Backes hat womöglich eine neue Methode entdeckt, um Alzheimer bereits im Frühstadium zu erkennen. In einer Studie hat es herausgefunden, dass bereits in der Anfangsphase der Krankheit  eine Beeinträchtigung der Blut-Hirn-Schranke bei AlzheimerpatientInnen festzustellen ist und man eine Erkrankung so frühzeitig erkennen könnte.

Nachwuchskampagne „praxisstart“ an der RUB
„Es gibt die KV!“: Ines Dickmann möchte Studierende über Möglichkeiten in der ambulanten Versorgung informieren. Foto: tom

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Herbst 2014 ins Leben gerufene Kampagne für angehende MedizinerInnen kommt am 31. Mai erneut mit einem Informationsstand an die RUB. Dipl.-Gesundheitsökonomin Ines Dickmann, Referentin für ärztlichen Nachwuchs und Initiatorin von „praxisstart“, erklärt im Gespräch mit der :bsz, was es mit dem Projekt auf sich hat. 

Kommentar: „Pille danach“: Kein harmloses Medikament
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnt vor den Nebenwirkungen und negativen Folgen beim rezeptfreien Erwerb der „Pille danach“. Seit über einem Jahr kann das Medikament ohne  Arztbesuch in Apotheken käuflich erworben werden. Man sollte jedoch auch die positiven Seiten des unkomplizierten Kaufs nicht aus den Augen verlieren.
 
48 Millionen Euro für die Erforschung von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen

Krebs ist neben Erkrankungen des Kreislaufsystems die häufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich erkranken circa 500.000 Menschen an bösartigen Neubildungen und mehr als 220.000 sterben letztlich pro Jahr an Krebs. Dem Kampf gegen diese Tumore widmet sich auch die Ruhr-Universität Bochum mit dem neuen Forschungsbau für molekulare Protein-Diagnostik (ProDi). 

Robotik

Wieder gehen zu können, bleibt für Querschnittsgelähmte meist ein unerfüllter Traum. Der Roboteranzug HAL kann Betroffenen zu mehr Mobilität und Aktivität verhelfen. Seit 2011 erprobt ein ExpertInnenteam am Zentrum für Neurorobotales Bewegungstraining (ZNB) in Bochum das in Japan entwickelte Exoskelett.

Neue Hoffnung für MS-PatientInnen?
Eines der tausend Symptome von MS: Die Lähmung. Foto: Jacq

Prof. Dr. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik am St. Josef-Hospital in Bochum, erreichte mit seiner europaweiten Zulassungsstudie zu einem neuen Medikament gegen Multiple Sklerose (MS) einen ersten Erfolg: Daclizumab, ein monoklonaler Antikörper, soll die Wahrscheinlichkeit eines MS-Schubes bei einem Patienten oder einer Patientin um 50 Prozent senken. 

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