Literatur
Faltbücher in der UB: Querschnitt mit Werken aus aller Welt
Kindliche Zeichnungen bei ernsten Themen: In der UB stehen nun Falt­bücher, die zum Beispiel Krieg thematisieren. Foto: kac

Zwischen dem 15. Januar und dem 20. Februar sind in der Universitäts-bibliothek unter dem Motto „Leporellos Erben“ Akkordeon- und Faltbücher von KünstlerInnen aus der ganzen Welt zu bewundern. In Zusammenarbeit mit der Sektion Komparatistik stellt die UB die seit den 1960er Jahren international publizierten Kunstwerke aus und bietet BesucherInnen einen Querschnitt von verschiedensten Genres und Wissenschaften.

Goosen kommt: Treibgut zusammen mit Pott- Legende on stage.
Wird im KulturCafé angespült: Autor Frank Goosen gibt Gastspiel bei Treibgut. Bild: Treibgut

Nächste Woche ist es wieder so weit: Die studentische Literaturinitiative Treibgut veranstaltet eine Lesung mit dem Ruhrgebietssatiriker Frank Goosen. Von den Uni-LiteratInnen werden Ulrich Schröder, Philipp Dorok (Moderation), Felicitas Friedrich, Caroline Königs und Antonia Stoodt  im KulturCafé (KuCaf) dabei sein. 

Zwei indonesische Autorinnen thematisieren in ihren Werken Schrecken und Schönheit ihrer Landesgeschichte
Traditionelle Rhythmen: Indonesische Tänzerinnen begrüßen das Publikum auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: bk

Mit wohlriechenden Gewürzen, traditionell gekleideten TänzerInnen und dem Schattentheater – einer Kunst, für die das Land berühmt ist – stellte sich die diesjährige Gastnation Indonesien auf der Frankfurter Buchmesse vor. Natürlich stand vor allem die Literatur des Landes im Mittelpunkt, die sich erst seit einigen Jahren mit den bisher verdrängten Kapiteln der indonesischen Geschichte befasst. Dass es dort einiges aufzuarbeiten gibt, verraten die Autorinnen Leila Chudori und Laksmi Pamuntjak. 

Der Campusroman „Die Dilettanten“ von Michael Hingston

Keine große Literatur, aber ein spannendes Campus- und Generationsporträt: Michael Hingstons Debütroman „Die Dilettanten“.

Lesung: Eier aus Stahl, Worte aus Gold
Der Kowal und der Marock: Zwei harte Jungs formen Worte zu Gold. Foto: Lukasz Laski / Marek Firlej

Samstagabend. Lesung im Café Banane. Die Autoren sitzen gekämmt im Hemd am kleinen runden Tisch. Auf ihm erfrischende Getränke und zahlreiche bedruckte Blätter. Klingt spießig? War es aber nicht. Im Gegenteil: Heavy Metal in Worten boten die zwei harten Bochumer Kerle Łukasz Łaski (aka Der Kowal) und Marock Bierlej vergangenes Wochenende in Dortmund.

Frankfurt 2014: Raja Alem erhält LiBeraturpreis
Freiheit des Schreibens: Die saudi- arabische Schriftstellerin Raja Alem schert sich nicht um Zensur. Foto: bk

An diesem Wochenende öffnete einmal mehr die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten und zieht nicht nur hunderttausende BesucherInnen, sondern auch AutorInnen aus der ganzen Welt an, die ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Eine von ihnen ist Raja Alem. Der Schrifstellerin, die aus Saudi-Arabien stammt, ist während der Messe für ihren Roman „Das Halsband der Taube“ der LiBeraturpreis verliehen worden.

Harte Riffs und harte Worte: Zwei gar nicht so unähnliche Welten beim „Book meets Metal“
"Book meets Metal"-Festival in Hagen. Quelle: Metal Maniacs Society e. V.

Heavy Metal: Tumbe Musik für tumbe Typen? Mit diesem Vorurteil will die Metal Maniacs Society e. V. aus Hagen aufräumen und zeigen, dass „Metaller nicht dem allgemeinen Vorurteil entsprechen, sondern nette, mitdenkende und mitfühlende Menschen sind, die sich auch für etwas Gutes einsetzen.“ Darum organisieren sie am 4. Oktober den Lesung/Konzert-Abend Book meets Metal. Ein spannendes Konzept: Mit Musik begleitete Lesungen, anschließend das volle Metalbrett, das Ganze moderiert von Rockliterat und Poetry-Slammer Micha-El Goehre und garniert von einem Bücherflohmarkt und alles für einen guten Zweck.
 

38. Bachmann-Preis geht an einen Hannoveraner Schlaks aus Wien
Beschauliches Klagenfurt: Stiftet seit 1976 einen der renommiertesten deutschsprachigen Literaturpreise. Foto: Fabian Mirko May

In Klagenfurt ist zum 38. Mal der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen worden. Die 25.000 Euro für die überzeugendste Darbietung in zeitgenössischer Literatur gehen an Tex Rubinowitz, einen in Wien lebenden Cartoonzeichner, und seine Story „Wir waren niemals hier“. Die Tage der deutschsprachigen Literatur verstehen sich als Bewahrer ästhetischer Tradition und als Seismograph für erneuernde Tendenzen, sie sind aber vor allem ein Fest der Literaturkritik. Die Ausbeute bleibt in diesem Jahr  jedoch blass. Eine Nachlese.

Komparatistik-Kongress zu „Literatur und Sexualität“ stieß auf großes Interesse – OrganisatorInnen ziehen positives Fazit
Sieht aus wie ein gewöhnliches Referat, aber die Studierenden hören ausnahmsweise mal zu: Vortrag auf dem KomparatistInnenkongress. Foto: Emelyn Yabar

„Zwar gibt es keine Drachen mehr, dafür muss der Abwasch in Gummihandschuhen erledigt werden.“ So brachte Markus Schleich in einem launigen Vortrag auf den Punkt, dass auch Rocksongs wie Grindermans „No Pussy Blues“ noch Elemente der hohen Minne verwenden, auch wenn sich beim ritterlichen Umwerben holder Damen das Aufgabenprofil leicht gewandelt hat. Dies war nur eine der zahlreichen Vorträge zum Themenfeld „Literatur und Sexualität“, dem sich der 5. Studierendenkongress Komparatistik vom 27. bis 29. Juni an der Ruhr-Universität Bochum widmete.

Diës und das

Allgemein ist Russland dabei, in der westlichen Welt wieder den zweifelhaften Ruf zurückzuerlangen, den es in den besten James-Bond-Tagen hatte. Doch sollte dabei nicht vergessen werden, dass das größte Land der Welt mehr ist und war als ein Bärenwrestler, der das Krimsektmonopol inne haben will.

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