Konsum
Food Festival in Bochum
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Innenstadt. Das Food-Festival Bochum-Kulinarisch feierte 30. Geburtstag und einen Besucher*innenrekord. Ob veganes Essen oder Melamin-Teller: grüner war‘s auch.

Drogenkonsum
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Konsum. Immer mehr Leute konsumieren laut REITOX-Bericht (Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht) illegale Drogen. Die Linke und der „Alternative Drogen- und Suchtbericht 2019“ fordern: „Schluss mit der Kriminalisierung von Drogenkonsumenten*innen.“

Drogenkonsum
Bild: bena

Interview. Eine betroffene Person berichtet über eigene Erfahrungen.

„Heldenmarkt“ in der Jahrhunderthalle – jenseits von vegan und veggie
Ökologischer Fußabdruck: Seinen persönlichen Ressourcenverbrauch konnten jedeR BesucherIn am Stand von Brot für die Welt ermitteln. Foto: tims

Bereits zum dritten Mal fand am vergangenen Wochenende der „Heldenmarkt“ in der Bochumer Jahrhunderthalle statt – alles  im Zeichen des nachhaltigen Konsumierens. Neben mehr als 100 AusstellerInnen aus verschiedenen Branchen und Bereichen gab es auch wissenschaftliche Vorträge. Eines fiel auf: Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Kommentar: Nachhaltig konsumieren, ohne die Systemfrage zu stellen
„Perfekte Kulisse für eine ökologische Messe. Über 100 AusstellerInnen präsentierten ihren ganz eigenen Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften in der Jahrhunderthalle“. Foto: tims

Der „Heldenmarkt“ gastierte am Wochenende in der Jahrhunderthalle – mehr dazu hier – und sollte nicht nur umweltbewusste BesucherInnen anlocken, die sich für Veggie-Burger und Bioweine begeistern können. Vielmehr appelliert er an die Gesellschaft, ihre Gewohnheiten zu überdenken und ihren Lebensstil zu ändern. Sein Credo: Konsum ja, aber nicht um jeden Preis.

Mehr politisches Bewusstsein wünschenswert

Erfolgreich sein, sich selbst verwirklichen und dabei das politische Interesse auf ein Minimum beschränken. timsSo lässt sich die heutige Studi-Generation im Großen und Ganzen zusammenfassen. Während frühere Generationen noch politisch aktiv waren und die Welt verbessern sowie den Weltfrieden schaffen wollten, gelingt es der Generation Y nicht einmal mehr, zur Wahlurne zu gehen.

Abschlusskonferenz des Detroit-Projekts im Schauspielhaus
Weg mit Wachstum. Dafür plädierte Niko Paech bei der Detroit-Abschlusskonferenz. Foto: bent

Sterbehilfe für Opel: Kluge Köpfe beschäftigten sich bei der Abschlusskonferenz des Detroit-Projekts im Schauspielhaus mit der Frage, wie es nach der Schließung des Opel-Werks in Bochum weitergehen kann. Alle waren sich einig: Es gibt eine Welt ohne Wachstum. Das zeigte vor allem der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech in seinem Vortrag.

Verfilmte Punk-Version vom künftigen Aufstand
To be or not to be? Punk not dead! Foto: www.dertagwirdkommen.de

2007 erschien der politische Essay „Der Aufstand, der kommen wird“ («L‘Insurrection qui vient»). Ein Jahr später begannen die Verwerfungen der Wirtschafts- und Währungskrise, das politisch wie ökonomisch auf Sand gebaute Potemkinsche Dorf Europa fast zum Einsturz zu bringen. Dennoch wird bis heute von denen, die noch können, fleißig weiter konsumiert, und die DissidentInnen harren dem Aufstand wie in Samuel Becketts berühmtestem Drama Estragon und Co. Godot. Damit ist nun Schluss: Seit dem 2. Mai ist im Programmkino-Hit „Der Tag wird kommen“ («Le grand soir») von den französischen Kult-Regisseuren Benoît Delépine und Gustave Kervern („Louise hires a contract killer“ [2008] und „Mammuth“ [2010]) zu sehen, wie praktizierter Punkismus den Aufstand antizipieren kann.