Kleidung
Nachhaltigkeit im Ruhrgebiet
Konsumratgeber Bochum: Er zeigt Euch nicht nur, wo Ihr Fairtrade-Mode herbekommt, sondern auch Ökostrom. Bild: bena

Umweltbewusstsein. Auf Kohle geboren und doch ein nachhaltiges Dörfchen sein? Glaubt Ihr nicht? Bochums neuer Ratgeber zeigt Euch, wie das gelingen kann.

 

Ratgeber für Nachhaltigkeit
Endlich ist er da: der Konsumratgeber Bochum. Bild: Bena

Konsumratgeber. Dieses Jahr ist für viele ein Wachmacher in Sachen Nachhaltigkeit; damit eine Umstellung für Euch einfacher ist, gibt es nun einen Konsumratgeber.

:Abena Appiah

Kurzlebig: Viele Deutsche packen ihre Kleidung lieber in die Tonne, als in die Waschmaschine
Der Schrank platzt: Rund 40 Prozent der Deutschen werfen ihre Kleidung weg – auch die Stücke im guten Zustand. Foto: kac

Eine neue Greenpeace-Studie hat festgestellt, dass die Deutschen 5,2 Milliarden Kleidungsstücke in ihren Schränken liegen haben; gut zwei Milliarden davon tragen sie aber sehr selten oder nie. Behandeln Deutsche ihre Kleidung als Wegwerfware?

Billiges Leder aus Bangladesch
Gefahr für Leib und Leben: Eine Gerberei in  Bangla­­desch. Foto: flickr.com, Michael Foley (CC-BY-NC-ND-2)

In den vergangenen Wochen sorgten Berichte über den britischen Bekleidungsdiscounter Primark für Aufsehen. T-Shirts für drei Euro, produziert in Bangladesch, die gerne auch schnell wieder weggeworfen werden – eine neue Form des Konsums ist entstanden. Doch auch bei der Produktion von Leder spielt wieder Bangladesch eine Hauptrolle.

Das Prinzip „Meins“ hat ausgesorgt!
In sogennanten „Giveboxes“ kann JedeR geben und nehmen was er/sie will, so wie hier in Berlin. Foto: flickr.com / Iwan Gabovitch

(clu) Wir haben. Wir kaufen. Und wir brauchen ständig neue und andere Dinge. Zum Eigentum eines/r Jeden von uns gehört eine unterschiedlich große Anzahl von Dingen. Sie gehören uns. Der Inhalt unseres Kleiderschranks. Bücher, Filme, Spiele, Küchengeräte, Werkzeuge, Sportgeräte und Fahrzeuge. Wenn wir etwas Neues brauchen oder uns wünschen, etwa ein Zelt für den nächsten Urlaub, sparen wir darauf, oder, je nach Kontostand, kaufen es uns neu oder gebraucht. Diese „Meins“-Mentalität ist alt – und (hoffentlich) bald veraltet. Denn mit dem Internet werden immer mehr Möglichkeiten eingeführt, wie wir Dinge, die wir gerade wirklich brauchen, auch bekommen können, ohne sie haben zu müssen. Nutzen statt besitzen lautet die Devise!