Integration
„Wir werden alle Mittel ausschöpfen!“
Dienen ab sofort auch als Plattform der freien Meinungsäußerung: Die Schaufenster von Badalona und Max Frituur. Bild: fufu

Aktion. Vergangene Woche wunderte man sich in der Bochumer Innenstadt über prägnant gesprayte Slogans an den Schaufenstern von Max Frituur und Badalona. „Danke Bochum für die Abschiebung“ sprühte Besitzer Jens Schumann unter anderem an die Front seiner Läden.

Geflüchtete Menschen besser integrieren

Politik. Geflüchteten Menschen die Möglichkeit geben, sich besser einzufinden – daran forscht unter anderem die RUB.

Finanzielle Untestützung für Geflüchtete Studis
Den Einstieg in das Berufsleben erleichtern: Durch Stipendien und Workshops erhalten geflüchtete Studierende Unterstützung. Symbolbild

Unterstützung. Studierende mit Flüchtlingshintergrund erhalten an der Ruhr-Universität finanzielle Beihilfe durch Stipendien. Die Erfolgsquote der Studierenden ist dank des Zuschusses garantiert.

RUB-Studierende begleiten junge erwachsene Geflüchtete bei der Integration
In Bochum neu anfangen: Mamadou aus Guinea ist einer der drei dokumentierten Teilnehmer und begleitet die Premiere im MZ musikalisch Collage: kac

Film. Das Medienprojekt „gestern. heute. morgen.“ begleitet junge erwachsene Geflüchtete in Bochum dabei, wie sie ihre im Herkunftsland gefassten Lebensentwürfe umsetzen können und zeigt welchen Herausforderungen sie gegenüber stehen.

Kommentar: Vermummungsverbot? Redakteurin Kasia findet Verschleierungen völlig ok
Andere Länder, andere Sitten: Jeder Mensch sollte selbst bestimmen, welche Kleidung getragen wird. Collage: kac

Kommentar.  Österreich hat ein Vollverschleierungsverbot beschlossen. Künftig müssen Frauen, die eine Burka oder einen Niqab tragen, mit Geldstrafen in Höhe von 150 Euro rechnen. Mit dieser Sanktion trägt die Bundesregierung nur zu weiterer Unterdrückung bei.

Grenzüberswchreitung bei HuMu – Campus meets Querenburg
Mit Keyboard unterwegs: Sozdar Saleh beendete das Festival mit tanzbarer Musik.Foto: lor

Festival. Mit somalischer Küche, Gesprächen über traditionelle kurdische Rebellenkleidung und Erkenntnissen über Migration und Nachbarschaftsgefühle endete am Sonntag die „Insel des guten Lebens“. Alle Involvierten zeigen sich trotz wechselnden Wetters sichtlich zufrieden. 

Sinn oder Unsinn? Wie Geflüchtete zu Beziehungsratschlägen stehen
Bild: Piotr Kudlacik/kac

In Seminaren und Beratungsgesprächen sollen sich Geflüchtete mit Themen wie Homosexualität, Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft auseinandersetzen können. Ein solches Projekt organisierte die AWO Niederrhein in Essen unter dem Titel „Liebes-Welten“. Auch können sich junge Männer aus Kriegsgebieten beraten lassen, wie sie deutsche Frauen ansprechen. Seit dem Silvestervorfall in Köln haben junge Geflüchtete das Gefühl, unter Generalverdacht zu stehen. Unsere Redakteurin Kasia sprach mit zwei Geflüchteten über ihre Ansichten zum Thema.

GELD SCHIESST TORE, TRADITION WIRFT BENGALOS? – Teil 9 der :bsz-Reihe zur Lage des Fußballs – 25 Jahre AFC Bochum
War beim diesjähirgen Hallenfußballturnier Sparkassen Masters dabei: Der AFC Bochum. Foto: tims

Der Arabische Fußball Club (AFC) Bochum feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und möchte am liebsten in die Kreisliga B aufsteigen. Das primäre Ziel lautet aber wie immer: Dabei sein, Spaß haben und eine soziale Verantwortung für die Region übernehmen. Auch mit der aktuellen Flüchtlingsdebatte befasst sich der Verein aus Querenburg. JedeR ist willkommen!

Umbruch und Neukoordinierung: Essen, Dortmund und Oberhausen als Vorreiter
Arbeit zwischen den Kulturen mit Spaßfaktor – auch wenn das Kulturzentrum Grend in Essen-Steele zehnmal soviel Fördermittel erhält wie das Katakomben-Theater Essen: Johannes Brackmann (Geschäftführer Grend) und Kazım Çalışkan (Leiter des Katakomben-Theater) bei einer Podiumsdiskussion im Grillo-Theater Essen. Foto: Yavuz Arslan

Längst haben die Leuchtturmprojekte der Kulturhauptstadt an Strahlkraft verloren, und die „Interkulturabteilung“ der Ruhr.2010 GmbH tritt als solche nicht mehr in Erscheinung. Die Staffel wurde an den Regionalverband Ruhr (RVR) übergeben, und dieser zeigt bisher kein Profil. Auch das Schauspielhaus Bochum als einstiger kultureller Impulsgeber der Stadt hat sich im Bereich der Interkultur verspekuliert. Während hier auf diesem Gebiet Konzeptlosigkeit vorherrscht, blüht in den Nachbarstädten neues interkulturelles Leben. Die :bsz hat einen der Hauptakteure, Uri Bülbül vom Katakomben-Theater Essen, zu den aktuellen Entwicklungen auf diesem Sektor befragt.

Im CAP-Markt Bochum bekommen Menschen mit Behinderung eine Chance
Äußerlich ein ganz normaler Supermarkt – aber mit ganz besonderem Konzept. Foto: Diakonisches Werk Bochum, Dortmund und Lünen gGmbH

Im März 2013 waren laut Bundesagentur für Arbeit rund 3,1 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos, darunter auch 180.945 schwerbehinderte Menschen. Unter „schwerbehindert“ fallen laut gesetzlicher Definition Menschen, deren körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht, deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist und bei denen ein Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 50 Prozent vorliegt. Diese Menschen sind um ein vielfaches mehr von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht als Menschen ohne Behinderung. Umso sinnvoller ist es deshalb, Projekte zu unterstützen, die Menschen mit Behinderung einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Da dies auch noch ohne weiteres mit den normalen Bedürfnissen eines jeden Menschen –  wie etwa dem regelmäßigen Einkauf im Supermarkt zu verbinden ist – kann jeder einen Beitrag zur sozialverträglichen Gesellschaft leisten.