Greenpeace
Nachhaltigkeit im Ruhrgebiet
Konsumratgeber Bochum: Er zeigt Euch nicht nur, wo Ihr Fairtrade-Mode herbekommt, sondern auch Ökostrom. Bild: bena

Umweltbewusstsein. Auf Kohle geboren und doch ein nachhaltiges Dörfchen sein? Glaubt Ihr nicht? Bochums neuer Ratgeber zeigt Euch, wie das gelingen kann.

 

Ratgeber für Nachhaltigkeit
Endlich ist er da: der Konsumratgeber Bochum. Bild: Bena

Konsumratgeber. Dieses Jahr ist für viele ein Wachmacher in Sachen Nachhaltigkeit; damit eine Umstellung für Euch einfacher ist, gibt es nun einen Konsumratgeber.

:Abena Appiah

Greenpeace-Kleidertausch: JedeR bringt nach Möglichkeit und nimmt nach Bedarf
Tausch-Rausch: Bochums Greenpeace lädt zur Kleider-Aktion ein. Bild: sat

Reportage. Fernab vom Weihnachts-Trubel bot sich vergangenen Sonntag eine ökologische und bargeldlose Shoppingalternative: Der Kleidertausch. Die nachhaltige Veranstaltung wurde von Bochums Greenpeace-Gruppe möglich gemacht.

Bochum verkauft umstrittene RWE-Aktien
Raus aus RWE: Greenpeace und Fossil Free demonstrierten für den Verkauf der Aktien – mit Erfolg. Foto: kac

Das Ruhrgebiet, einst bekannt als Kohlerevier, verabschiedet sich von seinen RWE-Aktien. Zumindest macht Bochum den Anfang. Den Beschluss hat der Rat vergangenen Donnerstag in einer nicht-öffentlichen Sitzung mit großer Mehrheit gefasst. Die erste Tranche soll am 4. Oktober abgestoßen werden.

Greenpeace fordert von Outdoormarken, auf giftige Stoffe zu verzichten
Unberührte Natur? Viele Firmen, die mit uriger Wildnis werben, nehmen in Kauf, dass diese vergiftet wird. Illustration: mar

Gefährliche Stoffe in Outdoorbekleidung und -ausrüstung und sogar in den entlegensten Winkeln der Erde: Die Umweltorganisation Greenpeace hat in ihrem dritten Bericht zu gesundheitsschädlichen per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) nachgewiesen, dass die Outdoorbranche Mensch und Natur schadet, wenn sie diese Stoffe verwendet. Firmen wie Jack Wolfskin oder The North Face wollen ihre Kollektion bis 2020 PFC-frei machen. Das müsse schneller gehen, fordert Greenpeace in der Unterschriftenkampagne Detox. Insbesondere die Marken The North Face und Mammut stehen in der Kritik.

Kommentar: Mit Natur werben und Gift verarbeiten: Greenpeace testete Outdoor-Produkte
Trauriges Mammut: Würde das Mammut noch leben, könnten Labore auch bei ihm PFC nachweisen.     Bearbeitung: kac

Greenpeace hat 40 Outdoor-Produkte wie Jacken, Schuhe und Rucksäcke getestet und auf die umwelt- und gesundheitsschädigenden per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) untersucht. Vor allem in der Ausrüstung der Outdoor-Marke Mammut habe das Labor der Umweltschutzorganisation hohe Konzentrationen von PFC gefunden, darunter die krebserregende Perfluoroktansäure (PFOA). Greenpeace richtet sich seit 2011 in einer Detox-Kampagne (engl. Entgiftung) gegen den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Textilindustrie. Mammut will dabei aber nicht mitmachen. Das ist eine unmögliche Haltung des Unternehmens.

Kurzlebig: Viele Deutsche packen ihre Kleidung lieber in die Tonne, als in die Waschmaschine
Der Schrank platzt: Rund 40 Prozent der Deutschen werfen ihre Kleidung weg – auch die Stücke im guten Zustand. Foto: kac

Eine neue Greenpeace-Studie hat festgestellt, dass die Deutschen 5,2 Milliarden Kleidungsstücke in ihren Schränken liegen haben; gut zwei Milliarden davon tragen sie aber sehr selten oder nie. Behandeln Deutsche ihre Kleidung als Wegwerfware?

Wir verlosen Bildband und Kalender mit Werken des Naturfotografen Markus Mauthe
Raus aus der Kälte ins warme HZO: Naturfotograf Markus Mauthe kommt an die RUB und hat jede Menge Bilder im Gepäck. Foto-Quelle: Greenpeace e.V./Markus Mauthe

Die Schönheit der Natur ist ein einzigartiges Gut, dass es zu erhalten gilt – diese Botschaft will der Naturfotograf Markus Mauthe mit seinen Bildern vermitteln. Am Freitag kommt der Fotokünstler und Greenpeace-Aktivist mit seinen Werken an die RUB – und Ihr könnt bei uns einen Bildband und drei Fotokalender gewinnen.

Ölkonzern Shell auf dem Weg in die Arktis – trotz enormer Risiken für die Umwelt
Haben schon genug unter der Klimaerwärmung zu leiden: EisbärInnen finden die Pläne von Shell, in der Arktis nach Öl zu bohren, gar nicht knorke.

Der Mineralölkonzern Shell ist auf dem bestem Wege, mit seinen Bohrinseln in die bisher weitgehend unangetastete Arktis vorzudringen – trotz zahlreicher Proteste von UmweltschützerInnen und Bedenken vonseiten der Wissenschaft. Im Polarmeer nach Öl zu bohren sei mit erheblichen Risiken für die Umwelt verbunden, so die KritikerInnen. US-Präsident Obama wird in einer Petition aufgefordert, seine umstrittene Erlaubnis an Shell zurückzuziehen.

Wegen Untätigkeit: Umweltorganisationen verklagen Bundesregierung
Da hat uns die Regierung getrollt: Naturschutz existiert wohl nur auf dem Papier. Illustration: mar

Sieben Umweltorganisationen haben am 27. Januar die Bundesregierung verklagt. Es geht um den Schutz von Meerestieren und Lebensräumen in Naturschutzgebieten in der deutschen Nord- und Ostsee, der bislang nur auf dem Papier existierte. Die zuständigen Ministerien hätten bisher keinerlei Maßnahmen zum Erhalt bedrohter Tierarten und Biotope ergriffen. Dabei bestehen die Schutzgebiete im Rahmen des europäischen Natura-2000-Programms bereits seit 1997. Die Kläger legen jetzt gleichzeitig Beschwerde bei der EU ein.