Ehrenamt
Eigene Idee, Initiative oder HoPo – kofee hilft
Ein kleines Heftchen – viele Projekte: kofee ist seit Gründung bereits über die Grenzen Bochums sehr gut vernetzt. Bild: sat

Ehrenamt. … kofee? Im zweiten Teil unserer neuen Reihe stellen wir Euch das Koordinierungs-Office für Ehrenamt und Engagement der RUB vor. In der Erstiausgabe (:bsz 1203) könnt Ihr erfahren, was Lieselle macht.

Campus: Guides für internationale Studis und ErstsemestlerInnen gesucht
Studierende helfen zukünftigen und auslädischen Studierenden: RUB-Guides bei der Arbeit. Foto: RUB, Marquard

Ehrenamt. Sobald die frischgebackenen Erstis erstmal auf dem Campus stehen, sind sie nicht selten überfordert. Ihr könnt helfen!

Ehrenamtliche Helferinnen fordern Wildtierauffangstation in Bochum
Auslauf nach der Pflege: Erste Schritte Richtung Auswilderung. Foto: Almuth Riedel

Bochumer Tierschützerinnen sind überlastet: Über 100 Igel wurden im letzten Jahr über den Igelnotruf in Obhut der Ehrenamtlichen gegeben. Keine von ihnen hat die Kapazität, all die Schützlinge zu päppeln, gesund zu pflegen und wieder aus zu wildern. Die Forderungen nach einer Wildtierauffangstation werden lauter.

 
Studierende untertützen ausländische KommilitonInnen und unterrichten Deutsch als Fremdsprache
Hand in Hand mehr erreichen: Das Zentrum für Fremdsprachenausbildung bildet ehrenamtliche DeutschlehrerInnen aus, um für Integration von Geflüchteten zu sorgen. Foto: Bedneyimages/Freepik.com
Die Gründe, sich ehrenamtlich zu betätigen, sind vielfältig. Um seinen Lebenslauf aufzupolieren, sich persönlich zu entwickeln oder einfach, um der Gesellschaft etwas wiederzugeben. Angefangen von Fachschaftsrat über NGOs bis hin zur Hochschulpolitik bietet die RUB viele Möglichkeiten. 
 
Koordinierungs-Office berät Studis zu Engagement neben dem Studium
Ehrenamtlichen Möglichkeiten an der RUB: Sebastian Flack und David Kajdewicz informieren und beraten Studis. Foto: joop

Ihr seid nicht nur an die Uni gekommen, um zu studieren – oder? Ihr wollt experimentieren, Euch ausprobieren und engagieren, aber wisst nicht so recht wo? Ob Ihr schon eine ungefähre Vorstellung habt, was Ihr außerhalb der Kreditpunktejagd mit Eurer Studizeit anfangen könnt oder nicht, das Koordinierungs-Office für Ehrenamt und Engagement – kurz kofee – ist für Euch der richtige Anlaufpunkt.

Im neuen Praxisprofil des Optionalbereichs sollen auch ehrenamtliche Projekte anerkannt werden
Credit Points fürs Ehrenamt? Der neue Optionalbereich soll es möglich machen.  Karikatur: ck

Für alle, die neben dem Studium ehrenamtliche Arbeit leisten, soll das ab dem kommenden Wintersemester 2015/2016 anlaufende neue Optionalbereichsmodell die Möglichkeit bieten, Euer Engagement mithilfe von Credit Points anerkennen zu lassen. Hierfür müssen im neuen Praxisprofil allerdings einige Anforderungen erfüllt werden – denn das Ehrenamt muss nicht nur anerkannt, sondern auch bewertet werden.

ÜbersetzerInnen sollen bei der Kommunikation mit Asylsuchenden helfen
Seriöse Sicherheitskräfte sind schwer zu finden: NRW beweist vielerorts kein sicheres Händchen bei der Auswahl. Karikatur: ck

Der aktuelle Skandal um Gewalt durch Sicherheitspersonal in Geflüchtetenheimen zeigt, dass sich am inhuman Umgang der Politik mit Schutz suchenden Geflüchteten dringend erwas ändern muss.

Das Akronymicon – :bsz knackt den Gremiencode I: KSfEuERUB – Zwei RUB-Studierende wollen Initiativen besser vernetzen
Meta-Initiative: Sebastian Flack (l.) und David Kajdewicz fördern Engagement und Ehrenamt.	Foto: joop

Von Ingenieuren ohne Grenzen bis zum Studienkreis Film (SKF), vom European Student Network bis zum RUB-Motorsport – studentische Initiativen an der Ruhr-Uni sind nicht nur vielfältig, sondern auch zu zahlreich, um sie alle aufzuzählen. Für mehr Durchblick im Ini-Dschungel wollen zwei Studierende sorgen, indem sie die Gruppen besser untereinander vernetzen.

Flüchtlingshilfe an der Wohlfahrtstrasse erweitert ihr Netzwerk
AnwohnerInnen aus Wiemelhausen machen die Fahrräder der Flüchtlingskinder fit – eine von vielen Möglichkeiten zu helfen und in Kontakt zu kommen. Foto: Michael Klüter

Das Land und die Sprache sind fremd, die Erlebnisse der Flucht noch nicht verarbeitet und die Lage unsicher – Die Rede ist von Flüchtlingen. Über 100.000 suchten im letzten Jahr Schutz in Deutschland. Die durchschnittliche Wartezeit auf die Antragsbearbeitung beträgt über sieben Monate. So lange werden die Flüchtlinge meist in überfüllten Übergangswohnheimen untergebracht – wie dem an der Wohlfahrtstraße in Bochum-Wiemelhausen.

Einer von vielen ehrenamtlichen Helfern bei den Special Olympics 2014 in Düsseldorf
Volunteer Kay Lieker: Half kürzlich auch bei den Special Olympics 2014 in Düsseldorf. Foto: Laura-Monica Oprea

Kay Lieker aus Solingen ist Rollstuhlfahrer, 26 Jahre alt und studiert Verwaltungswissenschaften an der Fern-Universität in Hagen. Als Volunteer hat er bereits an der Realisierung von mehreren Großveranstaltungen mitgewirkt, so zum Beispiel an der Leichtathletik-EM in Barcelona 2010, den Paralympics in London, der Schwimm-WM in Barcelona 2013 und zuletzt bei den Special Olympics in Düsseldorf 2014. Darüber hinaus engagiert er sich beim „Europäischen Studentenforum“ in der Ortsgruppe in Frankfurt am Main. Seit mehreren Jahren begleitet er außerdem SchülerInnengruppen für einen Sprachreisen-Anbieter.

:IbS (Interessengemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Studierender an Bochumer Hochschulen) sprach am Rande der Special Olympics mit Kay Lieker.