Behinderung
Visualisierung von Menschen mit Behinderungen fehlt in den Deutschen Medien
Martin Frommes Show bietet nicht nur Comedy: Er inkludiert. Bild: sat

Comedy. Am 17. Oktober lud das Autonome Referat für Menschen mit Behinderung und sämtlichen Beeinträchtigungen (AR-MSBM) zum Satire-Abend. Der körperbehindernderte Komiker Martin Fromme inkludierte das Publikum und die Bühne des KulturCafés.

Bedingungslos – das inklusive Filmfestival im Haus der Begegnung und endstation.kino
Das Leben trotz Behinderungen meistern: Das zeigt auch der Film „Die Blindgänger“. Fotos: mfa-Film

endstation.kino und das Haus der Begegnung zeigen vom 9. bis zum 14. November fünf Filme über die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen. Für die VeranstalterInnen war es allerdings schwierig, überhaupt barrierefreie Filme zu finden.

Antwort auf: „Gemeinsame Ekstase“ (:bsz 1084)

Unser Redakteur Marek hat sich in der :bsz 1084 über Menschen ausgelassen, die auf Konzerten nicht in Ekstase aufgehen, sondern sich über Moshpits aufregen. Selbstverständlich hat er damit nie beabsichtigt, Menschen mit Behinderung zu beleidigen. Unseren Leser Maxim hat er trotzdem getroffen. Ein Leserbrief.

Die rührende Geschichte von einem, der kein behindertes Kind wollte
Wie geht ein Vater damit um, dass seine Tochter das Down-Syndrom hat? Damit befasst sich Fabien Toulmé in seiner Graphic Novel. Foto-Quelle: avant-Verlag

Stell dir vor, du erwartest ein Kind. Und trotz aller moderner Voruntersuchungen diagnostizieren die Ärzte und Ärztinnen erst nach der Geburt: „Ihr Kind hat Trisomie 21.“ Für viele ist ein behindertes Kind ein Albtraum – so auch für Fabien Toulmé, der aus seiner Vaterschaft eine wundervolle graphic novel gemacht hat, die man beim Lesen gar nicht aus der Hand legen möchte: „Dich hatte ich mir anders vorgestellt …“

Im CAP-Markt Bochum bekommen Menschen mit Behinderung eine Chance
Äußerlich ein ganz normaler Supermarkt – aber mit ganz besonderem Konzept. Foto: Diakonisches Werk Bochum, Dortmund und Lünen gGmbH

Im März 2013 waren laut Bundesagentur für Arbeit rund 3,1 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos, darunter auch 180.945 schwerbehinderte Menschen. Unter „schwerbehindert“ fallen laut gesetzlicher Definition Menschen, deren körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht, deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist und bei denen ein Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 50 Prozent vorliegt. Diese Menschen sind um ein vielfaches mehr von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht als Menschen ohne Behinderung. Umso sinnvoller ist es deshalb, Projekte zu unterstützen, die Menschen mit Behinderung einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Da dies auch noch ohne weiteres mit den normalen Bedürfnissen eines jeden Menschen –  wie etwa dem regelmäßigen Einkauf im Supermarkt zu verbinden ist – kann jeder einen Beitrag zur sozialverträglichen Gesellschaft leisten.