Ausstellung
Noch bis 2. März im Dortmunder U: Moving Types – Lettern in Bewegung
Von Max Frisch zu Superman: Die weissen Würfel enthalten Clips zur Mediengeschichte der Typographie Foto: bent

Das hat man gar nicht auf dem Schirm. Filme verbindet man üblicherweise vor allem mit Bildern. Mit Einstellungen, die sich ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt haben oder Porträts großartiger SchauspielerInnen, mit Momenten, die nicht selten dazu verleiten, ganz zu vergessen, dass der Film einen wesentlichen Hauptdarsteller hat, noch bevor er bildlich wird: der Buchstabe. Der Buchstabe trägt den simplen wie faszinierenden Moment des Kinos, den (Film-)Vorspann, der einsetzt, wenn das Licht aussetzt, als Übergang zur Bilderwelt des Kinos. Die Buchstaben erscheinen und versichern: Das ist nichts als Kino. Mit dem Film haben nicht nur die Bilder angefangen, das Laufen zu lernen, sondern auch die Lettern. Diesem Aspekt widmet sich die Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“.

Ausstellungseröffnung: „Aus unserem Leben in die Freiheit - Lisa Tetzner und Kurt Kläber: Leben und Werk“
Weiß, was sie sagt: Wiltrud Apfeld. Foto: as

Wer kennt sie nicht, die rote Zora mit ihrer Bande? Das aufmüpfige Stück Jugendliteratur ist längst ein Unterrichts-Klassiker. Aber klingelt auch was bei den Namen Kläber und Tetzner? Mit der am Sonntag eröffneten Ausstellung im Zentrum für Stadtgeschichte/Stadtarchiv wird dem Schriftstellerehepaar Lisa Tetzner und Kurt Kläber (Pseud. Kurt Held) ein verdientes Denkmal gesetzt. Eine spannende Reise durch die (Literatur-)Geschichte, nicht nur für eingefleischte GermanistInnen.

Sonderausstellung „Nofretete – 100 Jahre Entdeckung und Faszination“ an der RUB
Jäger des gefundenen Schatzes: Präsentation der Nofretete-Büste am Fundort Tell el-Amarna am 6. Dezember 1912. Foto: Prinz Johann Georg von Sachsen/Universitätsarchiv Freiburg

Ihr Name lautet übersetzt: „Die Schöne ist gekommen“. Sie war eine der mächtigsten Frauen des alten Ägyptens, gilt bis heute als Ikone der Schönheit und der Umzug ihrer Büste innerhalb Berlins versetzte nicht nur die Kulturindustrie in helle Aufregung. Die Rede ist natürlich von Nofretete. Bis Dezember hat sie ein Gastspiel in Bochum. Der Eintritt lohnt sich – und zwar nicht nur, weil er umsonst ist.

Ausstellung „CRASH Bochum“ im FKT bringt 30 KünstlerInnen zusammen
Nicht immer alles zu ernst nehmen! Barbara Hacura posiert vor ihren Gemälden. Foto: mar

Da wird zusammengeführt, was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst: „CRASH Bochum“ heißt der zweite Teil einer internationalen Kunstausstellung. Der erste fand im Mai im schlesischen Katowice (Kattowitz) statt. Hier wie dort stellten und stellen 15 KünstlerInnen aus Polen und 15 aus Deutschland aus. Das Crash im Titel spielt dabei nicht auf den medial überstrapazierten Begriff culture clash und seinen Wortspielbruder culture crash an, sondern auf den Zusammenprall unterschiedlichster künstlerischer Ausdrucksformen, Ansichten, Techniken und Inhalte. KünstlerInnen profitieren vom fruchtbaren Austausch untereinander, BesucherInnen erwartet im Freien Kunst Territorium (FKT) eine äußerst vielfältige Ausstellung, deren erster Teil bereits 4.000 Menschen anzog.

Alles über die kulturelle Bedeutung des Schädels im Archäologischen Museum Herne
Direkt an der U35: Herne begrüßt Besucher mit Totenköpfen. Foto: Wikimedia / Arnoldius (CC BY-SA 3.0 DE)

Ob Johannes der Täufer, die Medusa oder Hamlet – alle drei verbindet man zumindest auf den zweiten Blick mit einem Schädel. Das mehr oder minder weise Haupt des Menschen hat diesen schon immer fasziniert. Und die Faszination ist noch lange nicht am Ende. PiratInnen (echte, nicht die politischen FreibeuterInnen), Motorrad-Gangs und AnhängerInnen des FC St. Pauli schmücken sich noch heute mit dem fleischlosen  Gebilde aus verschiedenen Knochen. Irgendetwas muss also dran sein an den leeren Augenhöhlen und den ewig grinsenden Zähnen. Eine morbide Faszination, die uns mehr anzieht als dass sie uns abstößt. Dem Kult um den toten Kopf hat das LWL-Museum für Archäologie in Herne seit November eine Sonderausstellung gewidmet.

Neue Ausstellung im Bergbaumuseum über die Geschichte Zentralasiens
Traditionelles Wohnen: Eine Jurte von innen. Foto: mar

Am 26. Januar öffnete sich das Herz des Ruhrgebiets für das Herz Eurasiens: Die Ausstellung „Unbekanntes Kasachstan“ ist bis zum 30. Juni 2013 im Deutschen Bergbaumuseum Bochum zu sehen. Dem Forschungsschwerpunkt des Museums folgend liegt der Fokus der Ausstellung auf archäologischen Funden aus dem heutigen Kasachstan. Dieses heutige Kasachstan wird dem Besucher ebenfalls anschaulich näher gebracht.

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