Antisemitismus
Kommentar: Dortmunder Stadtrat wird zur Bühne für antisemitische Provokation

Eine geschmacklose Provokation der Partei „Die Rechte“ im Dortmunder Stadtrat sorgt für Aufsehen: Vergangene Woche fragte Dennis Giemsch, Ratsvertreter der „Rechten“, nach der Anzahl der in Dortmund lebenden BürgerInnen, die dem jüdischen Glauben angehören.

Krieg und Frieden: Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg – heute erschüttern die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten
Krieg damals und heute: Am Sterben hat sich nichts geändert. Grafik: mar

Das globale Gemetzel des 1. Weltkriegs forderte Millionen Menschenleben. Mit einer einzigen Ausnahme stimmte auch die Sozialdemokratie am 4. August 1914 den Kriegskrediten zu. Vermeintlich linke und pazifistische Kräfte lassen auch heute noch ein klares Nein gegen Kriege vermissen.

:Kommentar: Israelkritik bedient sich auch antisemitischer Muster

Jede Kritik an Israels Militäreinsatz im Gazastreifen als Antisemitismus zu bezeichnen, ergibt keinen Sinn. Ebenso aber auch, sich reflexartig diesen Vorwurf der ach so berechtigten Israelkritik gegenüber zu verbitten. Es macht einen Unterschied, wer warum und wie Kritik äußert, denn Antisemitismus beginnt nicht erst mit Brandsätzen auf Synagogen.

:Kommentar: Primitive PazifistInnen: Friedensstimmen im Nahost-Konflikt

Pazifismus und Humanismus gehen nicht mit der Konjunktur. Deutschland ist wieder wer: die bestimmende Macht in Europa, Exporteur von Waffen und stationierten SoldatInnen um den ganzen Globus. Der mediale Diskurs marschiert im Gleichschritt: Von FAZ über WAZ bis hin zu den Ruhrbaronen – keine Kritik der israelischen Kriegspolitik, die nicht vom Vorwurf, antisemitische Hetze zu betreiben, verschont wird. Pünktlich zum 100. Jubiläum des massenhaften Gemetzels des 1. Weltkriegs wird die Verblendungsmaschinerie angekurbelt.

Nach der StuPa-Debatte ist vor der StuPa-Debatte

Unser Bericht zur letzten Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) in der vergangenen Ausgabe der :bsz hat sich in einem kurzen letzten Absatz mit einer Debatte der ParlamentarierInnen beschäftigt, die das Ring-Festival RUB und die Förderung desselben durch den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zum Thema hatte.

In Ungarn wird Antisemitismus ein zunehmendes Problem
Das ungarische Parlament: Zuletzt Bühne für antisemitische Ressentiments. Foto: rl

Antisemitismus ist in vielen europäischen Gesellschaften weiterhin ein grassierendes Problem, wie zahlreiche Studien der jüngsten Vergangenheit nahelegen (zuletzt etwa eine vergleichende Analyse acht europäischer Länder durch die Universität Bielefeld). Die Ereignisse, die sich in den letzten Wochen und Monaten in Ungarn abgespielt haben, sind in jeder Hinsicht inakzeptabel und geben vor dem Hintergrund ungarischer Vergangenheitsbewältigung besonderen Anlass zur Sorge. Zuletzt sorgte Márton Gyöngyösi, Politiker der rechtsextremen Partei Jobbik Magyarországért Mozgalom („Bewegung für ein besseres Ungarn“) für einen Eklat, als er die Erstellung von „Judenlisten“ forderte; insbesondere jüdische ParlamentarierInnen müssten aus Sicherheitsgründen erfasst werden, so Gyöngyösi.

Zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht
Bei der Reichspogromnacht zerstörte orthodoxe Synagoge in München. Foto: Bundesarchiv Bild146-1971-099-63

Die vom NS-Regime organisierten und gesteuerten, landesweiten antisemitischen Pogrome vom 07. bis 13. November 1938 markierten den Wendepunkt von der Diskriminierung und Entrechtung jüdischer Menschen in Deutschland seit 1933 zu ihrer systematischen Verfolgung. Ihren Höhepunkt erreichten die Novemberpogrome in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938. 

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