Anarchismus
„Nikotin“ von Nell Zink
Das Leben der HausbesetzerInnen: US-Autorin Nell Zink lebte selbst lange Zeit in der Berliner Szene, in ihrem neuen Roman beschreibt sie die Squatting-Kultur in den USA.Bild: Renate Hildebrandt Cc BY-SA 3.0

Literatur. Schrullige HausbesetzerInnenwelt: US-Autorin Nell Zink schildert in ihrem dritten Roman „Nikotin“ das Leben von anarchistischen AußenseiterInnen. Ein wilder Stil, schräge Dialoge und eine besondere Verbindung zum Schriftstellerkollegen Jonathan Franzen.

Die :bsz-Glosse

Anarchie: Hätte Noah keine Arche gebaut, gäbe es heute nicht nur keine Gürteltiere, Nasenbeutler und Schabrackentapire mehr, sondern auch keine Menschen und damit höchstwahrscheinlich keine Herrschaft (zumindest bis die Delfine nicht ein paar Konzepte von Besitz und Hierarchie entwickelt hätten; bei diesen ständig falsch grinsenden Viechern weiß man ja nie…). Trotzdem bedeutet „Anarchie“ nicht „Archlosigkeit“, sondern die Abwesenheit jeglicher Herrschaft.

Eklat an der RUB: Veranstalter unbekannt?
Work prohibeted? Lesung aus CrimethInc-Buch unterbunden. - Quelle: Unrast-Verlag Münster.

Am 12. Januar untersagte die Uni-Verwaltung überraschend eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der anarchistischen Schwarzen Ruhr-Uni (siehe :bsz 1028). In einer Pressemitteilung erhoben die VeranstalterInnen daraufhin Zensurvorwürfe. Wir haben nachgehakt und das RUB-Rektorat befragt, das die Vorwürfe zurückweist und die Entscheidung nun rein formal mit haftungsrechtlichen Regelungen begründet.

Keine Meinung ist auch eine Meinung

Bekenntnis gegen „schöne Seelen“: bentWarum es trotz Regelstudienzeitdrill, „Postideologie“ und anderen Verheißungen dann doch nicht ohne studentische politische Haltung geht.