Student erschossen

Polizeigewalt. Im Rahmen des kurdisch-alevitischen Neujahrs- und Frühlingsfestes Newroz wurde am 21. März der 25-jährige Kemal Kurkut in Diyarbakir von PolizistInnen erschossen. 

Der kurdische Student wurde an einer Sicherheitskontrolle in der zweitgrößten Stadt Anatoliens aufgrund seines Rucksacks, worin ein Messer gewesen sein soll, zurückgehalten. Laut YXK-Vorstand „wollten sie wohl, dass er sich komplett auszieht.“  Im Zuge der Diskussion wurde der 25-jährige Kurkut erschossen. Er unterlag wenig später seinen Verletzungen im Krankenhaus. 

Laut offizieller Stellen der Stadt wurde Kurkut verdächtigt, ein Selbstmordattentäter zu sein. Untersuchungen seien eingeleitet und zwei PolizistInnen, die im Zusammenhang mit der Tötung des Kurden stehen sollen, vorübergehend aus dem Dienst genommen worden. Wie bekannt gegeben wurde, enthielt der Rucksack Kurkuts Kleidung und Bücher.  

Im Rahmen der Beisetzung kam es zu einer Störung des Konvois. Grund sei die alevitische Abstammung des Erschossenen gewesen.                        

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