Projekt ,,UnVergessen‘‘ wird ausgezeichnet

Preis. Am Seminar für Slavistik / Lotman-Institut der RUB entstand ,,UnVergessen‘‘, ,,ein Projekt zur sprachlichen Situation russisch- und polnischsprachiger Pflegebedürftiger‘‘, wie es auf der eigenen Homepage heißt. Geleitet wird es von Dr. Katrin Bente Karl, Oberstudien-
rätin im Hochschuldienst – welche am 19. November für  ihre „Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements‘‘ den Landeslehrpreis NRW erhielt.
UnVergessen möchte Russisch und Polnisch sowohl als ,,Stütze im Alter‘‘ als auch als ,,Fundament in der Jugend‘‘ instrumentalisieren. Was bedeutet dies konkret? Immer mehr eingewanderte ältere Menschen, die polnisch- oder russischsprachig sind, kämen in Pflegeheimen unter, in denen die Sprache gar nicht bis minimal gesprochen werden würde, woraufhin Probleme entstünden. Dabei sollen polnisch- und russischsprachige Student*innen helfen, indem sie als Gruppe ein Jahr lang diese stationär Pflegebedürftigen betreuen. Zum Beispiel durch Austausch in der Muttersprache, regelmäßige Treffen und die daraus resultierende Unterstützung im Alltag soll geholfen werden. Zeitgleich können die Student*innen nicht nur ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen erweitern, sondern auch die neuen Kenntnisse wissenschaftlich ausarbeiten.
Das Projekt findet bereits seit 2016 statt und wurde sowohl von der Robert Bosch Stiftung als auch von
inSTUDIES gefördert. Zusätzlich hat es NRW-weit Kooperationspartner*innen, beispielsweise das Altenzentrum Kaiseraue in Bochum.

:leda