Open-Access an Unis?

Urheberrecht.  17 ProfessorInnen wenden sich mit einem Normenkontrollantrag gegen die von der Universität Konstanz erlassene „Satzung zur Ausübung des wissenschaftlichen Zweitveröffentlichungsrecht gemäß Paragraph 38, Absatz 4 Urheberrechtsgesetz (UrhG)“. Laut Satzung sollen „Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung möglichst frei zugänglich sein“. Sie verpflichtet UrheberInnen wissenschaftlicher Beiträge entstanden, zur Publikation innerhalb eines Jahres nach der Erstveröffentlichung auf einen Open-Access-Server, sodass auf ihn weltweit entgeltfrei zugegriffen werden kann. Dies beruht auf Paragraph 44, Absatz 6 des Landeshochschulgesetzes. Nach diesem sollen Hochschulen ihr wissenschaftliches Personal durch Satzung verpflichten, das ihnen nach Paragraph 38 Abs. 4 UrhG zustehende Recht auf nichtkommerzielle Zweitveröffentlichung wahrzunehmen. Die ProfessorInnen sehen diese Open-Access-Vorgaben als unvereinbar mit der Forschungsfreiheit (Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes), die auch die Entscheidung über Ort, Zeitpunkt und Modalitäten der Publikation umfasse.

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