Numerus Clausus vor Gericht

Studium. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bezweifelt, dass sich die Regelung zur Zulassung zum Medizinstudium mit dem Grundgesetz vereinbaren lässt. Die Abiturnote spiele eine zu große Rolle und diese sei bundesweit nicht vergleichbar. Derzeit gibt es ein Quotensystem: Ein Fünftel der Plätze geht an die BewerberInnen mit den besten Abiturnoten. Ein anderes Fünftel ist für Bewerbende über die Wartezeitquote (derzeit 15 Semester) vorgesehen. Für die übrigen Plätze hat jede Universität ihr eigenes Auswahlverfahren. Die Studienplätze haben meist einen NC von 1,0. Im Wintersemester 2014/2015 kamen 43.000 BewerberInnen auf 9.000 Studienplätze.

Bis zur Verhandlung kann keine Prognose zur zukünftigen Vergabe der Plätze getroffen werden. „Der Numerus Clausus wird nicht direkt abgeschafft. Zuerst muss ein Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden, das alle 16 Bundesländer aushandeln“, so Kerstin Lütge-Varney von der Stiftung für Hochschulzulassung. „Im Staatsvertrag wird dann geregelt, wie die Medizinplätze vergeben werden; wir sind das ausführende Organ.“                                                            

        :sat

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