Nach:Gesehen

Rentner*innen, die über den Sinn des Lebens nachdenken und sich beklagen, wie schwer doch das Alter ist, hat man in Filmen schon genug gesehen. Darum haben sich die Macher*innen von Book Club etwas anderes überlegt. Hier soll abgerechnet werden mit all den Vorurteilen. Zunächst sind die drei Freundinnen Diane, Carol und Sharon skeptisch, als ihnen Vivian „Fifty Shades of Grey“ als nächstes Werk des Buchclubs vorstellt. Doch sie entdecken, dass dieses absurde Buch gar nicht so schlimm ist. Denn in Wahrheit geht es doch nur um die Liebe (wo wir wieder bei Kitsch landen). In der Komödie, an der sich wohl eher Frauen als Männer erfreuen werden, wird auch das Verhalten von jüngeren gegenüber älteren Menschen thematisiert: So soll Diane; wenn es nach ihren Töchtern geht, bei ihnen in den Keller ziehen. Der ist seniorengerecht umgebaut und es ist immer jemand bei ihr, um ihr zu helfen, wenn sie hinfällt. Das Potential des Filmes wird zwar nicht ganz ausgeschöpft, das Ergebnis ist trotzdem absolut sehenswert.

:mag

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