Mehr Honorar für Integrationskurse

Je 100 Lehrkräfte von Sprach- und Integrationskursen für Geflüchtete demonstrierten vergangenen Mittwoch in Berlin und Düsseldorf für eine bessere Finanzierung der Kurse.

„Das ist leider sehr wenig, aber viele KollegInnen können es sich einfach nicht leisten, auf bis zu 200 Euro Honorar an diesem Tag zu verzichten“, erklärt Stephan Pabel vom Bonner Offenen Kreis, der die Düsseldorfer Demo mitorganisierte. Das mediale Interesse sei jedoch ein Erfolg.

Die Kritik richtet sich an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie das Bundesinnenministerium (BMI), die sich als nicht zuständig für Beschäftigung und Bezahlung der Lehrkräfte sähen.

„Wir halten diese Argumentation für unlauter, wenn nicht gar für sittenwidrig, denn der Sprachschulträger kann für die Kurse nur das und so viel bezahlen, was er vom BMI beziehungsweise BAMF für die Integrations- und Alphabetisierungskurse bekommt“, sagt Pabel. Sprachschulträger könnten Lehrkräften kaum das Mindesthonorar von 23 Euro pro Unterrichtseinheit bezahlen, da von 3,10 Euro Trägerpauschale auch andere Kosten abgehen.

Die Lehrkräfte fordern entweder ein höheres Honorar oder eine Festanstellung bei den Landesbildungsministerien; außerdem müssten neue Kurskonzepte her.

:joop