Landärzt*innenplätze begehrt

Medizin. Auf die Landärzt*innenplätze, die durch die neue Landärzt*innenquote (:bsz 1200) eingeführt werden, herrscht reger Andrang. So kommen auf einen Platz neun Bewerber*innen. Für voraussichtlich 290 der rund 1300 Bewerber*innen stehen nun im Juni die Auswahlgespräche an. Auf einen regulären Medizinstudienplatz bewerben sich deutschlandweit rund fünf potenzielle Studierende. Die Quote, die für das WiSe 2019/2020 erstmals in Kraft tritt, wurde im Dezember von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossen. Dadurch werden im Wintersemester 140 der Plätze des Medizinstudiums über eine Landärzt*innenquote vergeben. Diese bindet die Absolvent*innen nach ihrem Studium für zehn Jahre als Hausarzt*in an einen medizinisch unterversorgten Ort. Im Gegenzug steht das Studium Menschen offen, die kein Spitzenabitur haben, dafür aber beispielsweise bereits eine Ausbildung als Sanitäter*in oder ähnliches vorweisen können. Ärztekammern kritisierten die Quote, da sie dem Problem der alternden Ärzt*innenschaft nicht entgegenwirkt. Stattdessen forderten Verbände mehr Studienplätze.

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