Eskalierende Demos gegen den Gaza-Krieg

In den vergangenen Wochen hat es bundesweit mehrere Demos gegen den Gaza-Krieg gegeben. Zu einer Eskalation der Situation und einer Menge Kritik an TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen kam es Mitte Juli in Essen.

Der Demonstrationsaufruf der Linksjugend solid-Ruhr suggerierte manchen Menschen, Israel sei alleine Schuld an dem gewaltsamen Konflikt im Gazastreifen. Linkspartei-NRW-Chef Ralf Michalowsky sprach zwar auf der Demo von palästinensischen Angriffen, erntete aber wie die Linkspartei NRW und die Linksjugend harsche Kritik von allen Seiten. Unter den 2.000 TeilnehmerInnen waren auch pro-palästinensische AnhängerInnen, die sich offen antisemitisch äußerten. AugenzeugInnen berichten von Hitlergrüßen. Dass die OrganisatorInnen solches Verhalten tolerierten, wird von vielen Seiten verurteilt.

Schließlich eskalierte die Lage, als mehrere hundert TeilnehmerInnen der Demo auf eine Pro-Israel-Gegendemo stießen. Es flogen Flaschen, die Polizei reagierte mit einem Großeinsatz. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

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