Ein gefährlicher Virus

Erkrankung. Viele lassen sich Hepatitis B impfen. Doch warum ist das Virus so gefährlich? Ein deutsch-koreanisches Forscher*innenteam, bestehend aus Prof. Eike Steinmann von der Abteilung für Molekulare und Medizinische Virologie der RUB und RUB-Alumnus Prof. Marc Windisch vom Institut Pasteur Korea in Seoul, hat sich mit diesem Thema beschäftigt und kam mit einem neuen Hepatitis-B-Viren-Infektionssystem (HBV) in menschlichen Leberzellen zu neuen Erkenntnissen. Das größte Problem mit dem Virus bestehe darin, dass es in der Umwelt sehr stabil ist. HBV sind bei Raumtemperatur über Wochen ansteckend und überstehen auch kältere Temperaturen. Da Hepatitis B hauptsächlich über Blutkontakt übertragbar ist, „sollte sie durch geeignete Hygienemaßnahmen eigentlich beherrschbar sein“, erklärt Eike Steinmann. Dazu gehört vor allem die Anwendung von unverdünnten Desinfektionsmitteln. Das Virus verursacht eine akute oder chronische Entzündung der Leber, in deren Folge man sterben kann. Daher gilt es die Hygienerichtlinien strikt einhalten.
 

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