Bedürftige weiter mobil

Nahverkehr. Die Kritik an der von der schwarz-gelben Landesregierung geplanten Abschaffung des Sozialtickets hat das Landesverkehrsministerium NRW offenbar erreicht. Nachdem wir noch letzte Woche darüber berichteten, das vergünstigte Sozialticket für Bedürftige werde abgeschafft (:bsz 1149), rudert Verkehrsminister Hendrik Wüst jetzt zurück: „Die Debatte in den letzten Tagen hat viel Kritik hervorgerufen. Es ist unbestritten, dass Bedürftige auch in Zukunft zu fairen Preisen mobil sein müssen.  Individuelle Mobilität bedeutet Teilhabe. Deswegen muss es auch in Zukunft ein entsprechendes Angebot geben.“ 

Nach wie vor sei die Situation um das Sozialticket aber „nicht befriedigend“, meint Wüst. Es hänge stark vom Wohnort der Bedürftigen ab, ob sie sich ein Sozialticket leisten können, da es viele verschiedene Preise und Ticketmodelle gebe, die stark variieren. Zudem gebe es Kreise, die das Sozialticket gar nicht erst anbieten. Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag sehe vor, „das Ticketsystem mittels digitaler Anwendungen stärker landesweit zu vereinheitlichen“.   

     :tom