Plan B für Opel

General Motors möchte zusammen mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung einen Perspektivenplan für das in Bochum befindliche Opel-Werk erarbeiten. Die Arbeitsgruppe „Bochum Perspektive 2022“ setzt sich aus VertreterInnen des Unternehmens, der ArbeitnehmerInnen, der Politik und weiteren Führungskräften der Region zusammen. Sie soll „gute Konzepte“ erarbeiten, wie man den Bochumer Standort auch in Zukunft erhalten könne, so ein Opel-Sprecher. Unabhängig von der Arbeitsgruppe laufen die Verhandlungen zwischen Opel und den Beschäftigten weiter. Diese fordern einen Erhalt des Werks über 2016 hinaus. Die Chancen hierfür stehen jedoch schlecht. 2016 läuft die Produktion des aktuellen Zafira Tourer in Bochum aus. Nachfolgemodelle für den Produktionsstandort sind nach Angaben der Adam Opel AG in Rüsselsheim nicht geplant. Da General Motors 2012 einen Verlust von 1,8 Milliarden US-Dollar in Europa erwartet, ist fraglich, ob die Arbeitsgruppe überhaupt etwas an der Situation von Opel ändern kann. Allein im dritten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen ein operatives Minus von 500 Millionen US-Dollar, was einem Verlust von einer Milliarde US-Dollar seit Jahresbeginn entspricht.