Kolumne

Stupa: Nein, nicht das Studierendenparlament. Ohne Binnenmajuskel ist der Stupa ein buddhistisches Bauwerk. Dessen Elemente – Basis, Kuppel, Spitze – können von einer Lotosblüte über einen Berg bis zum gesamten Kosmos vieles symbolisieren. Auch äußerlich ist der Stupa – ähnlich wie sein Artgenosse, der Kirchturm – sehr experimentierfreudig und vielgestaltig.

Dieser Artikel befasst sich mit Personen – männlich und weiblich –, die  mehr oder weniger professionell kokeln...

Motivation: VSPL glüht vor Anstrengung und ist bereit für die Anmeldungen der Studierenden, die fleißig ihre Stundenpläne zusammenstellen. Die Pläne füllen sich, Freistunden sind überbewertet.

Matrix: Das ist doch alles gar nicht echt. Es geht nicht um Votingergebnisse in den Öffentlich-Rechtlichen, sondern um alles um uns herum: Die Möbel, Straßen und Gebäude, die Flur und der Wald, der Himmel und das Meer. Ja nicht einmal unser eigener Körper ist echt. Das wissen wir nicht erst, seit uns die Wachowski-Geschwister 1999 die rote Pille vorgesetzt haben.

 Nein Nein Nein! Unsere tausendste Ausgabe steht vor der Tür und der Wandel nimmt seinen Lauf. Es gibt noch immer viel zu tun und zu wenig Zeit. Was für Themen? Wie soll die neue Ausgabe aussehen? Werden wir unseren Verstand noch verlieren? Was sollen wir bloß tun?!

In meinen Sätzen wimmelte es vor lauter Schwänzen, Obelisken und Pershing-II-Raketen, aber die sind jetzt alle explodiert und ich sehe nur noch Sterne. Ich vermute, das bedarf einer Erläuterung.

Am Wochenende habe ich auf Europas größter Duftausstellung „Himmlische Düfte und Höllengestank!“ erfahren, dass Eizellen nach Maiglöckchen riechen. Ein Vortrag zum Thema „Wie Geruch unser Kaufverhalten beeinflussen kann“ weckte mein Interesse schon vorher. Auf dem Weg zum Blue Square in der Bochumer Innenstadt überlegte ich: Wo könnten überall Düfte eingesetzt werden?

Die ARD hat ihren Nachrichtensendungen ein neues Studio spendiert. Auf einer fast 18 Meter langen gekrümmten Leinwand, auf die Bilder, Videos und 3D-Grafiken projiziert werden können, und zwischen zwei geschwungenen Tischen präsentieren die NachrichtensprecherInnen der ARD seit Samstagabend sämtliche Tagesschau-Ausgaben, die Tagesthemen und den Wochenspiegel. Überhaupt wurde das Design modernisiert, die Eingangsmelodie etwa neu arrangiert. Die ARD hat sich alle Mühe gegeben, in den zwei Wochen zuvor Spannung auf den Wechsel zu erzeugen, in Erklärstücken darzulegen, was das neue Studio alles leisten kann und wieviel es gekostet hat: 23,8 Millionen Euro. In den Kommentarspalten meldete sich sofort Protest, der in seiner Reflexhaftigkeit fast schon erwartbar war, aber schwer nachvollziehbar ist.

Es ging vor Kurzem wieder los – das präsente Lernen an der Ruhr-Universität, unserer unansehnlich in Beton gehüllten, vielfältigen und großen Alma Mater. Die vorlesungsfreie Zeit am hinteren Ende des WiSe ward durch die ersten Veranstaltungen des SoSe abgelöst. Einem größeren Teil der Studierenden war die entspannte Zeit nach den letzten Hausarbeiten auch diesmal wieder zu kurz (und teils zu kalt) erschienen. Jedenfalls weicht die Kälte jetzt endgültig der Wärme und die räumliche Leere auf dem Campus weicht erneut dem Betrieb der Lehre. Erstis freuen sich auf das Abenteuer ihres Studiums und den Einstieg ins Studi-Leben. Beruflich eingespannte Langzeitstudierende blicken dagegen zielgerichtet den von ihnen noch benötigten Scheinen entgegen, für den Abschluss des Studi-Lebens. Eine höchst heterogene Masse wuselt durch das betonierte Areal, in dem positive Weichen für die Zukunft gestellt werden sollen.

Es ist Warnstreik. Schon zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen stehen sämtliche kameraüberwachten U35-Räder still, weil Verdis starker Arm es will.

Seiten