Kolumne

Last: Etwas, das von jemandem getragen oder transportiert wird und dabei durch sein Gewicht als drückend empfunden wird. Etwas, das drückend auf jemandem liegt, muss aber nicht zwangsläufig materiell sein, sondern kann auch die Psyche belasten, emotional einwirken.

Diss: Ein Kurzwort für Dissertation, was bekanntlich eine wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des Doktorgrades ist. Manche PolitikerInnen können auch einfach nur behaupten, dass sie promovierten und niemand überprüft dies – im blinden Vertrauen. In solchen Fällen wird solch eine Person in den Medien gedisst.

Fangen: Bezeichnet das Ergreifen oder Erfassen eines zum Beispiel geworfenen Objekts, kann aber auch das 

Trash: Anything useless that should be thrown into a rubbish bin – don’t litter! Basically a worthless piece of junk that you simply chuck out. Though if you thoughtlessly did that with toxic or radioactive waste you might end up with some really interesting results …

Aufschneiden: Etwas durch einen Schnitt öffnen, in kleine Teile zerlegen. Wird als Begriff ebenso bei der Obduktion von Leichen verwendet wie auch beim Wurst und Käse in mundgerechte Portionen bringen. Hier gilt: Aufschnitt ist eben nicht gleich Aufgeschnittenes.

 

Ordnung: Zustand einer Gruppe oder Gesellschaft, der Sicherheit vermittelt und durch Regeln und Selbstregulierung in Form von Sanktionen aufrechterhalten werden kann. Nicht zu verwechseln mit Chaos. Ebenfalls Beschreibung eines (Studierenden-)Haushaltes, in dem kein Staubkorn an der falschen Stelle liegt. Beide Bedeutungen entsprechen nicht immer den realen Verhältnissen. 

Blüte: Ein unverzweigter Kurzspross mit begrenztem Wachstum, beziehungsweise der sich in vielerlei Form und Farbe herausbildende Teil einer Pflanze, der Samen und Frucht hervorbringen soll. Kann auch einen hohen Entwicklungsstand beschreiben, etwa eine wirtschaftliche Blüte, welche wiederum aus dem Geschäft mit Blüten, also Falschgeld, entstanden sein mag und daher trügerisch ist. 

Digital: Verbinden wir meist mit Computern, Mikrochips und allem, was cyber-mäßig daherkommt. Die etymologische Wahrheit ist allerdings eine weitaus profanere. Dem Wort liegt nämlich der lateinische digitus, der Finger, zugrunde. Drum hüte sich, wer intimen Körperkontakt scheut, vor digitalen Enddarmuntersuchungen. Dabei wäre analog die passendere Wortwahl. Das stammt vom griechischen ἀνάλογος (etwa: „verhältnismäßig“). Ganz unangebracht wäre auch das nicht, da „griechisch“ eine Praktik bezeichnet … man kommt aus den schweinischen Witzen kaum noch heraus. 

Wahl: Das Sichentscheiden zwischen  mehreren Möglichkeiten. Auch eine Abstimmung über die Berufung einer Person in bestimmte Ämter oder die Zusammensetzung bestimmter Gremien. Zuletzt auch das Gewähltwerden einer Person durch Abstimmung in ein bestimmtes Amt.
 

Küken: Ein Geflügel-Jungtier, besonders des Huhns. Umgangssprachlich auch ein kleines Kind oder ein unerfahrenes Mädchen. Beinahe niemandem bekannt als ein in einen Hahn eingebauter, drehbarer, kegelförmiger Teil zum Öffnen und Schließen.Grafik: freepik

Seltene Anblicke sind tierische Küken heutzutage, wo man ihren eigentlichen Ursprung doch in gekochter oder gebratener Form verspeist. 

 

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