Kolumne

Doch doch, Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg hat endlich den Knall gehört. Es war ein Böller, der im Hörsaal der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg neben ihm explodierte. Der Anlass: Der Campusableger der Petry-Partei lud zu einer Veranstaltung zum Thema „Geschlechterforschung“. Doch die Veranstaltung fiel ins Wasser.

Abschließen: Verwendet, um das Unzugänglichmachen von Gebäuden oder Grundstücken durch Anbringen eines Schlosses oder Riegels zu bezeichnen. Häufig auch im gehobenen Sprech zu finden, um kenntlich zu machen, dass beide Seiten eines Vertrags oder einer Verhandlung zu einer Einigung gekommen sind.

Wort: Vage definierte, eigenständige sprachliche Einheit, die abzugrenzen ist von Phonemen (Lauten in der Sprache) und Morphemen (kleinste bedeutungstragende Einheit in der Sprache). Während die einen sich damit beschäftigen, große Reden (und damit auch Worte) zu schwingen, sind andere darauf bedacht, ihr selbiges zu halten.

Fest: Das Gegenteil von lasch, laff, lauchig. Dieses Adjektiv hat eine sprachhistorische Entwicklung durchlaufen, die verwinkelter ist als die Ränkespiele bei „House of Cards“. So wurde aus der umgangssprachlichen Variante „feste“ die Bezeichnung für ein Bollwerk.

Chemie: Naturwissenschaft, die sich mit Eigenschaften, Zusammensetzung und Umwandlung von Stoffen und ihren Verbindungen beschäftigt. Wer gutes Lehrpersonal hat (der beste Lehrer Deutschlands in dem Bereich kommt übrigens aus Bochum), lernt dort mehr als nur wissenschaftlich akkurate Breaking Bad-Fanfiction zu schreiben.

Glück: Wenn ein Umstand oder Ereignis günstig ausgeht, man Glück hat. Umgangssprachlich sagt man auch Schwein haben. Bekanntes Glückssymbol ist unter anderem ebendieses.

Abziehen: Wird verwendet für die Subtraktion, das Zurückrufen von Truppen aus militärischen Einsatzgebieten, aber auch, um das Abbinden von Soßen mithilfe von Eigelb zu beschreiben. Häufig auch im Jugendsprech zu finden, um den Straftatbestand der räuberischen Erpressung, cooler und weniger kriminell klingen zu lassen.

Krank: Ein Zustand, bei dem das körperliche oder geistige Wohlbefinden beeinträchtigt ist. Da der Sommer nun zu Ende ist, hält der Herbst mit seinem kalten und regnerischen Wetter Einzug, was zur Erkrankung vieler Menschen führt. Erst ist man kränklich; man hat eine laufende Nase und etwas Husten.

Bauen: Für Hobby-HeimwerkerInnen und Baumarkt-PilgerInnen heißt das: Ärmel hoch- und Bude umkrempeln. Visionen erschaffen. So wie in Querenburg, als vor 50 Jahren diese Beton-Oase des Wissens aus dem Nichts gestampft wurde: Klackende Stein-Klötze, Tauben-Terror, Aspest-Aromen. Alles denkmalgeschützt!

Leben: Am Leben sein, nicht tot sein. Sein Leben in bestimmter Weise verbringen, ansässig an einem bestimmten Wohnsitz sein, sich in einem bestimmten Verhältnis befinden.

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