Kolumne

(Jacq) Wir schreiben den 30. September 2013. Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages noch einmal einen Kugelschreiber in den Händen halten würde! Ein geschriebener Tagebucheintrag! Ein geschriebener Tagebucheintrag auf Papier! Mit einem Stift! Mit meinem eigenen eingerosteten Schriftzug!

Heiliger Stuhl ist auch nur Scheiße. Diesen Satz liest man bisweilen, allein in diesem modernen Medium, das man Internet nennt, 92.500 Mal.

Für mich geht nichts über eine gut gemachte Serie oder einen spannenden, informativen und bestenfalls unterhaltsamen Film. Auch Dokumentationen können mitunter sehr fesselnd und sehenswert sein. Für einen Menschen wie mich, der sich in seiner Freizeit mit der Geschichte des Films, der Schauspielerei und den inhaltlichen Aspekten der visuellen Medien beschäftigt, ist eigentlich keine Sekunde bewegtes Bild eine verschenkte Sekunde. Alles hat irgendwo seinen Wert und seine Daseinsberechtigung. Wie und mit welchem Maß diese gemessen wird, ist fast immer ein höchst subjektives Unterfangen.

Ich bin jetzt gegen Papier. Ich hasse Papier. Papier ist das Grundübel der Postmoderne. Ich sitze an einem Artikel für die :bsz... Die :bsz ist die „älteste kontinuierlich erscheinende Studierendenzeitung der BRD“, heißt es in fast jedem Text, der diese Zeitung zum Gegenstand hat. Wahrscheinlich ist es dieses kleine, missverständliche Wort „erscheinende“, das den ganzen unnützen Wahnsinn ausgelöst hat. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher: „Erscheinen“ hat nichts mit „auf Papier gedruckt und verteilt werden“ zu tun!

Mit letzter Kraft schaffe ich es, die Tür zuzudrücken. Ich stehe noch eine Weile schnaufend, völlig außer Atem, mit dem Rücken zur Tür. Es klopft. Erst leise, dann lauter. „Du wirst mich nicht kriegen“, presse ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

Seitdem jedeR dahergelaufeneR BWL-StudentIn glaubt, den GriechInnen die Finanzkrise erklären zu können, ist eines etwas in Vergessenheit geraten: Athen ist nicht nur vom Smog umwaberter Sockel der Akropolis und nicht nur Mausoleum für Drachme und Euro. In der Hauptstadt der Hellen­Innen steht auch nach wie vor die vielzitierte Wiege der Demokratie (fragt nicht wo). Und da niemand ernsthaft behaupten kann, die Eurokrise in ihrer Gesamtheit geistig durchdrungen zu haben, kann man besser etwas von den Altvorderen lernen als deren Nachkommen mit erhobenem Finger zu maßregeln. Statt schulmeisterlicher Strenge ist Demut angesagt. Denn vor Jahrtausenden schafften die alten GriechInnen bereits, was an der RUB noch weitere Jahrtausende entfernt scheint: Ein aktiv genutztes System der demokratischen Teilhabe zu etablieren.

„Mich haben sie nicht bekommen“, säuselt Hans Leichtgläub grinsend vor sich hin und reibt sich dabei zufrieden seine altgrauen Hände. Enthusiastisch, mit der Kraft eines 17-jährigen Jungspundes, erhebt er sich von seinem monströsen, halbverwesten, grüngelblichen Ohrensessel und schlendert hinüber zum Konservenschrank, der eigentlich gar kein wahrer Konservenschrank ist, lediglich einer sein sollte. In dem nur halb und zum Teil abwegig aufgebauten Ikeaschrank stehen hunderte Energydrinkdosen. Stolz wie ein neugeborener Erfinder bei seiner ersten Heureka-Erfahrung bewundert er sein lebenssicherndes Werk.

Season changes are never easy as you still remember the long and hot days of summer. The idea of white cold snow suddenly seems terrifying. The darkness outside isn’t too helpful either. You have no motivation to leave your nice and cozy bed. Wake up! Even winter can be fun.

 „Wir schenken uns nichts“ –Wieder einmal, alle Jahre wieder. Aber was? Wir haben noch einige Tipps für Kurzentschlossene und alle, die nach den Feiertagen in Gutscheinen und zu viel Geld ertrinken.

Wer das passen­de Geschenk für den/die unver­meidliche/-n ModellbahnbastlerIn im Bekanntenkreis noch nicht gefunden hat, dem sei dieses wärmstens empfohlen: Der neue Castor-Schmalspurzug zum Selberschottern. Es ist fast wie bei Loriots legendärem Sketch „Wir bauen ein Atomkraftwerk“ – nur realistischer, da interaktiv.

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