Kolumne

Nicht mal einen Monat im Amt und schon platzt dem Herrn Macron fast der Kopf vor Aufgeblasenheit. Frei in Pipi Langstrumpf-Manier strickt der feine Herr sich nicht nur seine Welt, sondern auch das Bild, das die Öffentlichkeit von ihm haben wird. Es will schließlich gut überlegt sein, wen man in seinem Gefolge haben will.

Schon wieder muss ich mich über die FDP Wahlwerbung zur NRW Landtagswahl 2017 aufregen. Schön populistisch, schön dumm. 

 

Kleine Geister, große Ideen; der unumstößliche Glaube, dass die eigene Idee genau DAS ist, worauf die ganze Welt gewartet hat. Hungersnot beenden, Weltfrieden stiften und nicht zuletzt natürlich den eigenen Geldbeutel mit unzähligen lila Scheinchen zum Bersten bringen. Und dabei der völlig verlorene Draht zur Realität. Willkommen im Silicon Valley. Neueste Errungenschaft ist der Juicero!

Über dem miefenden Sofa-Sumpf erhebt sich ein Licht, die matschgewordenen MüßiggängerInnen aus dem Winterschlaf zu holen. Die RUB ruft auf, das hauseigene Team beim AOK-Firmenlauf zu unterstützen. Ein reuevoller Blick nach unten. Unzeitgemäße Verkostungen prägten die Landschaft; tiefe Täler und kurvenreiche Reliefs bildeten sich.

Der NRW-Wahlkampf hat angefangen. Und Zack, direkt hängen die ersten Slogans, abgedruckt auf bunten Wahlkampfplakaten, in der Stadt. Auf einem Plakat erklärt Christian Lindner von der FDP: „Besser ein Land wechselt die Politik als die Unternehmen das Land.“

Die Banken … am Ende doch irgendwie nichts anderes als jeder andere Wirtschaftsbetrieb mit Einnahmen und Ausgaben. Neben Zinsen für Darlehen müssen aber auch andere Einkünfte generiert werden. Und schließlich will Service ja auch bezahlt sein.

Das Bafög-Amt schimmelt. Ja, da wird jetzt müde gekichert „Wissen wir doch schon, sind ja schließlich Beamte“, aber nein. Zusätzlich zum Schimmeln der SachbearbeiterInnen schimmelt jetzt auch das Büro.

Vor kurzem hat ein alkoholisierter Freund einen grenzwertigen Witz gemacht. Problematisch daran war, dass er diesen auf Facebook öffentlich geteilt hat.

Ach AfD – ein Blick in das nach endloser Geheimniskrämerei öffentliche Wahlprogramm zur Bundestagswahl: Klimaleugnende wolle man KlimaoptimistInnen nennen, den Irrweg Klimaschutz beenden und mal richtig die Umwelt schützen – mit sauberer Atomenergie und Fracking. Steuerverschwendungen sollen strafbar werden.

Der gute Bundesnachrichtendienst, immer mal wieder in der Kritik, neuerdings wegen Bespitzelungen ausländischer JournalistInnen. Nichts Neues eigentlich. Bespitzelt werden wir alle. Hier ’ne Kamera, da noch eine. Ständig wird man aufgezeichnet. WhatsApp speichert Nachrichten, Skype schneidet Telefonate mit.

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