UNI:VERSUM
Intransparente Preispolitik beim Akafö. Studentische VertreterInnen in der Verantwortung

Das Essen auf dem Campus ist auf einmal so teuer! Warum überrascht uns das? Es stand im Geschäftsbericht des Studierendenwerks, die :bsz hat es angekündigt, es gibt studentische Vertreter im Akafö… wenigstens AStA und Studierendenparlament (StuPa) hätten was unternehmen können. „Die Kommunikation der Preisanpassungen ist verbesserungswürdig“, drückt Simon Gutleben, studentischer Vertreter im Akafö-Verwaltungsrat, es vorsichtig aus. Wichtig ist, wie es jetzt weitergeht.

Ab dem Wintersemester 2015/16 soll mit dem Studiticket Schluss sein
Der neue Vertrag wird nicht unterschrieben: Finanzreferent Sven Heintze sprach mit der bsz über die Kündigung des Semestertickets. Foto: bent

Nach der Kündigung des Semestertickets zum Wintersemester 2015/16 kritisiert der AStA der RUB, dass der VRR versuche, hierdurch die Studierenden zu erpressen, um einen neuen, teureren Vertrag durchzusetzen. Die vom VRR vorgeschlagenen Konditionen beinhalten eine stufenweise Anhebung des Ticket-Preises: In einigen Jahren wären es zusätzliche 50 Euro. Sven Heintze, AStA-Finanzreferent, kritisiert neben der intransparenten Linie des VRR auch die Berichterstattung der WAZ.

Kommentar: Wem die Mensa zu teuer ist, soll sich FreundInnen suchen!

Seit der drastischen Preiserhöhung in den Mensen und Cafeten des Akafö ist nunmehr ein Monat vergangen. Nur ein Bruchteil der Studierenden hat bisher am eigenen Geldbeutel erfahren, was diese „Preisanpassung“ bedeutet. Entsprechend schlecht wird die Stimmung an den Kassen zum Beginn der Vorlesungszeit werden – dann sind ja noch alle frisch motiviert und fünf Tage die Woche an der Uni und entsprechend oft in der Mensa. Da hätte man lieber den Sozialbeitrag erhöhen können!

Iliso Care Society & Youth Choir: Singen für die Völkerverständigung
Dürfen wir wiederkommen? Iliso gab ein begeisterndes Gastspiel in Bochum. Foto: USch

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, schrieb Theodor Adorno einst in seinen „Minima moralia“. Mit einem stimmgewaltigen Jugendchor und vollem Programm versuchte die „Iliso Care Society“, im Rahmen einer „interkulturellen Woche“ vom 20. bis 28. September das Gegenteil zu beweisen: 29 SüdafrikanerInnen legten am vergangenen Freitag in der Luxus-Campusgastronomie „Q-West“ eine hochkarätige Chor-Performance hin.

Preise rauf, Stimmung runter – viele Studis sind sauer
Alles leer: Leere Henkelmänner sorgen für leere Brieftaschen – und bald für leere Cafeten? Illustration: mar

Die jüngsten Preiserhöhungen beim Akademischen Förderungswerk (Akafö) haben für viel Unmut auf dem Campus gesorgt: „Die Stimmung unter den Studenten ist mies hier an der Kasse“, bestätigt eine Verkäuferin in der Cafeteria im Gebäude GA der :bsz. Doch auch der Frust beim Personal ist spürbar: „Viele Studierende beschweren sich über die Preiserhöhung, aber wir können ja nichts dafür. Wir haben nur die Weisung bekommen: ‚Ab 1.9. gibt es neue Preise.‛ Die Kassen wurden auch automatisch umgestellt, wir können da nichts machen, kriegen aber den Ärger ab.“

Akademie der Wissenschaften: „Auf Latein kann an der Uni nicht verzichtet werden“
Plädoyers für eine tote Sprache: (von links) Klaus-Peter Wegera, Wolfgang Dieter Lebek, Franz Lebsanft, Martina Häcker, Moderator Klaus Rosen. Foto: AWK NRW

Jahrelang kämpften die Fachschaften gegen den Latinumszwang für Studierende, die Lehrer oder Lehrerin werden wollen. Ende letzten Jahres gelang der Durchbruch: Die Reform der LehrerInnenausbildung in NRW will die Lateinpflicht für FremdsprachenlehrerInnen abschaffen. Die Akademie der Wissenschaften und Künste NRW (AWK NRW), der auch 24 Bochumer WissenschaftlerInnen angehören, sieht damit das Fremdsprachenstudium auf ein „unvertretbar tiefes Niveau“ gesunken und diskutierte am 8. September öffentlich über dieses Thema.

Internationale DoktorandInnen zu Gast an der RUB
Zwischen den Disziplinen: TheaterwissenschaftlerInnen versuchen den Brückenschlag. Foto: Peter Lück

Ende September findet ein von vier PromovendInnen der Bochumer Theaterwissenschaft initiiertes und realisiertes Forschungsprojekt seinen vorläufigen Abschluss. Insgesamt 17 DoktorandInnen aus den USA, Frankreich, Ungarn, Österreich und Deutschland wagten in den vergangenen Monaten Grenzgänge zwischen Theater,- Geschichts-, Literatur-, Medienwissenschaft und Philosophie, um Potentiale und Grenzen interdisziplinären Arbeitens auszuloten. Auf der öffentlichen Tagung In-between. Interdisciplinarity and Theatre Studies, zu der die OrganisatorInnen alle Interessierten herzlich einladen, werden die vier Projektgruppen ihre Arbeitsstände präsentieren.

Die :bsz wünscht einen guten Start ins Wintersemester 2014/15
   Das dreckige Dutzend: Die RedakteurInnen der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung ­— plus Archivar. Karikatur: ck

Liebe neue Kommidingsbums, wir heißen Euch herzlich willkommen an der betoniertesten Universität südlich der A40, im gelobten Land der höheren Bildung. An diejenigen, die schon länger dabei sind: Willkommen zurück!

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung, informiert Euch über das, was auf dem Campus, in der Stadt und darüber hinaus passiert. In dieser Sonderausgabe wollen wir vor allem denen, die neu an der RUB sind, etwas Orientierung geben – beispielsweise welche kulturellen Angebote es gibt, wie Gremien funktionieren, oder an welche nicht immer ganz ernst gemeinten Gebote man sich halten sollte (und die gelten nicht nur für Erstis!).

Engagiert für die Studierenden im Einsatz
Nicht nur träumen, :bsz-Wombat! Es gibt viele Möglichkeiten zur Entfaltung! Foto:wikimedia commons, AlterVista CC BY-SA-3.0

Ab Ausgabe 1015 stellen wir Euch jede Woche ein Gremium an der Uni vor: Was genau habe ich von einem AStA? Was passiert, wenn ich beim Fachschaftsrat anklopfe? Wer steckt hinter der FSVK? Und wo kann ich überhaupt mitmachen und meine Studienzeit sinnvoll nutzen? Hier vorab ein Überblick!

JedeR kennt ihn, jedeR zahlt ihn – aber wer bekommt ihn?

Wenn Ihr diese Zeilen lest, habt Ihr ihn vermutlich schon an die Uni überwiesen – wenn nicht, müsst Ihr das in jedem Fall noch tun. Für einige von Euch wird es das erste Mal sein, anderen ist er schon vertraut. Die Rede ist vom Semesterbeitrag. Im Wintersemester 2014/15 beträgt er genau 267, 66 Euro. Wir schauen uns mal genauer an, was mit dem Geld eigentlich bezahlt wird.

Seiten