UNI:VERSUM
Nach dem Reformstau: Mehr Geld für die Studierenden?
Wankas verspätete Finanzspritze: Seit 2010 hat sich beim Bafög nichts mehr getan. Karikatur: ck

Ganze sieben Prozent mehr Bafög soll es ab dem Wintersemester 2016/17 für die Studierenden geben. Ende Juli konnte sich die Bundesregierung auf eine Novellierung des Bafög-Gesetzes einigen. Nach jahrelangem Hick-Hack und anhaltenden Blockaden durch den Bundesrat brachte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka nun eine Bafög-Reform auf den Weg, die viel zu spät kommt.

Studierendenwerk zieht positive Bilanz aus 2013 – Doppeljahrgang gemeistert, viel geleistet
Finanzen aufgedeckt: Das Akafö 2013 in Zahlen. Grafik: :bsz

Das Akademische Förderungswerk (Akafö) hat Ende Juli seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Das Jahr stand ganz im Zeichen des doppelten Abiturjahrgangs, auf dessen „Ansturm“ laut Akafö-Geschäftsführer Jörg Lüken die einzelnen Bereiche des Studierendenwerks gut vorbereitet waren. Neben einem umfassenden Überblick über die vielfältige Arbeit des Unternehmens offenbart der Bericht aber auch: Das Essen an der Uni wird teurer.

Wohnheime kriegen endlich Metropolradruhr-Anschluss – auch in der Stadt tut sich bald was
Trotz Durchfahrtsverbot am metropolradruhr-Ständer im Uni-Center gibt es bald mehr von diesen Dingern - von den Ständern. Foto: USch

Vor knapp einem Monat war noch Thema im AStA, dass das metropolradruhr-Netz nicht wie vereinbart ausgebaut wird und die Studierenden nun weniger für den Dienst zahlen müssen (siehe auch :bsz 1007).

Mehr als nur der Tag der offenen Tür - Förderung für NRW und Bürger

Die Pforte zur Hochschullandschaft öffnete sich am 1. August ein Stück weiter für alle. Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ fördert Projekte, die zur berufsorientierten Weiterbildung dienen und sich vor allem an Menschen ohne Hochschulreife richten.

Ein lachendes und ein weinendes Auge: Adieu, Erasmus-Studierende
Multikulti mit einem Lächeln: Die vielen fröhlichen Gesichter des Erasmus-Programms. Fotos: privat, Collage: kac

Die letzten Wochen waren wegen Prüfungen und Abgabefristen ziemlich anstrengend. Jetzt da die Klausuren langsam vorbei sind, leeren sich die Wohnheime und wir hören jeden Morgen das Klacker-Geräusch der Rollkoffer. Unsere Gäste aus anderen europäischen Ländern fahren zurück in ihre Heimat.

Nur wenige Studierende beteiligen sich am Diskurs über den Umgang mit Rechtsextremen
Adama Sunshine & The Sunshine Reggae: Spielten am 18. Juli anlässlich der Kampagne „RUB bekennt Farbe“ im KulturCafé. Foto: bent

Obwohl die Frage nach dem Umgang mit Rechtsextremismus im universitären Kontext nach der Debatte um den RUB-Studenten Michael Brück hier aktueller denn je ist, klagt die von der Uni-Verwaltung mitorganisierte Initiative „RUB bekennt Farbe“ über mangelnde Beteiligung von Seiten der Studierenden.

VRR-Preiserhöhungen: Semesterticket in Gefahr

Viele AStA-VertreterInnen und hochschulpolitisch Aktive von Aachen bis Bielefeld fanden am 16. Juli auf Einladung des Allgemeinen Studierendenausschusses der Ruhr-Uni den Weg zu einem landesweiten Treffen in Bochum. Denn die Lage ist angespannt: Nach dem jüngsten Vorstoß des Verwaltungsrats des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) ist eine immense Verteuerung des Semestertickets zu befürchten (die :bsz berichtete). Daher gelte es nun, auf Landesebene den Druck zu erhöhen. Rasch waren sich die VertreterInnen des Landes-Asten-treffens (LAT) einig, den LAT-KoordinatorInnen Sonja Lohf (EFH Bochum) und Heraldo Hettich (Uni Bonn) hierzu ein Mandat für die politische und öffentlichkeitswirksame Arbeit zu übertragen.

RUB bekennt Farbe: Die geringe TeilnehmerInnenzahl wirft Fragen auf.
Das Klischee trügt: Studierende haben anscheinend gar keine Lust auf lange Diskussionen wie hier beim Runden Tisch gegen Rassismus. Foto: bent

Die Kampagne „RUB bekennt Farbe“ erreicht die Studierenden nicht. Zu dieser Erkenntnis kamen auch die Beteiligten des Runden Tisches am 16. Juli. Auch die Universitätsverwaltung, welche die meisten Veranstaltungen initiierte, beklagte dies und schlug vor, sich in Zukunft zurückzuziehen und VertreterInnen der Studierendenschaft die Gestaltung und Organisation der Kampagne zu überlassen. Ob es gemeinsame Aktionen von AStA und Oppositionslisten geben wird, ist allerdings noch offen. Währenddessen setzten viele Studierende beim RUB-gegen-Rechts-Konzert ein Zeichen gegen neofaschistische Umtriebe an der Uni.

Interkulturelles Abendessen: Iftar fand zum 7. Mal statt
Zum Interkulturellen Fastenbrechen ist die Mensa brechend voll. Foto: alx

Rund 800 Studierende und Interessierte feierten am 17. Juli das abendliche Fastenbrechen (Iftar) im Ramadan. AusrichterInnen des interkulturellen Abendessens war der AStA und das AAR (Autonome AusländerInnenreferat), die einen abwechslungsreichen Abend boten. JedeR, auch wer nicht fastete, war eingeladen teilzunehmen, in der offenen Atmosphäre den Tag ausklingen zu lassen und das Fasten zu brechen.

Fachschaften: Uni-Verwaltung stellt abendliche Raumnutzung infrage
Zapfenstreich an der Uni: Wer nach 21 Uhr noch lernt, arbeitet oder kommuniziert, fliegt. - Karikatur: mar

Nach dem letzten Campusfest waren Mitglieder des Fachschaftsrats (FSR) Geographie zu später Stunde durch Sicherheitsdienst-Mitarbeiter sowie RUB-Verwaltungsmitarbeiter Mihran Müller-Bickert unter Androhung polizeilicher Räumung zum Verlassen ihres Raumes aufgefordert worden (siehe vorige Ausgabe). Für ihre Sitzung am 7. Juli lud die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) den ‚Chef der Hausmeister‘ ein, sich den Fragen der Fachschaftsräte und der :bsz zu stellen.

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