Studium & Campus
Exzellenter Unsinn an der „Carl-Arnold-Kortum-University“
Eintrittskarte in die besseren Kreise: Das Studium an der Eliteuni. Foto: mar

Vergangenen Mittwoch feierte der Kurzfilm „Elite now!“ im Unikino Premiere. Der Hörsaal HZO 20 war voll mit Menschen in Abendgarderobe, schließlich sollte etwas vom Glanz der Elite und der Exzellenz auch auf das Beton-Hörsaalzentrum Ost übergreifen. Vor der Vorstellung gab es einen Sektempfang und eine Ansprache von RUB-Rektor Elmar Weiler, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hatte, danach exklusives Häppchenbüffet im Mensa-Foyer. Der Film zwischen Speis und Trank stellte sich als ambitioniertes, doch harmloses Stück kreativer Verarbeitung des Universitätsalltags heraus.

Im Querforum West entsteht (wieder) eine Mensa!
Das Tutorienzentrum: Wo einst die Freie Uni war, entsteht ' ne teure Bio-Bar? Foto: clu

Letzte Woche gab die Pressestelle der RUB bekannt, was viele bereits ahnten und die meisten doch überraschte: Ab dem 5. November bleibt das Tutorienzentrum im Querforum West geschlossen. Grund dafür ist der doppelte Abiturjahrgang im Wintersemester 2013/14, der 4.500 zusätzliche Studierende an die RUB bringen wird. Deshalb soll das TuZ wie bereits in den Jahren 2003-06 als zusätzliche Mensa fungieren. Doch das TuZ hat auch schon andere Zeiten erlebt. Ein Rück- und Ausblick.

Kindern aus Arbeiterfamilien die Angst vor der Uni nehmen
Die Gründerin von arbeiterkind.de: Katja Urbatsch. Foto: Nadine Wojcik

In Deutschland ist die Chance, ein Studium aufzunehmen, für Kinder von AkademikerInnen sechsmal so hoch, wie für Kinder aus nicht-akademischen Familien. Dies liegt zum einen an einem Schulsystem, das noch immer mehr SchülerInnen zum Abitur führt, deren Eltern bereits studiert haben, als solche aus Familien, die als „bildungsfern“ gelten. Aber auch von denen, die trotz ihren nicht-akademischen Elternhäusern die Hochschulreife erlangen, entscheiden sich nur wenige für ein Studium.

Burnout-Syndrom löscht das Seelenfeuer der Studierenden
Unfreiwillige Eremiten: Rückzug in die Isolation ist ein Symptom des Syndroms. Foto: flickr.com / Z. Smith Reynolds (CC-BY-NC-SA 2.0)

Auch an der RUB leiden immer mehr Studierende am Burnout-Syndrom. Die Psychologin Nina Strohmann erklärt dies mit dem „ansteigenden Leistungsdruck der Gesellschaft“. Die Studierenden vergessen, dass sie freiwillig die Universität besuchen, jede Aufgabe scheint bewältigt werden zu müssen. Die :bsz blickt hinter die Stresskulissen.

Studiengebührendebatte neu entflammt oder nur ein Strohfeuer?
"Gebührenfreiheit ist Umverteilung von unten nach oben!" - frei nach Marx. Foto: ks

Die Debatte um Studiengebühren ist eigentlich erledigt. Fast alle Bundesländer, die Studiengebühren eingeführt hatten, haben sie mittlerweile wieder abgeschafft oder sind auf dem Weg dahin. Ein breiter gesellschaftlicher Konsens, der quer durch alle Bevölkerungsschichten geht, lehnt Studiengebühren heute ab. 

Ein bedeutender Ort für Frauenbewegung und Frauengeschichte an der RUB

Die Bibliothek für Frauen- und Geschlechterforschung, Lieselle, bietet nicht nur umfangreiche Literatur, sondern seit diesem Semester auch gemischte Öffnungszeiten für Frauen und Männer. Die Studentin Anna Schiff, zentrale Ansprechpartnerin für die Organisation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Frauenbibliothek, arbeitet seit zwei Jahren bei Lieselle. Mit der :bsz sprach sie über die Bedeutung der Bibliothek.

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