Irrgarten RUB-Campus: Auf der Jagd nach Credit-Points muss man sich durchbeißen – doch Obacht! Lasst Euch nicht von Konkurrenzdruck, Monotonie, Fachidiotie und Lernstress erwischen. Illustration: ck
Ob Erstis, Zweitis oder ewige Langzeitstudierende – die :bsz begrüßt Euch auf dem Campus

Neue Seminare, neue KommilitonInnen – der Start eines Semesters ist immer eine Art Neuanfang. Das gilt natürlich besonders für jene unter Euch, die im Sommersemester 2015 ihr Studium an der RUB beginnen. Eines ändert sich jedoch nicht: Als Eure Studierendenzeitung ist die :bsz weiterhin für Euch da und begleitet Euch durch das Campusleben. Wir wünschen allen LeserInnen einen guten Start ins Semester! Viel Spaß bei der Lektüre der vorliegenden Semesterstartausgabe mit allerlei Wissenswertem zu Themen wie Semesterticket, Anwesenheitspflicht oder Stipendien.

Noch immer gibt es in einigen Seminaren bei zu häufigem Fehlen keine Note
Leere Bänke ohne Anwesenheitspflicht? Foto: bk

Wer ein Studium beginnt, hat von dem Klischee des Studis, der sich nie im Seminarraum blicken lässt und seine Prüfungen trotzdem besteht, bestimmt schon einmal gehört. Tatsächlich besteht nicht in jeder Lehrveranstaltung an einer Uni Anwesenheitspflicht und mit dem Hochschulzukunftsgesetz (HZG; 2014) wurde diese auf dem Papier sogar komplett abgeschafft – aber ganz so einfach sieht es in der Realität dann doch nicht aus.

Erlebnisbericht: Die Höhen und Tiefen der fünften Schreibnacht
Fragen und Probleme? Die SchreibtutorInnen helfen Euch gerne weiter! Foto: lux

5. März 2015. Schreibnacht. Circa 170 Studierende treffen sich im Universitätsforum um den Kampf gegen die aufgeschobenen Hausarbeiten aufzunehmen. Elf Stunden Zeit. Wer wird gewinnen?

Die Zoologische Sammlung der Ruhr-Uni
In den Tiefen der Meere und Dschungel: Holger Bäcker erzählt Euch die Geheimnisse der Tierwelt. Foto: kac

Vielleicht wart Ihr schon in den Kellerräumen des ND-Gebäudes. Aber wart Ihr auch schon mal in der Zoologischen Sammlung? Wenn Ihr den Zuständigen Holger Bäcker lieb fragt, bekommt Ihr die wohl informationsreichste Führung an der RUB.

Von Bar zu Bar oder nur Bares ist Wahres
Kenner: Der alte Pac-Man weiß, was gut ist. Grafik: ck/mar

Das Semester beginnt und was macht Ihr: Geht früh schlafen, um am nächsten Tag den grauen Alltag der Uni ausgeschlafen erleben zu können? Kotzt Euch das denn nicht an?

Fünf Fakten über das Semester-Ticket
Die Preisentwicklung des Semestertickets in Zukunft.

Fünf Fragen, fünf Antworten:

Was soll die Aufregung?

Ist doch normal, dass der VRR seinen Gewinn maximieren will, oder nicht?

Nimmt der AStA der RUB dieses Angebot an?

Wann ist eine Entscheidung fällig?

Was kann ich tun?

Verflechtungen von Wirtschaft und Wissenschaft im Visier von Hochschulwatch
Anwendungsorientierung ist lukrativ: Anteil der Drittmittel aus der Wirtschaft an einigen Ruhr-Hochschulen. Grafik: joop; Quelle: Hochschulwatch / Statistisches Bundesamt

Jährlich fließen 1,3 Milliarden Euro aus der Wirtschaft an deutsche Hochschulen; das sind 20 Prozent der Drittmittel. In den letzten zehn Jahren habe sich die Summe mehr als verdoppelt, sagt Arne Semsrott vom Projekt Hochschulwatch, das Transparenz schaffen will. „Wir wollen untersuchen, ob damit auch ein größerer Einfluss der Unternehmen einhergeht. Ist die Freiheit von Forschung und Lehre in Gefahr?“

Lernen kennt keine Grenzen: Unis auf jedem Kontinent zu besuchen ist möglich
Kein Problem: Stipendien sind für alle da. Grafik: tims

Knapp 800 Euro benötigen Studierende durchschnittlich pro Monat zum Leben. Die meisten finanzieren sich ihr Studium durch Eltern (87 Prozent), Ersparnisse, Bafög (32 Prozent), Studienkredite (5 Prozent) oder arbeiten neben dem Studium (66 Prozent). An ein Stipendium denken dabei die wenigsten. Nur knapp 4 Prozent der Studierenden nutzen diese Finanzierungsmöglichkeit. Welche Stipendien gibt es eigentlich und was muss ich dafür tun?

Willi Bredekamps „Anti-Heimatroman“ über den Pott
Autor und RUB-Alumnus Willi Bredekamp: Erlebte das Ruhrgebiet von den Studierendenrevolten zum Strukturwandel. Foto: kac

Pauken statt Pütt: In seinem autobiographischen Schmöker „Ein Anti-Heimat-Roman. Bildungsreisen durch ein unbekanntes Land 1943–2014“ eröffnet Willi Bredemeier den Wandel des Ruhrgebiets von der Bergbau- und Industrieregion zur Informations- und Bildungsgesellschaft. Er liefert detaillierte Einblicke in Nachkriegszeit, Strukturwandel und Studierendenrevolte.

Kunst und Popcornkino: Filmkultur im Ruhrgebiet
Das Dortmunder Sweet Sixteen: 2014 zum vierten Mal für sein herausragendes Jahres- und Kinderfilmprogramm ausgezeichnet. Foto: sweet Sixteen

Der Pott hat neben seinen Theatern noch mehr zu bieten: Kinokultur. Wer Filme nicht in Konsumpalästen großer Kommerzhaie sehen will, findet hier im Ruhrgebiet Elysium. Und das auch ohne 3D-Brille zu fairen Preisen. Urig samtige Filmsäle, engagierte Initiativen und liebevoll hergerichtete Spielstätten auf Vereinsbasis sind eure Alternativen. Wir machen eine Tour.

Wackel-Platten und nervige KommilitonInnen: Wo lasst Ihr Euren Frust aus?
 Nur wer diese Liste befolgt, kennt die RUB: Fabian empfiehlt Erstis, diese Dinge auf jeden Fall in ihrem ersten Semester abzuhaken.

Der Kult des Verspottens auf Facebook ist an der RUB entstanden. Frusten Euch nervige Vorlesungen oder der Fehlkauf in der Mensa? Dann könnt Ihr ganz anonym bei „Verspottet: Ruhr Universität Bochum“ Euren Dampf ablassen. Die :bsz hat nachgefragt, welche Lieblingsbilder der Gründer, Fabian Adamczewski, in den letzten zwei Jahren bekommen hat.