Demos, sexuelle Freizügigkeit und mehr: Am 25. Februar startet die Ausstellung zu RUB- und :bsz-Geschichte. Illustration: mar
Ausstellung zu den ersten zehn Jahren :bsz – Vernissage im Stadtarchiv

Früher war’s besser? Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung wollte damals vor allem anders sein. Sie sah sich als Gegenmedium, war bei Studiprotesten und sexueller Revolution vorne mit dabei. So gaben sich in ihren Seiten Marx und Mao, Dutschke sowie nackte Frauen die Klinke in die Hand.

DIE :bsz-GLOSSE

Präsentation: Der Begriff hat seinen Ursprung im Lateinischen und er bedeutet so viel wie “gegenwärtig machen“ oder auch „darbieten“.

Soziales Experiment: Bezirksregierung Arnsberg lässt Asylsuchende in Studi-Wohnheim unterbringen
Trotz aller Willkommenskultur: Absperrband im Nieselregen vor dem ehemaligen Priesterseminar. Foto: USch

Das hatte sich die Arnsberger Bezirksregierung sicherlich einfacher vorgestellt: Um dem bereits seit Mitte 2014 verschärften Notstand bei der Unterbringung Asylsuchender zu begegnen, werden aufgrund der stark gestiegenen Zahl Flüchtender insbeson

Zehn Jahre RUB im Spiegel der :bsz – Ausstellungsstart im Stadtarchiv
Attentate und nackte Haut: Ausstellungsmacher und :bsz-Redakteure Alex (l.) und Uli präsentieren das Rohmaterial für unsere Jubiläumsausstellung. Foto:joop

In die Vergangenheit zu reisen, ist kein leichtes Unterfangen, selbst wenn mit einem Zeitungsarchiv reichlich historisches Material zur Verfügung steht. Dennoch wagt die :bsz einen Abstecher in die Jahre 1967 bis 1977: In der Ausstellung „Avantgarde und Alltag – Die frühen Jahre der RUB“, die am 25. Februar im Bochumer Stadtarchiv startet, wird die wilde Jugend der dienstältesten Studierendenzeitung Deutschlands wieder lebendig.

Deutsches Bergbaumuseum zwischen Umbau und Sonderausstellung
Blick in die Geschichte des Bergbaus und des Bergbaumuseums. Foto: tims

Sein 85-jähriges Jubiläum feiert das Deutsche Bergbaumuseum im April diesen Jahres und lockt aktuell BesucherInnen mit diversen Sonderausstellungen. Die Dauerausstellung ist bereits zu einer Institution im Ruhrgebiet geworden: ein Muss für LokalpatriotInnen, Zugezogene und sogar für ausländische Gäste, welche die Faszination Bergbau erleben möchten – Grubenfahrt inklusive.

Vor 50 Jahren erschossen: Malcolm X – Kampf und Kritik der Unterdrückung der Schwarzen ist brandaktuell
Ikone des schwarzen Widerstands:  Malcolm X.	Foto: flickr.com, Cliff

Vom Hipster zum Bürgerrechtler: Die Ikone des Black-Power wurde vor 50 Jahren erschossen, das FBI schaute weg. Malcolm X machte verschiedene Wandlungen durch: Vom kleinkriminellen Dealer über den nationalistischen Prediger einer islamistischen Sekte bis hin zum antikapitalistischen Wortführer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung – ein Leben mit und gegen den Rassismus in der US-Gesellschaft. Seine Reden und Ideen beeinflussten Intellektuelle und AktivistInnen – und sind aktueller denn je.

Industrial-Rock aus dem Dritten Reich in Bochum? Was steckt hinter Laibach
Ein retro-avantgardistisches Leitbild: Laibach-Sänger ­Tomaž Hostnik. Foto: mar

Bochum, Zeche. Sonntagabend. Ein Mann mit Tropenkopfschutz in strammer Haltung. Neben ihm steht eine Frau, in edle Garderobe gekleidet, ­hinter einem Sythesizer. Sie singt und gebärdet sich dabei wie Joseph Goebbels. Der Synthesizer wird zum Redepult. Hinter ihr marschieren Menschen über die Leinwand. Die Band Laibach inszeniert auch dieses Konzert vom 15. Februar wie jeden ihrer Auftritte als Machtspiel.

Von Euch für Euch: Das Lotman-Theater wieder im Musischen Zentrum
Bereit für Gangster-Action: Das Ensemble des Lotmann-Theaters. Foto: kac

Wie würdet Ihr reagieren, wenn Ihr erfahren würdet, dass es einen Familienschatz gibt? Wie es die Romanhelden der  „Zwölf Stühle“  aufgefasst haben, könnt Ihr trotz vorlesungsfreier Zeit in unserem Uni-Theater ansehen. Gönnt Euch eine Auszeit im MZ, denn Elena (ehemalige RUB-Studentin) hat auch in diesem Semester einen russischen Klassiker für die Studiobühne vorbereitet. Der weltberühmte Gangsterroman wird kommendes Wochenende aufgeführt.

„Selma“ bitte im Original anschauen!
Dr. Martin Luther King jr. spielte bei dem Protestmarsch in Selma eine entscheidende Rolle. Quelle: flickr_Social_Stratificatio_CC-BY-ND-2

Mit „Selma“ bringt Ava DuVernay einen der größten und bedeutendsten Bürgerrechtler der USA auf die großen Leinwände: Martin Luther King, gespielt von David Oyelowo, verkörpert den friedvollen Freiheitskämpfer, der seine Stimme als Waffe gegen die vorherrschende Rassentrennung in den USA der 1960er Jahre benutzte und dabei auf Waffen verzichtete. Wer den Film ohne Verlust der Authentizität sehen möchte, sollte ihn sich im Original anschauen.

∆ präsentiert sich künstlerisch – die Briten in Köln
Atmosphärischer Scheinwerfereinsatz im Palladium beim Alt-J-Konzert. Foto: alx

Alt-J waren am 8.2.2015 zu Gast im ausverkauften Kölner Palladium. Neben den aktuellen Tracks aus dem Album „This is all yours“ gab das britische Alternative-Pop-Trio ausgewählte Songs des Debütalbums „An Awesome Wave“ zum Besten.

Filmkritik: „American Sniper“: Eastwoods Inszenierung spaltet die Massen
Sniper-Killer Christopher Kyle zu Talkmaster Conan O’Brien: „Ich bin nur ein Affe mit einer Waffe.“ Karikatur: ck

Christopher Kyle war Amerikas erfolgreichster Scharfschütze. 160 vom Pentagon bestätigte „Abschüsse“ gehen auf das Konto des gebürtigen Texaners – nach seinen Angaben sollen es mehr als 250 gewesen sein. Vermutlich  Grund genug für Clint Eastwood, die Lebensgeschichte des umstrittenen „Kriegshelden“ zu verfilmen. American Sniper läuft seit heute in den deutschen Kinos und wurde am vergangenen Wochenende mit einem Oscar ausgezeichnet.