Auf Grund gelaufen: Die RUB-Piraten versenkten sich in der vergangenen Woche selbst. Karikatur: ck
Koalitionskrise auf der Zielgeraden?

Am 11. November hat die Piraten-Hochschulgruppe beschlossen, die seit März bestehende Koalition der AStA-tragenden Listen (NAWI, Jusos, Internationale Liste, GEWI, ReWi) zu verlassen.

DIE :bsz-GLOSSE

Meuterei: Niedrige Heuer, drakonische Strafen, Maden im Brot – Gründe für eine Meuterei gibt es viele.

Semesterticket: Fachschaften diskutieren Petition und Briefkampagne gegen VRR

Die Feder ist mächtiger als das Schwert, lautet offenbar das Credo im Streit zwischen Studierenden und VRR. Bei der Fachschaftsvertreter- Innenkonferenz (FSVK) standen nämlich eine Online-Petition sowie eine Briefkampagne auf dem Programm.

FSVK-SprecherInnen: Streit um KulturCafé-Partys geht weiter
Fachschaftspartys runtergeregelt: Herrscht bald Stille auf dem Campus? Foto: Corrado Seifert

In den beiden letzten Ausgaben berichteten wir über den erstmaligen Ausfall des Schwulen Sektempfangs im AusländerInnenzentrum (AZ) sowie die Absage der historischen „Hutparty“ im KulturCafé (KuCaf) aus Brandschutzgründen. Inzwischen hat sich auch die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) zu der brennenden Frage geäußert, ob die Partykultur an der Ruhr-Uni durch eine enge Auslegung von Brandschutzvorschriften in Schutt und Asche gelegt werden soll. „Im AZ allein dürfen keine Partys mehr stattfinden“, bestätigen die beiden FSVK-SprecherInnen Julia Janik und Pascal Krümmel, „nur noch eine Kombination zwischen AZ und KuCaf ist möglich.“ Bislang haben unter anderem die Fachschaftsräte Sowi, Medienwissenschaft sowie Geographie ihre Partys ausschließlich im AZ, dem hinteren Bereich des KuCaf, veranstaltet.

Das Akronymicon – :bsz knackt den Gremiencode VI: AStA-Listen – Die hochschulpolitischen Listen der RUB – Teil 1: AStA-tragende Listen
David Semenowicz von der Liste ReWi: „Am meisten Spaß macht mir der Diskurs mit den anderen Listen. Wenn man sich dann einig wird, kann man richtig was bewirken.“ Foto:  mar

Aufmerksamen LeserInnen unserer Gremien-Reihe dürfte die Vorstellung des Studierendenparlaments (StuPa) in der vergangenen Ausgabe noch im Gedächtnis sein – und wo ein Parlament ist, dürfen Parteien nicht fehlen. Diese Ausgabe unserer Gremien-Reihe ist den sogenannten hochschulpolitischen Listen im AStA gewidmet.

Infoabend: Auslandssemester in Australien und Neuseeland
Andere Hörsäle sehen: Möglichkeiten eines Auslandssemesters „down under“. Foto:  tims

Wer gerne einmal für ein oder mehrere Semester im Ausland studieren möchte, sollte sich beim International Office über mögliche PartnerInnenuniversitäten informieren – die RUB bietet viele Möglichkeiten, dem Betonbunker zu entfliehen und sich auf die Reise zu begeben, sogar ins sonnige Australien! Im HZO 70 gabe es vergangenen Mittwoch aktuelle Informationen über die Möglichkeiten, in Australien oder Neuseeland zu studieren.

GELD SCHIESST TORE, TRADITION WIRFT BENGALOS? – Teil 6 der :bsz-Reihe zur Lage des Fußballs – Das Mekka des Fußballs: Die Kreisliga
ACHTUNG, HINTERMANN! Begeisterung und Leidenschaft für den Fußball werden auch in der Bochumer Kreisliga gelebt.  Foto: tims

Der Fußball-Kreis Bochum zählt mit seinen 87 Vereinen und 12 Staffeln zu den größten in NRW. Zwischen Thekenmannschaften, Studierenden-Teams und zusammengekauften SöldnerInnen-Truppen ist auch in Bochum alles dabei. Doch was macht die Kreisliga so besonders? Bsz-Reporter Tim begibt sich auf Spurensuche.

Strukturwandel anderswo: In Südwales ist es wie bei uns, nur ganz anders
Schicht im Schacht: Die Zeche Big Pit in Blaenavon ist heute ein Museum. Foto: Jennifer Zimni

Kommt Euch das nicht bekannt vor? Die Geschichte und Wirtschaft der gesamten Region ist geprägt von Kohle und Stahl. Nach dem Niedergang dieser Wirtschaftszweige tun sich die Städte schwer damit, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und orientieren sich verstärkt in Richtung Kultur und versuchen, neue Wirtschaftszweige anzusiedeln. Die Rede ist natürlich von… Südwales!

Hannoveranischer Ausnahmezustand ohne Kölner Chaos
GegendemonstrantInnen zeigten Präsenz: Auf dem Steintorplatz wollte man ein Zeichen gegen Rechts setzen. Foto: alx

Dieses Wochenende war es mal wieder so weit: Die HoGeSa gingen in die zweite Runde, doch diesmal kamen die Krawalle nach Hannover. Es sollte ruhiger werden als vorher angenommen. :bsz-Redakteur Alexander war für Euch vor Ort.

Es war einiges los in Hannover. Als ich am Hauptbahnhof ankam, wurde schon deutlich, dass sich diese Stadt im Ausnahmezustand befand. Die Hooligans waren da und hatten die Polizei mitgebracht. Teilweise entstand der Eindruck, Hannover hätte mehr PolizistInnen als EinwohnerInnen. In der Einsatzkleidung, die einer Rüstung gleicht, standen die Polizeihundertschaften überall in der Stadt verteilt, um einen reibungslosen Ablauf der Demos zu gewährleisten. Aber nicht nur die PolizistInnen waren vor Ort. Gerade an strategisch wichtigen Punkten tummelten sich neben den OrdnungshüterInnen die Medienleute, um auch ja nichts zu verpassen. So wurden hastig die Kameras gestartet, um selbst den hilflosen Versuch eines Pizzaboten zu filmen, an einer Straßensperre vorbeizukommen. Die Pizza kam wohl kalt an ihr Ziel.

25 Jahre Kinofest Lünen: Die Doku „Der Bauer bleibst Du“ als großer Gewinner
Viel Glamour im Heinz-Hilpert-Theater: Auf der Bühne wurde der Hauptpreis Lüdia vergeben. Foto: mb

Das erlebt das sonst so beschauliche Lünen nur einmal im Jahr: Rund 9.000 BesucherInnen kamen in den vier Tagen vom 13. bis 16. November ins Cineworld Lünen, 54 deutsche Filme standen im Programm.

Dopamin-Vorrat im KulturCafé: Herzrasen beim CampusSlam
Ein glücklicher Gewinner: Sebastian23 (links) gratuliert Hinnerk Köhn (rechts); Mittig: der Zweitplatzierte Sven Hensel. Foto: USch

Schon bei der Begrüßung geht der Battle los: „Ich bin heute schon um 4 Uhr 30 aufgestanden“, verrät mir Sebastian23 beim Handschlag. „Mit Mütze?“, frage ich nach. „Na klar – ich arbeite mit Mütze, schlafe mit Mütze, stehe mit Mütze auf!“, gibt der Mützenmann zurück. „Um 16 Uhr 30?“ „Ich bin doch kein Langzeitstudent“, ist sich der Poetoholic sicher. Am Vortag hatte er einen Auftritt in Göttingen und gleich am nächsten Morgen um acht einen Workshop in Unna. Am Abend dann moderiert der 35-jährige Slampoet und Comedian gewohnt wortwitzig und tiefenscharf den vom AStA-Kulturreferat organisierten CampusSlam im KulturCafé, das auch im siebten Semester der Veranstaltungsreihe wieder bis auf den letzten Platz gefüllt ist.