Marek Firlej (mar)
Bochum: Mit Monty Python gegen religiösen Zwang
„Ich bin nicht der Messias! Verzieht Euch!“, ruft Brian im Film seinen Jüngern zu – und wer den Film an Karfreitag guckt, möchte rufen: „Ich bin nicht der Antichrist! Verzieht Euch!“ Illustration: mar; Bildquelle: Youtube

„Ehrfurcht vor Gott (…) zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Aus welchem rückständigen SchurkInnenstaat mag dieses Gesetz wohl stammen? Kaum zu glauben, aber es ist die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen (Art. 7 Abs. 1). So viel zur Trennung von Staat und Kirche. Die Diskussion um den Einfluss der christlichen Kirchen auf Gesetze und unseren Alltag war an Ostern wieder besonders groß; von Jahr zu Jahr scheint die Diskussion über das „Tanzverbot“ an Karfreitag lauter zu werden. Provokant hat der Verein Religionsfrei im Revier e. V. zum vierten Mal den an den stillen Feiertagen verbotenen Satirefilm „Das Leben des Brian“ gezeigt – parallel dazu ist das Verfahren wegen der Aufführung vom letzten Jahr auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht (BVG).

Wie die Deutsche Bahn AG mitteilte, wurde das wiederaufgebaute Stellwerk in Mülheim-Styrum am Wochenende vom 18. bis zum 21. März wieder in Betrieb genommen.

„Störerhaftung“ in Deutschland auf der Kippe – bald freies WLAN für alle?
Freier Zugang ins Netz: Der Bundesminister für digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, bringt vielleicht doch eine Reform in Gang. Foto: flickr.com / Initiative D21 (CC BY-SA 2.0)

Was öffentliches WLAN angeht, gilt ausgerechnet der „Innovationsstandort“ Deutschland als Entwicklungsland. Grund dafür ist die sogenannte „Störerhaftung“, die bei illegalen Downloads nicht den oder die RunterladendeN verantwortlich macht, sondern die Person, die den Netzzugang stellt. Digitalminister Alexander Dobrindts Partei CSU wollte dies noch stärker rechtlich verankern. Aufgrund eines EU-Gutachtens will der Minister die Störerhaftung nun doch abschaffen. Dass es aber ohnehin anders geht, zeigt die Initiative Freifunk – auch in Bochum.

Die vom AStA betriebene Druckerei in GA 03 wird am kommenden Donnerstag, den 17. März nach einem Monat Umbau wiedereröffnet. Nach Auskunft der AStA-Vorsitzenden Nur Demir (IL) wird nun auch eine „SB-Theke mit Farbdruckern, damit die Studis schneller drucken können“ errichtet, die meisten Studis würden nämlich mittlerweile mehr drucken als kopieren.

Zwei junge Frauen aus Arizona wollen in Herne, dass Menschen durch das Buch Mormon ihr Glück finden
„Die meisten Menschen wollen nicht mit uns reden. Aber wir wollen sie zu nichts zwingen, wir wollen sie nur einladen“: Die Mormoninnen Schwester Carroll (l.) und Schwester Baker zeigen Ausdauer. Während oder nach dem Studium für einige Monate ins Ausland: ein Plan, den viele von uns hegen. Zwei junge Frauen aus dem US-Bundesstaat Arizona sind derzeit in Herne – aus einem Grund, der den meisten Studis wohl nicht in den Sinn käme. Schwester Carroll und Schwester Baker haben eine Mission. Oder genauerFoto: mar

Während oder nach dem Studium für einige Monate ins Ausland: ein Plan, den viele von uns hegen. Zwei junge Frauen aus dem US-Bundesstaat Arizona sind derzeit in Herne – aus einem Grund, der den meisten Studis wohl nicht in den Sinn käme. Schwester Carroll und Schwester Baker haben eine Mission. Oder genauer, sie sind auf Mission: Sie verbreiten, fast 9.000 Kilometer von der Heimat entfernt, Gottes Wort, die frohe Botschaft aus dem Neuen Testament und dem Buch Mormon. 

Absurd-nachdenklich: Treibgut-Mitglied Caroline Königs veröffentlicht ihren ersten Roman
Von der Bühne zwischen zwei Buchdeckel: Neben Studium und der Arbeit auf der Bühne und hinter den Kulissen des MZ veröffentlichte RUB-Studentin Caroline Königs noch einen Roman. Foto: mar

Ihr werdet Euch fragen, wer dieses Buch denn nun geschrieben hat. Warum die Autorin von sich selbst als „zweite Autorin“ schreibt. Wie man mit einem Motorrad ins Nichts und wieder zurück fahren und dabei noch Tankbonuskarten sammeln kann. Die Antworten werden nicht leichter zu finden sein, wenn man weiß, dass Caroline Königs, die besagte Autorin von „Die verlorene Räson“, bereits Theaterstücke über homoerotische Overheadprojektoren und kopflose Puppen geschrieben hat. Aber dann wisst Ihr wenigstens, woran Ihr seid. Und könnt Euch dennoch überraschen lassen.

Die nach eigenen Angaben größte Burger-Community Deutschlands, der Burger City Guide (www.burgercityguide.com), hat gewählt: Wo gibt es in Deutschland das beste Hackfleisch zwischen zwei Brötchenhälften?

Ursprünglich war es als Solidaritätsaktion geplant, nun haben alle solidarisch den Schwanz eingezogen – vorerst, wie es heißt. Ein sogenannter „Pick-Up-Artist“ aus Frankfurt sah seine Persönlichkeitsrechte durch zwei Artikel in der Zeitung des AStAs der Frankfurter Goethe-Universität verletzt und schaltete einen Anwalt ein, der den Frankfurter AStA abmahnte.

Sleaze Fest in der Matrix: Eine Verbeugung vor den 80er Jahren
Haben alles, was eine archetypische Rockband braucht plus eine Extraportion Düsternis: Toxic Rose aus Stockholm. Foto: mar
Sie tragen Stirnbänder, fingerlose Handschuhe, kneifenge Hosen aus Elathan und dank einer geschätzten halben Dose Haarspray weit ausladende Mähnen – was klingt wie eine klischeebeladene Szene auf einem Rockkonzert aus einem 80er-Jahre-Action-Film, ist 2016 Bochumer Realität. Am vergangenen Wochenende fand in der Matrix das Sleaze Fest statt, eine Huldigung an den schmierigen (engl. sleazy) Hard Rock und Metal der 80er Jahre.
 
Antizipierte Katastrophe: „El Eternauta“
Einsamer Wanderer und doch nur im Kollektiv ein Held: Der Eternauta gilt als wichtigster Comic Argentiniens. Illustration Avant-Verlag

Als Héctor Oesterheld 1957 den Science-Fiction-Comic „El Eternauta“ schuf, hat wohl niemand gedacht, welch schreckliches Szenario er vorwegnahm. Genauso lautlos wie der außerirdische Schnee in der Geschichte die Menschen umbringt, ließ die argentinische Militärdiktatur Menschen verschwinden – darunter auch den Autor und seine Töchter. Der Eternaut, der „ewige Wanderer“, ist bis heute ein Symbol für Solidarität am Rio de la Plata.

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