Marek Firlej (mar)
LokalpolitikerInnen und Immobilienfirmen: Die Zukunft des Stadtteilzentrums
Postkommunistischer Charme: Dies ist kein Einkaufszentrum in Donezk, sondern der erste Stock des Uni-Centers. Foto: mar

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Bezirksbürgermeister Helmut Breitkopf (beide SPD) wollen das Uni-Center aufwerten. Wie „derwesten.de“ berichtet, haben sich beide das Einkaufs- und Wohnquartier an der RUB angesehen und für dreckig, ungepflegt und mit zu viel Leerstand versehen befunden. Die Firma Grand City Property (GCP), die das Uni-Center zum 1. Januar 2016 übernommen hat, sieht es bereits im Aufschwung; der Mieterverein hingegen sagt, dass seit GCP die „Klagen der Mieter wieder zugenommen“ hätten.

 
Was für ein Land steckt hinter den Sympathieträgern der EM?
Ein echtes Wahrzeichen: Die Island-Ponys. Foto: Michael Kopec

So ernsthaft hat niemand damit gerechnet, dass die Fuppes-Außenseiter von der atlantischen Vulkaninsel die Mannschaft des Gastgeberlandes Frankreich schlagen würde. Allerdings stand schon während der Vorrundenphase fest: Island ist Europameister der Herzen. Solche sportlichen Erfolge sind glücklicherweise immer wieder Anlass, sich mit eher unbekannten Ländern und Kulturen auseinanderzusetzen.Wir erklären knapp (und nicht immer ganz objektiv), welche Titel Island noch für sich beanspruchen kann. Dass auf der Insel nicht immer alles rosig ist, zeigt unser Gastautor Dirk 

Seminarprojekt über die künstlerischen Installationen auf dem RUB-Campus
Was kaum jemand weiß: Medizinstudis durchschreiten für ihre Vorlesungen ein kunstvolles Portal (Rupprecht Geiger, Ohne Titel, 1974 – 1975). Foto: lor

Öffentliche Kunst verbessert die Lebensqualität – das wissen wir aus Städtebausimulationen wie „Sim City“. Warum hat die Ruhr-Uni dann einen Ruf als hässlicher uninspirierter Betonmoloch, wenn es auf dem Campus von „Kunst am Bau“ nur so wimmelt? Aus einem kunsthistorischen Seminar entstand der Band „Für den Campus konzipiert“, in dem die SeminarteilnehmerInnen 24 Kunstwerke an der RUB vorstellen und erklären.

Das Konzept des Poetry Slams gemischt mit dem Medium des Theaters: Die Studiobühne des Musischen Zentrums lädt am 14. und 15. Juli (nächste Woche Donnerstag und Freitag) zum „Theater Slam“. Bewerbungen werden bis zum 10. Juni angenommen.

Bochumer Polizei setzt auch bei kleinen Demos auf Gewalt und Eskalation
Friedliche Demo hoffnungslos: AktivistInnen beklagen eskalierendes Verhalten der Polizei.
Es war eine kleine, geradezu „lächerliche“ Demonstration, wie ein Augenzeuge sagt. Doch nachdem die rund 10 AsylgegnerInnen von DaSKuT (Deutschland asylfreie Schulen, Kindergärten und Turnhallen) am 19. Juni das Handtuch geschmissen hatten und den Husemannplatz räumten, brachte die Bochumer Polizei die Lage zum Eskalieren. 
 
Poetry-Slam-Liebeskummeranthologie „Schreiben statt jammern“
„Ich spreche obligatorisch metaphorisch“: In ihren Texten behandelt Bochumer Slammerin Felicitas Friedrich oft Gefühle und Sprache. Foto: Der Fotowikinger

Warum hat er mich verlassen? Warum kriege ich nie eine ab? Warum gerate ich immer an den Falschen? Soll ich sie nicht doch nochmal anrufen? – Fragen, die so oder anders sich wohl jeder und jede schon mal gestellt hat. Der Lektora-Verlag riet: „Schreiben statt jammern“ und hat ein Buch mit Einsendungen zum wohl abgedroschensten Thema der Kulturgeschichte herausgebracht. Und damit bewiesen, dass Poetry Slam besser ist als sein Ruf, denn das Buch versammelt einige frische, absurde und nachdenkliche Perspektiven zum Thema.

Satire: Plädoyer für eine neue, zivilisierte Festivalkultur

Das Force Attack in Norddeutschland galt einige Jahre als größtes Punk-Festival wo gibt. 2011 war erst mal Schluss; für 2016 wurde ein großes Comeback angekündigt. Jetzt, einen Monat vor dem Termin, gibt es auf Facebook nur Dinge zu lesen wie „Punk geht auch ohne Suff“ und Werbung für einen Sampler für 24,90 Euro („Kommerz-Punk fuck off!“). Endlich geht jemand den richtigen Weg!

E-Learning-Wettbewerb 5x5000 soll Qualität der Lehre verbessern
Bessere Präsenzveranstaltung durch motivierende Online-Inhalte: Die RUB fördert E-Learning-Konzepte.Foto: freeimages.com, Milen Yakimov

5.000 Euro winken auch im kommenden Semester für neue E-Learning-Konzepte an der Ruhr-Universität. Mit diesem Betrag werden fünf Projekte gefördert; daher der Name des Wettbewerbs, 5x5000. Lehrende und Studierende (in Zusammenarbeit mit ihren Dozierenden) sind aufgerufen, ihre Ideen unter dem Motto „Vergolde die Präsenz – mit eLearning“ einzureichen. Teilnahmeschluss ist der 29. Juli.

Kommentar: Preisgeschwurbel auf dem Buchmarkt

Verlage haben es nicht leicht: sinkende Verkaufszahlen, steigende Kosten, höhere Tantiemen an die Autoren und Konkurrenz durch self publisher. Wenn ein Verlag die armen Autorinnen und Autoren als Grund für Preiserhöhungen aufführt, ist das allerdings hanebüchen. Uns Lesenden stellt sich die Frage: Was ist uns ein Buch wert?

Digital: Verbinden wir meist mit Computern, Mikrochips und allem, was cyber-mäßig daherkommt. Die etymologische Wahrheit ist allerdings eine weitaus profanere. Dem Wort liegt nämlich der lateinische digitus, der Finger, zugrunde. Drum hüte sich, wer intimen Körperkontakt scheut, vor digitalen Enddarmuntersuchungen. Dabei wäre analog die passendere Wortwahl. Das stammt vom griechischen ἀνάλογος (etwa: „verhältnismäßig“). Ganz unangebracht wäre auch das nicht, da „griechisch“ eine Praktik bezeichnet … man kommt aus den schweinischen Witzen kaum noch heraus. 

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