Justin Mantoan (juma)
Wöchentliche Proteste polariseren – Scheinargumente in der Politik
Kultfigur und Hassobjekt: Greta Thunberg, Initiatorin der weltweiten Proteste steht in der Kritik, doch diese ist  nie stichhaltig. Bild: Anders Hellberg CC0

Kommentar. Die wöchentlichen Proteste polarisieren weltweit. Gegner*innen der Klimaaktivist*innen fallen mit Scheinargumenten auf. Doch aus ihnen spricht die Angst.

Neues Forschungszentrum an der RUB
Marie Jahoda Center for International Gender Studies: Beate von Miquel (links) ist die Geschäftsführerin, Katja Sabisch leitet das neue Zentrum. Bild: © RUB, Marquard

Forschung. Am Lehrstuhl für Geschlechterforschung der Ruhr-Universität wurde ein internationales Forschungszentrum gegründet. Namenspatronin ist die Soziologin Maria Jahoda.

Neue Nachwuchsforscher*innengruppe gegründet
Als Opfer rechter Gewalt anerkannt: Die NSU-Morde zählen auch in den polizeilichen Statistiken als politisch motiviert, dies ist nicht bei allen Fällen rechter Gewalt so. Reclus, CC0 https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

Wissenschaft. Bochumer Kriminolog*innen erforschen die Wahrnehmung rechtsradikaler und rassistisch motivierter Straftaten.

Grüne und Gewerkschaften sind sich einig
Rainer Hoffmann: Freut sich über neue Zusammenarbeit. Bild: DGB/U.Voelkner/FOX

Arbeit. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und Bündnis 90/Die Grünen fordern eine stärkere Tarifbindung in Deutschland. Sie veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung.

Der Lokaljournalismus ist Opfer der großen Verlage
Einheitsbrei: Die FUNKE-Mediengruppe bietet viele Titel, aber kaum Meinungspluralismus. Eine Problem vieler Lokalzeitungen unter der Leitung eines großen Verlags. Bild: NatiSythen CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Kommentar. Ein Ruck ging durch den lokalen Medienmarkt, als der Traditionsverlag DuMont in den vergangenen Tagen mitteilte, dass man sich von der Lokalzeitungssparte trennen werde. Das Problem sitzt in den Medienhäusern, die den Lokaljournalismus in die Krise manövrieren.

Tausende Kinder und Nonnen können endlich aufatmen, denn der Heilige Vater, Pontifex Maximus Papst Franziskus hat endlich geklärt, wer für den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche verantwortlich ist: der Teufel. Drei Tage versuchten Geistliche aus aller Welt, sich von der Schuld rein zu waschen und in Gebeten Erlösung zu finden. Was liegt denn auch näher, als einen Gott anzurufen, wenn man den Karren so tief in den Dreck gefahren hat, dass selbst Jesus ihn nicht mehr herauspeitschen kann? Dass den Opfern des hunderttausendfachen Missbrauchs kaum Gehör geschenkt wird, muss sich Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name des Papstes, ebenso zum Vorwurf machen lassen wie seine absurde Forderung, den Skandal mit theologischen Mitteln aus der Welt zu schaffen. All den Opfern sexualisierter Gewalt kann nicht durch Beten geholfen werden und die alten Männer in Amt und Würden gehören vor ein Gericht, nicht vor das Jüngste, sondern bereits hier. Auf Erden. Näher am Teufel …    

:juma

Forderung von Wissenschaftler*innenehepaar

Hochschule. Familie und Arbeit an der Uni sind oft nicht vereinbar. Die Vorlesungszeiten sollen angepasst werden, fordert eine Initiative.

Rückschlag für filmende Polizist*innen
Schlecht rausgeredet: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen urteilte, dass die anlasslose Videoüberwachung von Demonstrationen rechtswidrig ist. Bild: Screenshot juma

Recht. Weil die Dortmunder Polizei eine Demonstration gegen Rechtsradikalismus und rechte Gewalt grundlos gefilmt hat, zog die Anmelderin vor Gericht und bekam nun Recht.

Dass Elizabeth Warrens Vorfahren amerikanische Ureinwohner*innen waren, wurde nie endgültig geklärt. Doch für den orangefarbenen Mann im Weißen Haus genügt Warrens Behauptung, die Demokratin rassistisch als Pocahontas zu beschimpfen. Viel mehr ist man von Trump nicht gewohnt. Dass sich der Präsident der Vereinigten Staaten jedoch öffentlich positiv auf die Deportation an den amerikanischen Ureinwohner*innen bezieht, ist ein neuer, grausamer Tiefpunkt in der bisher nur wenig glorreichen Regierungszeit des Immobilienhais. Als Reaktion auf Warrens Präsidentschaftskandidatur 2020 fiel Mister Trump nichts Besseres ein, als „See you on the campaign TRAIL, Liz!“ zu twittern. Dass sich der senile Rassist auf den Trail of Tears, also die Vertreibung amerikanischer Ureinwohner*innen aus ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten in Reservate und karge Landschaften bezieht, ist auch ohne Bestätigung durch den Präsidenten sicher. Langsam wird es eng für Trump. Seine labilen Umfragewerte fallen schneller als die US Army am Little Bighorn …             

:juma

RUB beteiligt sich an Forschungsvorhaben
2D-Materialien werden in Zukunft neben 11 anderen Standorten auch an der RUB erforscht.

Wissenschaft. Die RUB bekommt ein neues Forschungslabor zu 2D-Materialien. Es ist eins von zwölf Laboren, die das BMBF fördert.

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