,Literatur und das Böse‘‘
Zehnter Studierendenkongress Komparatistik tagt an der Ruhr-Universität
Bild: leda
Diese Woche wird es böse: An der RUB findet ein Kongress zum Thema ,,Literatur und das Böse‘‘ statt. Bild: leda
Diese Woche wird es böse: An der RUB findet ein Kongress zum Thema ,,Literatur und das Böse‘‘ statt.

Vom 13. bis 15. Juni findet auf dem Campus der RUB ein studentischer Literaturkongress statt. Was für Veranstaltungen Euch erwarten, erfahrt Ihr hier.

Der Fachschaftsrat Komparatistik lädt Mitte Juni zu einer besonderen Veranstaltung ein: Der Studierendenkongress Komparatistik (SKK). Bereits neunmal fand diese literarische Konferenz an verschiedenen Universitäten statt; letztes Jahr tagte sie beispielsweise in Wien. Jedes Mal gibt es Vorträge und teilweise Workshops zu einem bestimmten Überthema namens ,,Literatur und …‘‘ – dieses Jahr lautet das Thema ,,Literatur und das Böse‘‘. ,,Wir haben fachschaftsintern drei Themenvorschläge ausgewählt, diese ausführlich beschrieben und dann den Studierenden über Facebook die Möglichkeit gegeben, für ihr Lieblingsthema abzustimmen‘‘, erklärt Rika Sakalak, Mitglied im Fachschaftsrat Komparatistik und im Organisationsteam für den SKK.
Der Kongress wurde vollständig von RUB-Student*innen der Komparatistik organisiert, wobei diese sich je auf verschiedene Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Finanzen, Verpflegung oder Social Media-Betreuung fokussiert haben. Für die Vorträge gab es einen Call for Papers, der bis Mitte April 2019 geöffnet war. Im Anschluss haben die Organisator*innen die Abstracts gesichtet, ausgewählt und in thematisch passende Panels unterteilt. Vom 13. bis 15. Juni finden 31 Vorträge sowie ein Workshop in neun verschiedenen Panels statt, wovon einige wiederum in zwei parallel laufende unterteilt sind. Die Vorträge selbst fokussieren sich hierbei auf unterschiedliche literarische Themen: Es gibt Untersuchungen verschiedener böser Figuren wie Wölfe, soziale Monster oder verrückte Wissenschaftler,*innen philosophische Ansätze zur Ästhetik des Bösen, religiös-orientierte Forschungsansätze oder auch Analysen des dystopischen Bösen. Dabei fokussieren sich die Vortragenden sowohl auf literarische Klassiker aus verschiedenen Kulturen als auch auf Werke aus der Popkultur wie Musicals, Filmen oder Comics. Nicht alle Vortragenden kommen aus der Komparatistik; einige referieren zu Themen aus anderen geisteswissenschaftlichen Bereichen, zum Beispiel der Anglistik, Philosophie oder Medienwissenschaft. Der Fachschaftsrat Komparatistik glaubt deshalb, dass für alle Teilnehmer*innen etwas dabei ist, wofür sie sich interessieren.
Neben den studentischen Vorträgen und dem Workshop finden auch weitere Veranstaltungen statt. So halten am ersten Tag ab 13.30 Uhr  Prof. Bettina Full aus der Romanistik und Dr. Stephanie Heimgartner aus der Komparatistik einen Einführungsvortrag. ,,Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Dozentinnen uns in das Thema ,Literatur und das Böse‘ einführen werden‘‘, so Sakalak. Am letzten Tag wird es außerdem eine Abschlussdiskussion geben, in der nochmal über alle zuvor gehörten Beiträge diskutiert und möglicherweise auch einige Schlussfolgerungen bezüglich des Bösen in der Literatur gezogen werden können. Neben diesen akademischen Veranstaltungen gibt es auch ein Freizeitprogramm: Zum Beispiel findet am ersten Abend ein gemeinsames Essen im Q-West statt und Freitagabends wird zum Kneipenabend in der Goldkante geladen. Beginnen wird der Kongress auch mit einem Brunch, bei dem sich die Teilnehmer*innen und Vortragenden bereits kennenlernen können.
Im Anschluss an den Kongress wird ein Tagungsband herausgegeben. Hierfür werden die 20 besten Beiträge ausgewählt, verschriftlicht, vom Organisationsteam lektoriert und letztlich veröffentlicht.               

:Charleena Schweda