Es war noch nie so leicht, ein Stipendium zu kriegen
Wo Stipendien wie Milch und Honig fließen
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Ist der Geldhahn zu? Ein Stipendium kann helfen. Bild: Symbolbild
Ist der Geldhahn zu? Ein Stipendium kann helfen.

Studienföderung. Am 27. November trafen sich StipendiatInnen und Fördernde bei der neunten Stipendienfeier im Veranstaltungszentrum der RUB. Wer zum Sommersemester ebenfalls finanzielle Unterstützung will, sollte sich schnell bewerben. Denn die Fristen laufen bald aus.

Stetig wächst die Anzahl der Studierenden, die durch das Deutschlandstipendium ihren Lebensunterhalt finanzieren können. Dies wurde am 27. November bei der neunten Stipendienfeier der RUB deutlich. Dort trafen sich Fördernde und StipendiantInnen, um sich gegenseitig kennenzulernen. Ganze 293 RUB-Studierende erhielten dieses Jahr alleine durch das Deutschlandstipendium eine der heiß begehrten Finanzhilfen. Das sind so viele Stipendien wie nie zuvor, die sich aus einer Förderungssumme von erstmals über 1 Million Euro ergeben. Auch die im Mai veröffentlichten Zahlen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zeigen, dass dies ein anhaltender Trend ist. Dazu äußerte sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka: „Das Deutschlandstipendium ist sechs Jahre nach seinem Start in der Gesellschaft breit verankert. Das zeigt die große Zahl privater Förderer, die sich für das Programm engagieren.“ Das Deutschlandstipendium wurde 2011 bundesweit eingeführt und fördert Studierende mit 300 Euro pro Monat, wovon eine Hälfte vom Bund und die Andere von privaten GeldgeberInnen und Unternehmen geleistet wird.

Einfach versuchen

Neben dem Deutschlandstipendium gibt es noch viele weitere Wege ins Stipendium. So zum Beispiel durch parteinahe oder konfessionelle Stiftungen. „Ich bin da über Freunde hingekommen, die da auch schon waren und dann habe ich das einfach versucht“, erzählt Jennifer Degner, die durch die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ein Stipendium erhält und so ihren Master mitfinanziert. Obwohl Stiftungen meist gewisse Anforderungen haben, sollte man sich nicht von der Bewerbung abschrecken lassen. Denn auch ohne einen makellosen Lebenslauf oder soziales Engagement seit Kindheitstagen kann sie erfolgreich sein. „Da wird immer nachgefragt, ob es schwierige Phasen oder schlechte Ausgangssituationen im Leben gab, die ungünstig waren. Du kannst auch relativ wenig gemacht haben und schlechtere Noten haben, solange du das rechtfertigen kannst“, so Jennifer. Darüber hinaus gibt es Stipendien für leistungsschwächere Studierende, welche wir in unserer Ersti-Ausgabe vorstellten (:bsz 1141). Daher sollte man sich nicht vor der Bewerbung fürchten oder denken, man würde ohnehin nicht angenommen werden.

Schnell bewerben

Wer jetzt den Entschluss gefasst hat, die besseren Chancen für ein Stipendium auszunutzen, sollte sich schnell bewerben. Denn natürlich gilt es, die nötigen Fristen zu beachten. Einige davon sind bereits verstrichen, wie die der Hans-Böckler-Stiftung oder der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. 

Hier haben wir Euch die kommenden Bewerbungsfristen für das Sommersemester zusammengefasst: 

Ernst-Ludwig-Ehrlich Ehrenwerk: 

15. Dezember, Konrad-Adenauer-Stiftung: 

15. Januar, Heinrich-Böll-Stiftung: 

1. März, Rosa-Luxemburg-Stiftung: 15. April, 

Friedrich-Ebert-Stiftung: 30. April. Die Studienstiftung des deutschen Volkes öffnet ihr Bewerbungsportal am 9. Januar. An der RUB kann man sich auf das Deutschlandstipendium einmal jährlich vom April bis Juni bewerben.

:Stefan Moll

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