Von Musik bis Theater
Wo alle Studierenden Künstler*innen sind
Bild: A. Jagel
Erst der Prüfungsstress, dann das Lampenfieber auf der Bühne? Nein, im MZ muss sich keine*r vor großen Auftritten fürchten. Bild: A. Jagel
Erst der Prüfungsstress, dann das Lampenfieber auf der Bühne? Nein, im MZ muss sich keine*r vor großen Auftritten fürchten.

Kreativität. Druckfrisch liegt das neue Programm des Musischen Zentrums (MZ) vor. Erstsemester und Fortgeschrittene können hier nicht nur das CP-Konto für den Optionalbereich auffüllen, sondern sich am Feierabend auf der Bühne oder im Chor austoben.

„Tief im Wääähästen.“ Wer etwa solche erlesenen Töne aus Grönemeyers Bochum-Hymne als „Ersti“ morgens unter der Dusche anstimmt, ist besser im Musischen Zentrum aufgehoben. Denn der Kreativ-Bunker mit dem markanten, brutalistischen Baustil lädt auch im Wintersemester Studierende mit künstlerischem Talent ein.
Und Musik hat hier seit Jahren Tradition: Die Klais-Orgel im Audimax etwa feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum und ist mit 82 klingenden Stimmen noch immer das größte Instrument seiner Art in NRW. Beliebter Anlaufpunkt für musikalische Menschen auf dem Campus sind der Universitäts- sowie der Kammerchor, die auch für Laien offen stehen. Denn für die Teilnahme müssen Interessierte nicht viel mitbringen, wie MZ-Direktorin Anette Pankratz versichert: „Wenn Leute sagen, ich singe gerne, sind sie immer willkommen.“ Ihr Tipp: Einfach vorbeikommen, vorsingen und mitmachen. Anders sieht es beim Engagement im Orchester aus, wie Pankratz erklärt:  „Da muss man schon ein Instrument spielen können.“

Kreative Jagd nach Credit Points

Credit Points (CP) müssen Neu-Studierende auch im Optionalbereich erwerben. Und diese CP können Bachelor-Absolvent*innen kreativ sammeln. Denn das MZ bietet im Wintersemester wieder eine breite Kursauswahl an, vom Zeichnen bis zur Virtual Reality für Einsteiger*innen.

Bretter, die den Campus bedeuten

Shakespeare, Schiller, Brecht und Co. stehen dagegen in der Studiobühne im Mittelpunkt. Im Theater der RUB werden regelmäßig Klassiker oder aktuelle Stücke aufgeführt. Wer sich etwa noch an seine „Andorra“-Lektüre aus der Schulzeit erinnert – das Werk von Max Frisch wird im Wintersemester von verschiedenen Ensembles gemeinsam inszeniert. Doch auch die Studiobühne lädt nicht nur dazu ein, nach den Seminaren im Theatersessel Platz zu nehmen. Studierende können jederzeit mitwirken – als Darsteller*innen, Bühnentechniker*innen, Regisseur*innen und so weiter. „Da kann jeder mitmachen, der will“, sagt Pankratz. „Man muss sich da vorher nur anmelden.“ Ansprechpartnerin ist die Studiobühnen-Leiterin Karin Freymeyer. Theater-Interessierte können sich jedoch auch eigenständig zu Ensembles zusammenschließen und dann im MZ proben. Und natürlich Premieren auf die Bühne bringen.
Hindernisse gibt es nicht, das gilt für Erstsemester und bereits Eingeschriebene, wie Pankratz in Anlehnung an Joseph Beuys erweiterten Kunstbegriff erklärt: „Wir pflegen den Beuyschen Ansatz, jeder ist ein Künstler.“ So bleibt es nicht immer nur beim morgendlichen Konzert für die Mitbewohner*innen. „Ääähhäääh Glückaaahhauf.“                          

:Benjamin Trilling

 

Am Mittwoch, den 10. Oktober öffnet das Musische Zentrum ab 10 Uhr die Türen. Interessierte können sich dann alle Bereiche anschauen. Ein Überblick über alle Angebote und Veranstaltungen stehen in den knapp 40 Seiten der neuen Programm-Broschüre des MZ.