Greenweek der RUB
Wie steht’s mit Nachhaltigkeit?
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Wird Ende Juli nicht das einzig Grüne auf dem Campus sein: der Botanische Garten der RUB. Bild: lor
Wird Ende Juli nicht das einzig Grüne auf dem Campus sein: der Botanische Garten der RUB.

Aktionswoche. Mülltrennung, Ökostrom, Papiernutzung – wie sieht es damit an der Uni aus? Das AStA-Referat für Mobilität, Ökologie und Infrastruktur gibt im Rahmen der Greenweek in Form von Vorträgen und Infoständen verschiedene Einblicke rund um das Thema Nachhaltigkeit. 

Ein Unverpacktladen eröffnet in Bochum (:bsz 1176), die Zahl der Solardächer steigt: Es scheint, als komme die Dringlichkeit einer Veränderung hin zu nachhaltigerem Leben in der Stadt bei immer mehr Menschen an. Wie die Ruhr-Universität mit dem Thema umgeht, wissen dagegen nicht so viele. „Dass die Uni auf LED Lichter und Ökostrom gewechselt ist, ist vielen Studierenden nicht bekannt“, erläutert Demet Düzgün, AStA-Referentin mit Schwerpunkt Ökologie. Mit der Greenweek (30. Juli bis 3. August) wollen sie und ihre Mitreferent*innen auf Themen der Nachhaltigkeit und Ökologie aufmerksam machen. Während am Infostand zwischen Studierendenhaus und Universitätsverwaltung Informationen, vegane Energysnacks und ein Quiz mitsamt Gewinnen zu finden sein werden, werden im Rahmen verschiedener Vorträge Einzelaspekte des Themenkomplexes aufgegriffen und diskutiert. 

Unter dem Namen „Wasteland Rebels“ geben die Bloggerin Shia Su sowie ihr Mann Hanno praktische Tipps dazu, wie man als Studierender selbst die eigene Bilanz aufbessern kann. So sprechen die beiden daneben auch über Minimalismus und Müllvermeidung. Einen anderen Ansatz wird Sebastian Pewny, Mitglied der Grünen, stellvertretender Vorsitzender des Bochumer Umweltausschusses sowie Geowissenschaftler, verfolgen, wenn er sich in seinem Vortrag am Donnerstag, den 2. August, dem Klimawandel annähert. 

Dass der Campus – und damit die Veranstaltungen – aufgrund der vorlesungsfreien Zeit weniger besucht werden, glaubt Demet indes nicht: „Viele Studierende kommen ja weiterhin zur Uni und schreiben beispielsweise ihre Hausarbeiten oder lernen in den Bibliotheken für ihre Klausuren.“ Die Greenweek lade viel eher noch zu einer Lernpause ein. 

Wie sieht es an der RUB aus?

An der RUB wird mit Maßnahmen wie Ökostrom sowie Mülltrennung an einer nachhaltigeren Universität gearbeitet, auch, wenn es viele Mülltonen auf dem Campus gebe, „worin Müll nicht getrennt wird. Dort vermischen sich dann Lebensmittel mit Verpackung, manchmal auch Glas“, erklärt Demet. Im AStA selbst soll es bei der Mülltrennung nicht bleiben: „Der AStA strebt das papierlose Büro an, welches die Digitalisierung 

vorantreiben und die Verschwendung von Papierressourcen vermeiden soll.“

Was soll noch kommen?

Die Woche ist erst der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen und Aktionen, die sensibilisieren sollen. So plant das Referat für Ende August eine Plogging-Aktion: „Dabei werden wir an drei verschiedenen Tagen (23.08.,28.08. und 30.08.18) gemeinsam mit interessierten Studierenden und Bürger*innen der Stadt Bochum drei unterschiedliche Wälder hier in Bochum vom Müll befreien.“ Der Begriff „Ploggen“ setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ („sammeln“) und „joggen“ zusammen. Im kommenden Wintersemester plant Demet zudem eine Workshop-Reihe, die den Studis Do-It-Yourself-Methoden wie Upcycling näherbringt und Raum zum selbst ausprobieren bietet. Auch gemeinsame Projekte mit dem Nachhaltigkeitsforum der Ruhr-Universität sind denkbar. 

Weitere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen findet Ihr im Netz unter tinyurl.com/greenweek2018. 

:Andrea Lorenz