Das Schreibzentrum hilft beim wissenschaftlichen Schreiben
Was soll ich bloß schreiben?!
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Ein Ort zum Verweilen: Das Schreibcafé bietet eine gute Arbeitsatmosphäre.Bild: mag
Ein Ort zum Verweilen: Das Schreibcafé bietet eine gute Arbeitsatmosphäre.

Schreibcampus. Studieren ist viel Arbeit. Wen es vor der ersten Seminararbeit graut oder wer Probleme beim Verfassen von Texten hat, findet im Schreibzentrum Hilfe. In Seminaren und Workshops kann man sein Wissen erweitern, sein Können verbessern und sich austauschen.

Kaffeegeruch liegt in der Luft, Plakate mit Sprüchen bringen einen zum Lächeln, Sofas und Tische laden zum Arbeiten ein, hilfsbereite Menschen stehen bei Problemen bereit: eine entspannte Arbeitsatmosphäre. Das sind die ersten Eindrücke, wenn man in das Schreibcafé der Ruhr-Universität zur Beratung, zum Austausch oder zum Schreiben kommt. Das Schreibcafé hat montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und befindet sich in SH 1/198. Es ist nur eines der vielen Angebote des Schreibzentrums. Dieses ist an der RUB eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um das Schreiben an der Universität geht.

Viele Angebote 

Das Schreibzentrum, das seit dem letzten Jahr zum neu gegründeten Zentrum für Wissenschaftsdidaktik gehört, war eines der ersten in Deutschland. Seitdem hat es sich stets weiterentwickelt und ist gewachsen. Heute gibt es zahlreiche Angebote wie Mini-Workshops, Seminare und vieles mehr für Studierende, Lehrende und Forschende. Viele Kurse bringen 5 CP im Optionalbereich. Für Studierende der Ingenieurwissenschaften gibt es ein besonderes Angebot: Sie  erhalten bei der Schreibmaschine in IC 02/79 Hilfe für ihre Seminararbeiten. 

Wenn es in der vorlesungsfreien Zeit an die Hausarbeiten geht, wird die bekannte Schreibwoche angeboten. Zu Beginn der Ferien hat man so die nötige Motivation, sich eine Woche lang intensiv mit seinem Text zu beschäftigen, sich mit anderen auszutauschen und Hilfe zu holen. Im Sommer findet diese vom 30. Juli bis zum 3. August statt.

Dass auch das Verfassen nicht-wissenschaftlicher Texte im Studium helfen kann, zeigen die beiden Seminare „Den Fuß in die Tür — Schreiben und Veröffentlichen in Literaturbetrieb und Kulturjournalismus“ (SoSe 18) und „Schreibmarathon: Ein Roman in 30 Tagen, egal in welcher Sprache“ (WS 18/19). „Es gibt ganz unterschiedliche Zugriffe auf Texte. Durch diese Kurse kann man einen anderen Blick auf seine Arbeiten und das eigene Schreiben bekommen“, berichtet Ulrike Lange, Mitarbeiterin am Schreibzentrum. Diesen Eindruck hatte auch Laura, die am Schreibmarathon teilnahm. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, einfach draufloszuschreiben, als stur auf ein leeres Blatt zu starren.“ Das helfe ihr bei wissenschaftlichen Arbeiten. „Neben dem wissenschaftlichen ist das kreative Schreiben eine gute Abwechslung und Gelegenheit, seinen eigenen Vorstellungen freien Lauf zu lassen“, findet sie.

Ein neues Angebot sind die Kurse zum Schreiben auf Englisch: „Es handelt sich dabei nicht um Sprachkurse. Es soll das Schreiben in Englisch geübt und trainiert werden“, erklärt Ulrike Lange. Im Sommersemester findet zum Beispiel das Seminar „Writing Academic Texts: A Process-oriented Course“ statt.

Schreiben üben

„Ich rate jedem und jeder, einfach mal beim Schreibzentrum vorbeizuschauen und zu gucken“, empfiehlt Maike Wiethoff, Leiterin des Schreibzentrums. Die Angebote richten sich nicht nur an Erstsemester, sondern an alle Studierende. Mehr Informationen über das Schreibzentrum und die aktuellen Kursangebote findet Ihr auf der Internetseite: sz.ruhr-uni-bochum.de.

:Maike Grabow

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