Wirtschafstbetriebe und Initiativenförderung: Mit Eurer Stimme bestimmt Ihr mit, was mit Euren Millionen passiert
Was mit dem AStA-Zaster passiert
Foto: kac
Campusplan: Die Pinnadeln zeigen symbolisch die Wirtschaftsbetriebe des AStA.
Warum wählen gehen? – Das fragen sich viele von Euch wohl in dieser Woche, wenn sie die ganzen Wahlplakate, Glühweinstände und Wahlurnen sehen. Manche denken sich vielleicht gar, dass diese Wahlen überhaupt ganz unnütz sind. Einer der Gründe wählen zu gehen ist, dass der gewählte AStA Beträge in Millionenhöhe verwaltet – die unter anderem durch Euren Semesterbeitrag zustandekommen.
 
Von dem Semesterbeitrag, den Ihr jedes halbe Jahr an die Uni überweisen müsst, gehen 14 Euro an den AStA. Das macht bei 45.000 Eingeschriebenen jedes Semester 630.000 Euro. Insgesamt verwaltet der AStA derzeit sogar ein Vermögen von rund 16 Millionen Euro! Ihr beeinflusst mit Eurer Stimme also, wie Euer Geld verwendet wird. Welche Liste lieber nur auf dem Campus investieren und welche auch Projekte außerhalb finanzieren möchte, könnt Ihr in unserem Wahlspecial in der letzten Ausgabe oder auf 
bszonline.de nachsehen.
 
Und was macht der AStA derzeit mit der ganzen Kohle?
 
Zum einen unterhält die Studierendenvertretung fünf Wirtschaftsbetriebe. Dazu zählt das KulturCafé (Kosten: 246.000 Euro im Jahr; Einnahmen 190.000 Euro – diese und die folgenden Zahlen sind dem Haushaltsansatz des AStA 2015/16 entnommen), in dem die meisten Fachschaftspartys, Lesungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen (etwa die Treibgut-Lesung mit Frank Goosen oder der Comedy Flash mit Benaissa und Dave Davis) stattfinden.
Zweitens und drittens wären die Campusdruckerei in GA 03 und der Copyshop in GB 02 zu nennen. Die beiden Betriebe kosten im Jahr fast 200.000 Euro, fahren aber auch 135.000 Euro Einnahmen ein.
Die AStA-Tanzkurse gelten auch als Wirtschaftsbetrieb. Der Spaß kostet die Teilnehmenden lediglich 65 Euro, die Studierendenschaft allerdings 20.000 Euro pro Semester.
Und nicht zuletzt kostet diese Zeitung, die ihr gerade lest, auch Geld. Für die Entlohnung der RedakteurInnen und PraktikantInnen sowie den Druck der Zeitung rechnet der AStA mit Kosten von 68.500 Euro jährlich.
 
Lasst Euer Projekt fördern!
 
Darüber hinaus sind die ganzen Moneten natürlich auch für alle möglichen studentischen Projekte und Initiativen da. Sven Heintze, AStA-Vorstandsmitglied, erklärt: „Insgesamt stellt die Studierendenschaft 84.500 Euro für Initiativen, Vereinigungen und Organisationen zur Verfügung, wovon 35.000 Euro für allgemeine Initiativen zur Verfügung stehen. Davon wurden (Stand: 31. Oktober 2015) etwa 13.500 Euro von Initiativen abgerufen. 
Die verbliebenen 49.500 Euro werden verschiedenen Initiativen direkt zur Verfügung gestellt. Darunter fallen zum Beispiel  c. t. das radio, der SKF, die Uni-Zwerge, das Zeitzeug_Festival, die IbS und AIESEC. Von diesen 49.500 Euro wurden (Stand: 31.10.2015) etwa 10.300 Euro von den Initiativen abgerufen.“
Weitere Kosten, die der AStA zu tragen hat, sind Aufwandsentschädigungen für seine eigenen und autonome ReferentInnen, die FSVK-SprecherInnen, die sich zu dritt zwei Stellen teilen, sowie Kosten für die direkt beim AStA Angestellten.
 
:Marek Firlej
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